Forchheim
Landratsamt

Kreis Forchheim: Johannisfeuer zur Abfallentsorgung genutzt

Im Kreis Forchheim sind in den vergangenen Jahren Johannisfeuer immer wieder zur kostengünstigen Entsorgung von brennbaren Abfällen genutzt worden.
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Die  Johannisfeuer brennen demnächst wieder. Symbolfoto: Jürgen Gärtner
Die Johannisfeuer brennen demnächst wieder. Symbolfoto: Jürgen Gärtner
Bei Kontrollen in den vergangenen Jahren hat das Landratsamt Forchheim laut Pressemitteilung festgestellt, dass Johannisfeuer immer wieder zur kostengünstigen Entsorgung von angesammelten brennbaren Abfällen genutzt werden. Sofern diese Abfälle nicht nur aus naturbelassenem Holz bestehen, sondern darüber hinaus auch Kunststoffe, Altreifen, beschichtetes Holz und Altöle beinhalten, gefährde dieses Verhalten in erheblichem Maße die Umwelt.

Auch sollte der Veranstalter bedenken, dass die entstehenden giftigen Rauchschwaden, insbesondere für Kinder, äußerst schädlich sind.


Hinweise

Der Veranstalter sollte laut Hinweisen des Landratsamtes zusätzlich noch folgende Punkte beachten:

1. Johannisfeuer sollten grundsätzlich auf weitgehend vegetationslosen Flächen abgebrannt werden. Die Feuerstellen dürfen nicht innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von schutzwürdigen Flächen - insbesondere Magerrasen, Heiden und Felsfluren - angelegt werden. Der Abstand zu Feldgehölzen, Streuobstbäumen und Hecken sollte 25 Meter nicht unterschreiten. Die vorgeschriebenen Mindestentfernungen von brandgefährdeten Gegenständen und sonstige Brandschutzvorschriften sind einzuhalten.

2. In Naturschutzgebieten sowie in Landschaftsschutzgebieten sind Johannisfeuer grundsätzlich verboten. In Einzelfällen kann die Naturschutzbehörde auf Antrag eine Befreiung von diesem Verbot erteilen.

3. Die aufgeschichteten Haufen, die beim Johannisfeuer abgebrannt werden, sind auch Zufluchtsmöglichkeiten für eine große Anzahl von Tieren. Nach Naturschutzrecht ist es verboten, wildlebende Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten. Daher sollten die Brennmaterialien erst am Tag des Johannisfeuers gesammelt und aufgeschichtet werden. Ansonsten muss durch Umschichten unmittelbar vor dem Abbrennen sichergestellt werden, dass keine Wildtiere getötet werden.

4. Reste von Brennmaterialien und Abfällen (Flaschen usw.) sind zur Vermeidung einer Beeinträchtigung des Landschaftsbildes nach dem Abbrennen des Johannisfeuers umgehend ordnungsgemäß zu beseitigen.

Das Landratsamt Forchheim kündigt an, auch dieses Jahr wieder Kontrollen hinsichtlich der Einhaltung vorstehender Anforderungen durchzuführen. Bei Verstößen gegen abfallrechtliche oder naturschutzrechtliche Vorschriften müssten die Verantwortlichen mit empfindlichen Geldbußen rechnen.
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