Kleinsendelbach
Gemeinderat

Kreis Forchheim: Gemeinde führt Grabkammersystem auf Friedhof ein

Seit Jahren beschäftigt die Situation auf dem Friedhof die Gemeinde Kleinsendelbach: Schlecht abfließendes Sickerwasser sowie die Bodenbeschaffenheit bereiten Probleme.
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Der Friedhof in Kleinsendelbach wird mit einem Grabkammersystem ausgestattet.  Foto: Karl Heinz Wirth
Der Friedhof in Kleinsendelbach wird mit einem Grabkammersystem ausgestattet. Foto: Karl Heinz Wirth

Mehrheitlich hatte sich der Gemeinderat von Kleinsendelbach vor längerer Zeit entschieden, auf dem Friedhof der Gemeinde ein Grabkammersystem einzuführen. Seit Jahren beschäftigt die Situation auf dem Friedhof die Gemeinde. Anlass war und ist die verlangsamte Verwesung aufgrund schlecht abfließenden Sickerwassers sowie der Bodenbeschaffenheit. "Grabkammersysteme erlauben eine Reduzierung der Ruhezeit auf 15 statt wie bisher 25 Jahre und eine einfache Wandlung vom Einzel- zum Doppelgrab, was insgesamt eine flexiblere Belegung möglich macht", erklärte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG). In der Sitzung befassten sich die Räte nun mit der Auftragsvergabe zur digitalen Erfassung des Friedhofs und dem Honorarangebot für die Planungsleistungen zum Einbau und der Entwässerung der Grabkammern. Hierzu lag ein Honorarangebot des zertifizierten Friedhofplaners und Gutachters für Friedhofwesen, Thomas Struchholz, in Höhe von 14.472 Euro vor.

Honorar bemängelt

In der Diskussion bemängelte das Gremium das hohe Honorar für zwei Leistungsstufen, die von den Gesamtkosten der circa 300.000 Euro gerade einmal 13 Prozent betragen. Wenn man das Honorar hochrechne, so komme man gut und gern auf 100.000 Euro Honorar, wenn alle Leistungsstufen vergeben werden, rechnete das Gremium vor. Einstimmig beschlossen die Räte, beide Anträge zu vertagen und Alternativangebote einzuholen. Nach Beratung verabschiedeten die Räte die überarbeitete Friedhofssatzung einstimmig.

Den Kanal sanieren

Auch die Auftragsvergabe von Kanalsanierungsarbeiten stand auf der Tagesordnung. Die Maßnahme beläuft sich auf insgesamt 148.233 Euro. Das Gremium vergab den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter, die Firma Dirringer und Scheidel in Röttenbach.

Feuerwehrhaus Schellenberg

Für den Einbau des neuen Sektionaltores im Feuerwehrhaus Schellenberg muss ein Wanddurchbruch inklusive Einbau eines Stahlträgers erfolgen. Hier beauftragte der Gemeinderat das Unternehmen Distler aus Dormitz zum Preis von 5725 Euro mit den Arbeiten. Da für die FFW Schellenberg ein neues Löschfahrzeug angeschafft wird, ist ein neues Tor notwendig. Da bereits in anderen Liegenschaften der Gemeinde Tore der Firma Hörmann eingebaut sind, soll auch in Schellenberg auf Typengleichheit geachtet werden, damit es zur bestehenden Anlage passt.

Zwei Defibrillatoren

Ein Defibrillator, auch Schockgeber genannt, verbessert die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung. Viele Gemeinden sind schon mit Defibrillatoren ausgestattet. Für die Gemeinde Kleinsendelbach wurden jetzt zwei Stück zum Preis von 3292 Euro angeschafft. Da diese die genehmigungsfreien Anschaffungskosten von 3000 Euro übersteigen, musste das Gremium darüber einen Beschluss fassen, der einstimmig erfolgte. So wird einer am FFW-Haus in Schellenberg und einer in Steinbach einen Platz finden. Wie in den letzten Jahren beantragte der SV Kleinsendelbach einen gemeindlichen Zuschuss für seine Aufwendungen im Kinder- und Jugendbereich. Bürgermeisterin Werner schlug vor, dem Sportverein insgesamt 2400 Euro für 2019 zu gewähren und zweckgebunden für die Jugendarbeit zu verwenden. Einstimmig stimmte das Gremium zu.

Umgang mit Zuwendungen

Mit 7:5 Stimmen fassten die Räte einen Grundsatzbeschluss zum Umgang mit Spenden und Zuwendungen.

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