Wiesenthau
Gemeinderat

Kreis Forchheim: Anonymer Schmähbrief lässt Bürgermeister um Fassung ringen

Für einen kurzen Moment rang der Wiesenthauer Bürgermeister um Fassung, als er auf einen Schmähbrief zu sprechen kam, den er nach seinem Urlaub im Briefkasten fand.
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So beginnt der anonyme Schmähbrief Repro: gal
So beginnt der anonyme Schmähbrief Repro: gal

Der Gemeinderat Wiesenthau zeigt sich über die gesamte bisherige Periode harmonisch und mit einer sachlichen, gesunden Streitkultur. Dabei gibt es auch Mitbürger, die in den Sommerferien Zeit finden, an Bürgermeister Bernd Drummer (BGW) in reinster Gedichtform anonym einen Brief zu schreiben mit beleidigendem und verletzendem Inhalt.

Für einen kurzen Moment rang Bürgermeister Bernd Drummer am Ende der öffentlichen Sitzung um Fassung, als er auf den Schmähbrief zu sprechen kam, den er nach seinem Urlaub im Briefkasten vorfand. "Das ist Beleidigung von unterster Schublade, wir können doch gerne alles offen und anständig besprechen", sagte er in die Runde. "Was will man eigentlich?", fragte er. Es ist nicht der erste Brief dieser Art und die Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, mit welchen Methoden hier gearbeitet werde.

Im unterfränkischen Euerbach sorgte ein Vorwurf des Bürgermeisters auf der Gemeindehomepage für Wirbel. Mehrere Frauen hätten sich durch Asylbewerber aus dem nahe gelegenem Ankerzentrum belästigt gefühlt und an die Gemeinde gewandt. Eine Nachfrage bei der Polizei ergibt ein anderes Bild.

Straße heißt "Im Binzig"

Überraschend schnell war sich der Gemeinderat einig bei der Namensfindung der neuen Straße im Baugebiet Binzig. Es sollte ein Bezug zur Örtlichkeit sein. "Im Binzig" wird die künftige Straße heißen. Die schnelle Benennung ergibt auch Sinn hinsichtlich der Zuordnung und weiteren Arbeiten auf dem Areal.

Im Übrigen, berichtete der Bürgermeister, seien Schmutzwasser- und Oberflächenkanal fertig gestellt. Regenauffangbecken und Wasserleitung seien in Vorbereitung. Ein Ringschluss zur Wasserleitung in der Weiherstraße soll die Wasserversorgung sicherer machen. Die Vergabe der Straßenbauarbeiten soll in der nächsten Sitzung erfolgen. Alle Grundstücke sind vergeben, die Bauarbeiten werden komplett im Frühjahr 2020 erledigt sein. Nachdenken will die Gemeinde, wieweit sie mögliche Zisternen fördern kann.

Noch immer beschäftigt den Gemeinderat die energetische Sanierung der Grundschule. Die Fenster sind eingebaut worden, "eine tadellose Leistung der Firma in der Ferienzeit", lobte Bernd Drummer die Arbeiten. Konkret geht es jetzt um die Ausgestaltung des Wärmeverbundes und den Erhalt des Mosaikreliefs auf der Frontseite der Schule.

Kunstwerk an der Schule

Das Kunstwerk unter der Isolierung verkleiden oder offen lassen und dafür eine Innenverkleidung auf dieser Seite anbringen?, das ist die Frage. Die planenden Architekten sehen hier das Risiko einer möglichen späteren Schimmelbildung. Drummer legte das Angebot einer Firma vor, das Mosaik zu fotografieren und das Foto auf der Isolierung anzubringen. Das würde 1600 Euro kosten und könnte etwa alle fünf bis sechs Jahre erneuert werden.

Johannes Pieger (DS) plädierte für eine Innen- und Außenisolierung, wobei dann das Kunstwerk gestalterisch sichtbar bleiben könnte. Die Diskussion verlief sachlich und lebhaft mit vielen Ideen. Bernd Drummer verwies auch auf die Förderrichtlinien. Jetzt soll nochmals gerechnet werden. Die Entscheidung ist vertagt.

Thema Funkmast

Bernd Drummer machte im Block "Informationen" auf die Bürgerversammlung am 18. September um 19 Uhr mit dem Landesamt für Umwelt und der Telekom im Sportheim aufmerksam. Einziges Thema wird der geplante Funkmast bei Wiesenthau sein.

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