Effeltrich
Gemeinderat

Kommune will zwei Angebote einholen

In Effeltrich geht es beim nötigen Ausbau der Kita voran, für eine offene Ganztagsschule soll jedoch zunächst der Bedarf geklärt werden.
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Im Beisein einiger Bauhof- und Verwaltungsmitarbeiter sowie Poxdorfs Bürgermeister Paul Steins (2. v. r.) übergab Gemeindeoberhaupt Kathrin Heimann den Schlüssel zum neuen Kommunaltraktor an Bauhofleiter Alfred Rohrbach (l.). Foto: Dagmar Niemann
Im Beisein einiger Bauhof- und Verwaltungsmitarbeiter sowie Poxdorfs Bürgermeister Paul Steins (2. v. r.) übergab Gemeindeoberhaupt Kathrin Heimann den Schlüssel zum neuen Kommunaltraktor an Bauhofleiter Alfred Rohrbach (l.). Foto: Dagmar Niemann

In der jüngsten Gemeinderatssitzung ist über den Anbau der Effeltricher Kita, über die Einführung des Konzeptes der offenen Ganztagsschule in der Grundschule und über die Budgetierung der Mittel für die Feuerwehr beraten worden. Außerdem wurde zur offiziellen Übergabe des neuen Kommunaltraktor eingeladen.

Die Zahl der Kinder, die den Effeltricher Kindergarten besuchen, hat stark zugenommen. Deshalb darf zurzeit der Turnraum als Gruppenraum genutzt werden. Für diese Übergangslösung liegt eine Sondererlaubnis vor, die jedoch im September 2020 ausläuft. Ein Erweiterungsbau muss geschaffen werden, weshalb die Verwaltung verschiedene Architekturbüros kontaktiert hat. Wegen des derzeitigen Baubooms gab es etliche Absagen; lediglich das Büro Format 4 (Litzendorf) und das Büro Siewertsen und Sammet (Baiersdorf) haben signalisiert, dass sie in der Lage sind, den Auftrag zu übernehmen.

In der Sitzung stellte Dieter Nitsche die Arbeit seines Büros (Format 4) vor: Es sei spezialisiert auf energieeffizientes Bauen, verwende nur geprüfte, unschädliche Baustoffe und arbeite eng mit dem Personal der Kita zusammen, um dessen pädagogische Ziele in die Bauplanung einfließen zu lassen. Die Frage von Bürgermeisterin Kathrin Heimann, ob sein Büro den gewünschten Anbau bis September 2020 realisieren könne, bejahte Nitsche.

Mit Baubeispielen aus der Region belegte er die Effizienz und Schnelligkeit seines Unternehmens. Es könne sich im Übrigen auch noch um die Einwerbung von Fördermitteln kümmern, etwa durch die Einrichtung eines "Kinderrestaurants" im Innenhof der Effeltricher Kita. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Verwaltung möge vom Büro Format 4 und vom Büro Siewertsen Honorarangebote einholen. In der nächsten Sitzung soll entschieden werden, welches Büro den Auftrag erhält.

Rechtsanspruch ab 2025

Die Rektorin der Grundschule Effeltrich, Silke Schür, und Susanne Schmidt als Vertretung des Teams der Mittagsbetreuung waren geladen, um den Antrag auf Genehmigung einer offenen Ganztagsschule zu begründen. Werde der Antrag genehmigt, so Schür, "dann wird die Schule in den nächsten zwei Jahren ein pädagogisches Konzept erarbeiten".

Dabei gehe es um die Mittagsbetreuung, um projektorientierte Kurse am Nachmittag und um die Förderung informellen und forschenden Lernens. Das bisher ehrenamtlich oder auf 450 Euro-Basis arbeitende Personal müsste pädagogische Weiterbildungskurse absolvieren und dann von der Gemeinde fest angestellt werden. Da diese Form der Nachmittagsbetreuung vom Kultusministerium bevorzugt werde und ab 2025 ein Rechtsanspruch darauf gelten soll, werde ein Teil der Kosten von der Regierung getragen.

Die Räte reagierten zurückhaltend, da das Konzept sie nicht überzeugte und die Kosten für die Gemeinde erheblich wären. Norbert Giersch (FW) regte an, erst einmal eine Informationsveranstaltung für die Eltern abzuhalten und eine Bedarfsabfrage zu machen. Es kam zu keiner Abstimmung, der Antrag wurde lediglich zur Kenntnis genommen.

Weitere Gespräche nötig

Anschließend ging es um die in der Februarsitzung beschlossene Budgetierung der Mittel für die Feuerwehr: Pro Haushaltsjahr soll diese selbstständig über 12 000 Euro verfügen können. Es wurden Bedenken angemeldet, zumal sich dadurch eine Ungerechtigkeit gegenüber anderen Vereinen ergebe. Die meisten Räte wollen der Feuerwehr lediglich ein Budget für Ersatzbeschaffungen zugestehen. Geschäftsstellenleiter Mario Kühlwein will sich deshalb nochmals mit Kommandant Bernd Malter treffen, die Entscheidung wurde zurückgestellt.

Ein nützliches Arbeitsgerät

Indes ist der neue Kommunaltraktor geliefert worden. Dieser kostet inklusive Arbeitsbühne 123 000 Euro, hat 110 PS und fährt bis zu 40 Stundenkilometer. Als Arbeitsgerät ist er beim Winterdienst, für den Transport von Bauschutt oder Grüngut, für Planier- und Umladearbeiten, beim Baumschnitt und zur Reparatur von Straßenlaternen einsetzbar. Da die Reparaturen für den alten Traktor in die Tausende gegangen waren, hatte die VG die Neuanschaffung beschlossen, für die die Gemeinde Poxdorf ein Drittel der Kosten trägt, Effeltrich den Rest.

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