Effeltrich

Kreis Forchheim: Katja Rauh leitet das Standesamt

Katja Rauh aus Poxdorf wurde vom VG-Rat in Effeltrich offiziell zur Leiterin des Standesamts berufen. Für den Neubau des Bauhofs wird noch ein Grundstück gesucht. Das Areal hinter der Tankstelle ist zu klein.
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Katja Rauh in ihrem neuen Büro  Foto: Dagmar Niemann
Katja Rauh in ihrem neuen Büro Foto: Dagmar Niemann

In der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Effeltrich ging es um die Leitung des Standesamts, um die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2018 und um den Neubau eines Bauhofes.

Jede Mitgliedsgemeinde entsendet ihre Bürgermeister und eine ihrer Größe entsprechende Anzahl von Gemeinderäten in dieses Gremium. Gemeinschaftsvorsitzende der VG Effeltrich/Poxdorf ist die Effeltricher Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL), ihr Stellvertreter ist der Poxdorfer Bürgermeister Paul Steins (CSU). Effeltrich entsendet die Gemeinderäte Christine Berthold (CSU/ÜWG), Matthias Fischbach (DEL) und Simon Wäger (FW); Poxdorf wird vertreten durch Willi Schneider (FW) und Johannes Werner (CSU).

In dieser letzten Sitzung des VG-Rates im Kalenderjahr musste die Standesamtsleitung neu besetzt werden. Der bisherige Leiter Dieter Reinhart war ins Personalamt gewechselt; die Verwaltungsfachwirtin Katja Rauh sollte als neue Leiterin berufen werden.

Katja Rauh stammt aus Poxdorf und lebt auch dort. Sie absolvierte ihre dreijährige Ausbildungszeit in der VG und wurde danach als Angestellte übernommen. Von 2003 bis 2005 bildete sie sich in Nürnberg zur Verwaltungsfachwirtin weiter. 2006 übernahm sie die Leitung des Standesamts Effeltrich. Im Zusammenhang mit der Geburt ihres Sohnes 2011 und ihrer Tochter 2013 ging sie in Elternzeit. Danach kehrte sie in die VG zurück und arbeitete dort zunächst in der Finanzverwaltung. Seit April 2019 ist sie wieder als Standesamtsleiterin tätig, doch ihre offizielle Berufung stand noch aus. Die Gemeinschaftsversammlung sprach sich einstimmig dafür aus, ihr diese Funktion zu übertragen.

Anforderungen für Neubau

In einer zurückliegenden Sitzung hatte der VG-Rat nach der Schilderung des unzureichenden baulichen Zustands des Bauhofes beschlossen, dass ein neuer Bauhof gebaut werden muss. Notwendig ist eine Fahrzeughalle als Garage für die Maschinen und Geräte, ein beheizter Raum, in dem geleimt und gestrichen werden kann, eine Schlosserwerkstatt mit Werkbank, ein Büroraum, ein Aufenthaltsraum mit Küchenzeile, geschlechtergetrennte Umkleide- und Waschräume sowie WC-Anlagen.

Es sollte auch ein Baustofflager und einen überdachten Raum für Verkehrsschilder, Salzstreuer und Anhänger geben sowie einen Lagerplatz für Bodenaushub und Schnittgut und genügend Raum für zukünftige Erweiterungen.

Eine Grobschätzung für einen solchen Bauhofneubau inklusive Außenbefestigung, Zaun und Pflaster bei einem Grundstück von circa 3000 Quadratmetern und 1000 Quadratmetern befestigter Fläche ergab, dass mit Kosten von circa 1,55 Millionen Euro zu rechnen ist. Hinzu kämen noch die Kosten für ein passendes Grundstück.

Grundstück angesehen

Andreas Reißner vom Bauamt und der Bauhofleiter haben sich das der Gemeinde gehörende Grundstück hinter der Tankstelle Seubert angeschaut. Es ist jedoch zu schmal, da nach den Vorschriften sieben Meter Abstand zum Mühlbach zu halten sind. Deshalb müsste nach einem passenden Grundstück, am besten am Ortsrand, Ausschau gehalten werden.

Geschäftsstellenleiter Mario Kühlwein wies darauf hin, dass die Bereitstellung eines funktionstüchtigen Bauhofes zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehöre. Deshalb empfiehlt er, dass die Gemeinderäte der beiden Kommunen in ihren Januar-Sitzungen über das Projekt diskutieren und Ideen bezüglich des Grundstücks entwickeln sollten.

Bis dahin sei auch zu klären, ob es eventuell Zuschüsse über die Städtebauförderung geben könne. Der einstimmige Beschluss des VG-Rates sieht vor, dass dem Raumprogramm grundsätzlich zugestimmt und die Grobkostenschätzung zur Kenntnis genommen wird. In die Finanzplanung für die nächsten zwei Jahre sollen zwei Millionen Euro eingestellt werden. Das ganze Projekt ist noch in den Gemeinderäten zu diskutieren.

Der Haushalt

Nach der Bekanntgabe des Berichts über die örtliche Prüfung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2018 und der nachträglichen Genehmigung außerplanmäßiger Ausgaben und Einnahmen wurde die Jahresrechnung 2018 einstimmig beschlossen. Der von den beiden Gemeinden finanzierte Haushalt (Effeltrich trägt 67 Prozent und Poxdorf 33) hat bei den Soll-Einnahmen ein Gesamtvolumen von 1.228.813 Euro - davon entfallen 1.189.293 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 39.520 Euro auf den Vermögenshaushalt. Die bereinigten Soll-Ausgaben belaufen sich auf die exakt gleichen Summen, so dass der Haushalt, wie gefordert, ausgeglichen ist. Aus dem Verwaltungshaushalt werden 39.520 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt und daraus wiederum werden 12.183 Euro auf das Konto für allgemeine Rücklagen überwiesen.

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