Neunkirchen am Brand
Marktgemeinderat

Kreis Forchheim: Achsenfabrik NAF will 16 Meter hohe Lagerhalle bauen

Die Achsenfabrik NAF in Neunkirchen am Brand möchte erweitern und eine neue Lagerhalle bauen. Die Halle würde ähnliche Dimensionen wie das Verwaltungsgebäude erreichen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Gebiet, in  dem die NAF bauen möchte Foto: Petra Malbrich
Das Gebiet, in dem die NAF bauen möchte Foto: Petra Malbrich
+1 Bild

Derzeit 630 Arbeitsplätze und genügend Gewerbesteuer bringt die Neunkirchner Achsenfabrik (NAF) der Marktgemeinde Neunkirchen am Brand. Die NAF wächst und will erweitern. Mit dem "Gewerbegebiet Industriestraße" wäre ein Standort gefunden, den die NAF erwerben möchte. Ein prominentes Architekturbüro wurde bereits beauftragt, einen Kernstrukturplan zu entwickeln. Allerdings wurde auf dem angedachten Standort ein altes Baurecht vorgefunden. Demnach wäre nur eine Traufhöhe von acht Metern zulässig. Dieses zu ändern, war der Wunsch der NAF, weshalb der Vorsitzende Erwin Urban, Prokurist Helmut Wagner und Architekt Peter Risack in der Marktgemeinderatssitzung ihr Bauvorhaben vorstellten. Entschieden werden musste im Marktgemeinderat noch nichts.

Bereits am jetzigen Standort habe die NAF viel investiert. Fast 17 Millionen Euro wurden in das umweltfreundliche und technologisch anspruchsvolle Lackiergebäude und in das Verwaltungsgebäude investiert. "Wir erreichen weiteres Wachstum, doch der Platz wird nicht ausreichen", sagte Urban. Das neue gesamte Bauvolumen sieht drei Bauabschnitte vor, auf zehn Jahre ausgelegt. Mit den Innenleben der Baukörper habe man sich bereits intensiv beschäftigt. So soll das erste Gebäude vor allem mit Produktionsmaschinen und Montageplätzen und einem Lager belegt werden, zeigte Architekt Risack auf. Darüber wird der Haustechnikbereich eingerichtet werden, "um das Grundstück optimiert zu nutzen und Flächen nicht unnötig zu versiegeln", erläuterte Risack. Über der Produktion und der Fertigung wäre dann Platz für Sozialräume. Daneben ist der zweite Bauteil angedacht. Eine Fortführung der Montagefläche würde hier entstehen und eine Erweiterung der Haustechnik sowohl für die Gebäude als auch für die Produktionsabläufe. Der letzte Bauabschnitt liegt im Norden und wird ein automatisiertes Lager für die vielen Teile für die Produktion sowie eine Lieferzone. Allerdings fällt das Gelände ab. Um möglichst eine Ebene zu haben, wird das Gelände modelliert. Was oben wegkommt, wird unten aufgefüllt. Für die Parkplatzsituation interessierte sich Bettina Wittmann (Grüne). Eine weitere Fläche werde dafür erworben werden. Allerdings sind die NAF-Verantwortlichen gerade intensiv dabei, ein Modell auszuarbeiten. "Wir möchten einen Werksbus einsetzen. Das hat Vorteile für die Arbeitnehmer, für die Umwelt und auch für die Firma, da weniger Fläche benötigt wird", erklärte Urban. Dass die Stadt-Umland-Bahn (Stub, Erlangen - Eschenau) hinter dem Gebäude angedacht sei, darauf machte Wittmann aufmerksam. Auch für die Stub wäre man dankbar, meinte Urban. Ein Lärmschutzgutachten werde mit dem Bauantrag vorgelegt werden. Hier machte Bürgermeister Heinz Richter (FW) darauf aufmerksam, dass die Gemeinde mit der Änderung des Bebauungsplans auch ein schalltechnisches Gutachten beauftragen müsse. Blieb noch die Frage nach der Traufhöhe der neuen Hallen. "Von 20 Metern Traufhöhe sind wir hoffentlich weit entfernt", meinte Bettina Wittmann in Anspielung auf das neu errichtete Bürogebäude, das eine Höhe von 19 Metern hat. Doch die neue Lagerhalle wird ähnliche Dimension erreichen. Allerdings bestehe auf dem neuen Gelände eine andere Tiefenlage, weshalb das Gebäude nur 16 Meter in die Höhe ragen würde. Die Grünen-Gemeinderätin betonte, dass die nun geplanten Gebäude am Eingangstor von Neunkirchen seien. Wie wolle NAF die Hallen bauen, dass sie sich gefällig zeigten? "Wenn man nach Neunkirchen fährt, ist das prominenteste Gebäude noch immer die Vasold-Bauerei. Erst in der Senke fällt die NAF auf", meinte Urban. Ähnlich werde es mit dem neuen Gebäude sein. Auch hier würden erst die anderen Bauten ins Auge fallen, fand Urban. Wie viel mehr Mitarbeiter künftig bei der NAF arbeiten würden, diese Frage von Karl Germeroth (FW) konnte nicht beantwortet werden. Aber es würden wieder qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, gerade im Beruf des Industriemechanikers.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren