Langensendelbach

Kreis Forchheim: grünes Licht für Isek gegeben

Die Kommune lässt ein neues Konzept für die Entwicklung von Langensendelbach und Bräuningshof erstellen. Was wann wo und wie konkret umgesetzt werden soll, muss später festgelegt werden.
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Das ehemalige Bauhofgelände könnte im Zuge des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts für Wohnen im Alter vorgesehen werden. Foto: Karl Heinz Wirth
Das ehemalige Bauhofgelände könnte im Zuge des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts für Wohnen im Alter vorgesehen werden. Foto: Karl Heinz Wirth

Die Gemeinde Langensendelbach plant, ein neues Konzept für die Entwicklung von Langensendelbach und Bräuningshof erarbeiten zu lassen. In der Gemeinderatssitzung gab es für diese Idee grünes Licht.

Zu diesem Konzept gehöre, so erklärte Klaus Stiefler vom Planungsbüro "RSP Architektur und Stadtplanung" aus Bayreuth, dass sich die Bürger intensiv daran beteiligen und äußern können, wie sich die beiden Orte aus ihrer Sicht entwickeln sollen. Dazu soll es eine Bürgerbefragung geben, bei der alle Haushalte in der Gemeinde angeschrieben werden.

"Wir wollen die Bürger mitnehmen", sagte Bürgermeister Oswald Siebenhaar (FW) bei der Vorstellung des Projekts durch Klaus Stiefler. Zwei Jahre werde die Entwicklung des Gesamtkonzepts etwa dauern. Start soll im Mai sein, wenn sich das neugewählte Gremium konstituiert hat. Erste Ergebnisse sind für den Herbst geplant.

Für das Vorhaben soll Geld im Haushalt eingeplant werden. Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) biete die Chance, eine Gemeinde ganzheitlich zu durchleuchten und zu bestimmen, wo wichtige Maßnahmen aufgenommen werden müssten, erläuterte Stiefler. Das Verfahren sei eine hervorragende Arbeitshilfe und bilde Handlungsfelder ab, die über Beschlüsse des Gemeinderats dann in einem Zeitraum von zehn bis 15 Jahren realisiert würden. Bürgermeister Siebenhaar nennt dazu den demografischen Wandel, Klimafragen, Mobilität, medizinische Versorgung, Wohnen im Alter und gesellschaftliche Veränderungen als zentrale Herausforderungen, denen sich die Gemeinde stellen müsse. Isek ermögliche im Bürgerdialog, für eine Gemeinde Handlungsräume und Schritte zu bestimmen, was nacheinander oder nebeneinander geschehen müsse, sagte Stiefler.

Ziel des Prozesses sei eine gesamte Betrachtung der Gemeinde unter Einbeziehung bereits begonnener Projekte. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Bürgerbeteiligung unter Einbeziehung verschiedenster Interessen- und Zielgruppen. Auch Bürgermeister Siebenhaar hält eine strategische Gemeindeplanung für sehr wichtig. Zu viel in puncto konkreter Aussagen dürfe man aber von einem Isek-Prozess nicht erwarten, denn der habe eine "große Flughöhe", da er alle denkbaren Bereiche abdecke, also neben dem Bauen auch soziale, infrastrukturelle oder umweltbezogene Themen.

Selbst nach seinem Abschluss zeige ein Isek erst einmal Visionen auf. Was wann wo und wie konkret umgesetzt werden solle, müsse dann der Gemeinderat nochmals in jeweiligen Einzeldiskussionen festlegen.

Mindestens zweieinhalb Jahre

Geht man davon aus, dass ein Isek-Prozess mindestens zweieinhalb Jahre benötigt, sind konkrete Ziele jedenfalls nicht zeitnah umzusetzen. Nach Diskussion fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss, ein Isek erstellen zu lassen. Das hierfür erforderliche Leistungsbild soll auch die Förderinitiative "Innen statt außen" betrachten.

Das Gremium beauftragte Bürgermeister und Verwaltung, Angebote einzuholen und sich dabei eng mit der Regierung von Oberfranken abzustimmen. Eine Förderung bei der Bezirksregierung soll beantragt werden.

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