Unterrüsselbach
Spatenstich

Kinder sind von Anfang an dabei

1,7 Millionen Euro kostet der neue Kiga in Unterrüsselbach. Den Bau können die künftigen Nutzer von der benachbarten Krippe aus miterleben.
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Seine eigenen Schaufeln hatte der Unterrüsselbacher Nachwuchs mitgebracht, um beim ersten Spatenstich mitzuwirken.Petra Malbrich
Seine eigenen Schaufeln hatte der Unterrüsselbacher Nachwuchs mitgebracht, um beim ersten Spatenstich mitzuwirken.Petra Malbrich

Gut vorbereitet und ausgerüstet kamen die jüngsten Beteiligten zum Spatenstich des Kindergartens nach Unterrüsselbach. Kinderschaufeln, Kinderhelme, waren in Kartons bereit gestellt, damit auch die Bewohner des künftigen Kindergartens den Start des Baubeginns tatkräftig unterstützen konnten. "Wir dürfen auch schaufeln", meinte ein kleiner Junge, der seinen Bagger auf dem Weg zur Baustelle trug.

"Der neue Kindergarten ist ein tolles Ereignis, vor allem für die Kinder", sagte Bürgermeister Wolfgang Rast als Bauherr bei der Begrüßung auf dem Bauplatz neben der Jakobus Kinderkrippe über das 1,7-Millionen-Euro-Projekt. Mit 982 000 Euro Fördergeld kann gerechnet werden. Das setzt sich aus 317 000 Euro Fördermittel vom Bund und 665 000 Euro aus dem Finanzausgleich zusammen. Die Marktgemeinde als Bauträger hat 850 000 Euro in den Haushalt gestellt.

Auf 50 Plätze ausgelegt

Neben Norbert Kern und Fred Schäfer, den Verantwortlichen der Diakonie, die die Trägerschaft des Kindergartens übernimmt, waren auch Susanne Spinnler, die evangelische Pfarrerin der Kirchengemeinde Kirchrüsselbach, der Architekt Jochen Eis und Michaela Rupprecht, die Leiterin der Jakobus Krippe sowie Stefanie Weber, die Leiterin des Jakobus Kindergartens gekommen.

Im November 2017 hatte der Marktgemeinderat beschlossen, eine Kindertagesstätte mit 50 Plätzen in Unterrüsselbach zu bauen, direkt an die bereits bestehende Jakobuskrippe angeschlossen. Aus zwei Gruppenräumen, Gruppennebenräumen, dem Sanitärbereich, dem Essbereich und einem Personalraum wird der neue Kiga bestehen. Der Besprechungsraum ist ein gemeinsamer, kann also auch von der Krippe genutzt werden. Zudem soll ein gemeinsamer Eingang für Krippe und Kiga, ein Zugang zum Außenbereich, für den ein Sandspielebereich, ein Bereich fürs Klettern und Balancieren oder einfach zum Ausruhen gestaltet wird sowie ein 66 Quadratmeter großer Mehrzweckraum geschaffen werden. Über eine Wärmepumpe wird geheizt und eine dezentrale Lüftungsanlage wird installiert.

Betreiber ist die Diakonie

Norbert Kern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim bedankte sich beim Vorstand der Kirche, dass die Diakonie so schnell ins Boot geholt wurde. Mit einer halben Pfarrstelle könne Pfarrerin Spinnler nicht auch noch Bauunternehmer sein, erinnerte Kern an die Aussage der Kirchenverantwortlichen. Die Diakonie ist Betreiber der Tageseinrichtung.

Was anfangs als problematisch angesehen worden war - das Kita Team musste mit dem Umzug in die Container einen Lagerplatz für die Spielwaren finden und erhielt vom Sportverein Unterstützung - ist nun zum Vorteil geworden. "Die Kinder können den Bau und die Bagger vom Fenster aus beobachten. Für die Kinder ist die Welt in Ordnung", betonte Michaela Rupprecht. Und dann hieß es, die Helme aufzusetzen und mit den ersten Schaufeln Sand den Starschuss für den Bau zu geben.



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