Neuses an der Regnitz
Schützenverein

Kreis Forchheim: Bürger liefern sich Wettkampf mit Blasrohr

Eine neue Disziplin wurde am Schießstand in Neuses bei Eggolsheim erprobt: Blasrohr- statt Luftgewehrschießen.
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Beim Blasrohrschießen im Schützenheim Frankonia Neuses Foto: Mathias Erlwein
Beim Blasrohrschießen im Schützenheim Frankonia Neuses Foto: Mathias Erlwein
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Ein ungewöhnliches Bild gab es am Schießstand des Schützenvereins Frankonia Neuses. Anstatt von Gewehren oder Pistolen waren lange Blasrohre auf die Zielscheiben gerichtet. Anlass war der erste Blasrohrwettkampf. Er wurde als offene Veranstaltung als Bürgerschießen für alle Interessierten angeboten. "Das Blasrohrschießen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es entsteht so langsam ein Wettkampfcharakter in dieser neuen Disziplin. Deswegen haben wir uns entschlossen, einen ersten Wettkampf in der Region anzubieten", erklärt Sportleiter Engelhart Hausner. Neben vielen Interessierten aus dem Umkreis nahmen auch viele Schützen aus anderen Schützenbezirken daran teil. "Das zeigt, wie groß das Interesse ist", sieht sich Vorsitzende Gabriela Nitzsche ob der Einführung der neuen Sportart bestätigt.

Seit einem halben Jahr am Rohr

Bei den Neuseser Schützen wird seit etwa einem halben Jahr auch mit Blasrohren geschossen - oder besser gesagt geblasen. Die Zielscheibe unterscheidet sich in wesentlichen Teilen von der klassischen ringförmigen Schießscheibe beim Sportschießen: Nicht ins Schwarze, sondern ins Goldene muss man beim Blasrohrschießen treffen. Beim Bürgerschießen bedeutete ein Treffer in den inneren goldenen Ring mit vier Zentimetern Durchmesser die Maximalpunktzahl von zehn Punkten. Jeder weitere Ring von der Mitte entfernt, in den man seinen Pfeil platzierte, ergab dann entsprechend neun, acht, sieben und sechs Punkte. Es wurde - je nach Klasse - aus verschiedenen Entfernungen insgesamt 60 Pfeile nach dem Regelwerk des Bayerischen Sportschützenbundes geschossen.

Bis zu drei Meter lang

Blasrohre und Pfeile stellte der Schützenverein zur Verfügung. Ein traditionelles Blasrohr besteht aus einem bis zu etwa drei Meter langen Rohr aus Holz, Bambus oder ähnlichen Naturmaterialien. Moderne Blasrohre sind aus Aluminium, Stahl oder Kohlefaser. "Schon für um die 20 Euro kann man sich eines selber bauen, ein komplett fertiger Satz mit Pfeilen kostet etwa 60 Euro", zeigt Engelhart Hausner die Vorzüge des vergleichsweise günstigen Sports auf.

Beim Bürgerschießen gab es für die drei jeweils Erstplatzierten jeder Klasse Medaillen. Sieger in der Gruppe Schüler I bis zehn Jahre wurde Emil Sturm vom gastgebenden Schützenverein. Auch bei den Schülern II setzte sich mit Sophia Schuster ein junges Mitglied von Frankonia Neuses durch. Bei den Herren gewann Michael Leis von der SG Aurach (Kreis Ansbach). Den Titel der Damen holte sich Kerstin Pickel von der SG Gersdorf (Leinburg, Kreis Nürnberger Land). Den Herrenseniorentitel errang der vereinslose Kurt Rückel und den Seniorendamentitel sicherte sich Elke Knappe von der SG Gersdorf.

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