Weißenohe
Vogelschutz

Kreis Forchheim: Den Schwalben geht der Lehm aus

Die Schwalben haben unter dem Torbogen zur Klosterkirche Weißenohe ihre Nester. Doch die Vögel finden keinen Lehm mehr. Diese Anregung kam nun: einen Weiher oder Teich anlegen.
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Unzählige Schwalben haben sich im Torbogen zum Eingang in  den Hof der Brauerei und Klosterkirche Weißeohe  eingenistet. Foto:  Petra Malbrich
Unzählige Schwalben haben sich im Torbogen zum Eingang in den Hof der Brauerei und Klosterkirche Weißeohe eingenistet. Foto: Petra Malbrich
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Unter dem Torbogen zum Eingang der Klosterbrauerei und der Klosterkirche wimmelt es in der Regel vor Schwalben. Ein Mitglied des Heimat- und Trachtenvereins Edelweiß Weißenohe regte nun über Gemeinderat Norbert Sulzbacher (WGA) an, bei der Erneuerung des Dorfplatzes auch einen kleinen Weiher zu berücksichtigen - oder an anderer Stelle. Der Grund: Die Schwalben unter dem Torbogen finden keinen Lehm zum Nestbau mehr. Ein Weiher könnte da Abhilfe schaffen. Dass beim Durchschreiten des Torbogens weniger "Einschläge" kommen, bejahte Gemeinderätin Gertraud Eckert (FWG). Aber zwei Mal gebrütet hätten die Schwalben heuer schon. Im Kirchturm sind bereits Nistkästen für die Turmfalken angebracht. Die Weißenoher möchten die Vögel durchaus schützen, weshalb sie anregten, einen Fachmann der Unteren Naturschutzbehörde oder den Sollenberger Vogelschützer und Mitglied im Landesbund für Vogelschutz (LBV), Günter Eichler, wegen der Schwalben zu befragen. Ein Platz für den erforderlichen kleinen Weiher würde sich wohl finden, so die Naturschützer.

Auf LED umrüsten

Die Gemeinde Weißenohe will ihre Straßenbeleuchtung weiter auf LED umrüsten. Von der Firma Bayernwerk-Netz wurden für die weiteren 54 Leuchten in LED-Technik zwei Angebote unterbreitet. "Das ist zum einen die LED-Technik, die bereits vorhanden ist. Das andere sind LED-Köpfe, wie sie im Lillinger Weg sind", erklärte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA). "Wir sind in den letzten Jahren gut mit den Erneuerungen gefahren", meinte D ritter Bürgermeister Thomas Windisch (UWG). Ob noch Mittel im Haushalt vorhanden seien durch noch nicht angegangene Maßnahmen oder durch Erspartes, wollte Carmen Stumpf (FWG) wissen. Beides sei vorhanden. Auch durch die Mehreinnahmen an Gewerbesteuer könnte die Umstellung weiterer 54 Lampen bezahlt werden. Wenn die LED-Technik auch dimmbar ist, will man auf diese umstellen. Das kostet 17.205 Euro. Die jährliche Stromeinsparung liege bei 2200 Euro.

Renovierung im Kindergarten

Das Personalzimmer im katholischen Kindergarten in Weißenohe wird renoviert. Einen Zuschuss erbat das katholische Pfarramt für diese Maßnahme, die mit allen anderen Veränderungen rund 10.000 Euro kosten wird. "Das Personalzimmer ist originär Aufgabe des Trägers. Die Frage ist, ob wir uns hier komplett verweigern können", sagte Bürgermeister Rudolf Braun in der Gemeinderatssitzung. Bei Ersatzmaßnahmen für die Gemeinde als Träger leistete man ein Drittel als Zuschuss. Im vorliegenden Fall sieht der Bürgermeister das anders. "Man muss nicht immer ein Drittel geben, sondern in dem Fall einen kleinen Anerkennungsbeitrag", schlug Reinhard Schuhmann (WGA) vor. An zehn bis fünfzehn Prozent dachte er. Einstimmig einigte sich der Rat für die zehn Prozent und rundete auf 1100 Euro auf.

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