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Neunkirchen am Brand
Marktgemeinde

Kreis Forchheim: Corona-Krise hinterlässt erste Spuren im Etat

Mit einem Ferienausschuss wurde der Haushalt der Gemeinde Neunkirchen am Brand verabschiedet. Im Etat hinterlässt die Corona-Krise erste Spuren.
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Das Rathaus in Neunkirchen am Brand Foto: Petra Malbrich
Das Rathaus in Neunkirchen am Brand Foto: Petra Malbrich

Die Corona-Krise hat schon erste Auswirkungen auf den Haushalt der Gemeinden. Dieser wurde in Neunkirchen am Brand vom Ferienausschuss einstimmig verabschiedet. Jedoch musste der Haushalt vorher noch einmal geändert werden. "Ich habe den Haushalt verändert, weil schon die ersten Stundungs- und Rücksetzungen der Gewerbebetriebe kamen. Wir haben deshalb eine Million Euro weniger Gewerbesteuer eingestellt", erklärte Bürgermeister Heinz Richter (FW). Die Sitzung unterschied sich sehr von anderen: Das Rathaus blieb geschlossen. Bereits im Vorfeld wurde in einer Umlaufabfrage an die Gemeinderäte abgefragt, ob sie mit einem Ferienausschuss einverstanden seien. Dieser hat die selben Rechte wie der normale Gemeinderat. Der Ferienausschuss war einstimmig befürwortet worden und dementsprechend war nach den Vorschriften der Regierung und des Bayerischen Gemeindetags alles in der Turnhalle der Grundschule vorbereitet: Die Tische standen weit auseinander, Absperrbänder sorgten für Abstände und für jeden Gemeinderat lag eine Mundschutzmaske bereit. Zudem sollten den Vorschriften entsprechend die Redebeteiligung reduziert werden und sich die Sitzung auf Notwendigste beschränken, also auf die unaufschiebbaren Beschlüsse. Das war der Haushalt. Auch hier verzichteten der Bürgermeister und die Räte auf sonst übliche Haushaltsreden. Das Zahlenwerk lag den Räten lange genug vor. Der Gesamtansatz für den Verwaltungshaushalt beträgt 18.862.000 Euro, der Vermögenshaushalt wird mit 9.690.000 angesetzt. Trotz der einen Million Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen von drei auf zwei Millionen musste am Vermögenshaushalt nichts verändert werden, da die Gemeinde aus Rücklagen finanzieren kann. Neue Kredite müssen ebenfalls nicht aufgenommen werden. Erledigt wurde in den vorangegangenen Jahren sehr viel. Das Freibad wurde ohne Zuschüsse saniert und der Multifunktionsplatz gebaut. In seiner zwölfjährigen Amtszeit konnte Heinz Richter sechs Millionen Euro Schulden abbauen, so dass die Gemeinde zum Jahresende einen Schuldenstand von 1,8 Millionen Euro aufweist. Das wird sich in den nächsten Jahren mit dem Neubau der Grundschule ändern. Zudem sind die weiteren Auswirkungen der Corona-Krise ungewiss. Die Straßenbeleuchtung in der Marktgemeinde soll auf LED umgerüstet werden. Die Kosten sind mit 336.000 Euro benannt. Bürgermeister Richter gratulierte zumindest verbal seinem Nachfolger Martin Walz (CSU) sowie allen neu- und wiedergewählten Gemeinderäten.