Leutenbach
Gemeinderat

Keime im Hochbehälter: Trinkwasser in oberfränkischer Gemeinde wird gechlort

In einem Teil einer Gemeinde Leutenbach (Kreis Forchheim) sind Keime in einem Trinkwasser-Hochbehälter festgestellt worden. Das Gesundheitsamt ist eingeschaltet.
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Mit einem Dossierbehälter kann dem Wasserkreislauf gezielt Chlor zugeführt werden. Symbolfoto: Michael Wunder
Mit einem Dossierbehälter kann dem Wasserkreislauf gezielt Chlor zugeführt werden. Symbolfoto: Michael Wunder

Im Hochbehälter Seidmar, der auch Ortspitz versorgt, sind bei einer routinemäßigen Prüfung Keime im Trinkwasser festgestellt worden. Die Ursache ist unbekannt. Nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes arbeitet die Gemeinde Leutenbach ein Programm ab.

Dazu gehören das vorübergehende Chloren der Leitungen und die Reinigung des Behälters. Die Bevölkerung ist informiert, wie es in der Gemeinderatssitzung hieß. Bürgermeister Florian Kraft (FW) geht davon aus, dass das Problem kurzfristig beseitigt sein wird.

Wasser und Abwasser

Breiten Raum nahmen in der Sitzung die Maßnahmen bei Wasser und Abwasser ein. So muss die Beitragssatzung für die Kläranlage in Leutenbach mit der Schlussrechnung neu gefasst werden. Man war für die Neuanschaffung der Anlage von geschätzten Kosten in Höhe von 1,449 Mio. Euro ausgegangen. Tatsächlich sind 1,492 Mio. Euro angefallen. Nach einem Beschluss des Gemeinderates von 2013 sind dafür zwischenzeitlich 1,2 Millionen Euro über Beiträge gedeckt. Der Rest von rund 292.000 Euro soll auf die Gebühren umgelegt werden. Die Verwaltung wird deshalb einen neuen Satz berechnen.

Neues Wasserhaus

Angepasst werden muss auch die Beitragssatzung für die Wasserversorgungsanlage Mittel- und Oberehrenbach. Dort sind Maßnahmen wie Quellfassung oder neues Wasserhaus mit UV-Filtration realisiert worden. Geschätzt waren 500.000 Euro Kosten, 532.000 Euro waren es am Ende. Bereits umgelegt wurden 250.000 Euro. Die restlichen 282.000 Euro werden in die Gebührenkalkulation einfließen.

Die Wasserleitungen in Leutenbach sollen vor allem in der Dietzhofer Straße und in der Rosengasse ertüchtigt werden. Die geplanten Baukosten betragen rund 300.000 Euro. Dabei wird von einer staatlichen Förderung von 80 Prozent ausgegangen.

Für Abwasserleitungen sind Baukosten in Höhe von zwei Millionen Euro vorgesehen bei einer Förderung von 1,640 Millionen. Zu den Maßnahmen zählen Regenwasserkanäle in Dietzhof, Oberflächenwasserkanäle für die Staatsstraße Mittelehrenbach und in Oberehrenbach, der Mischwasserkanal an der Obstmarkthalle in Mittelehrenbach sowie das Mischwasser und Teile der Oberflächenkanäle in Leutenbach.

Gemeinde will Bauland schaffen

Bereits im Mai fasste die Gemeinde die Baulandmobilisierung ins Auge, was jetzt nochmals diskutiert wurde. Demnach macht die Gemeindeverwaltung eine grobe Planung und gibt ihre Empfehlung ab. Die Grundstückseigentümer werden dann befragt, ob sie bereit sind, Land zur Verfügung zu stellen.

Die Gemeinde ist bereit, einen Bebauungsplan zu erstellen, wenn die Grundstückseigentümer bereit sind, 50 Prozent der Fläche zum Preis von 25 Prozent des Bodenrichtwertes des fertigen Baulandes an die Gemeinde abzutreten. In Oberehrenbach beträgt der Bodenrichtwert rund 70 Euro. Das bedeutet einen Verkauf an die Gemeinde für 17,50 Euro.

Eigentümer werden befragt

Nach dieser Zustimmung könnte mit der Planung eines Bebauungsplanes fortgefahren werden. Mit dieser Maßnahme will sich die Kommune einen Zugriff und Einfluss auf Bauland sichern. Im nordöstlichen Bereich Oberehrenbachs steht ein mögliches Baugebiet von zehn bis zwölf Bauplätzen zur Debatte. Zwischen Leutenbach und Dietzhof sollen die Eigentümer befragt werden, inwieweit sie an dieser Regelung interessiert sind. Hier ist ein Baugebiet von rund 40 000 Quadratmetern ins Auge gefasst.

Sendemast in Dietzhof geplant

Zur Verbesserung des Mobilfunknetzes hat das Telekommunikationsunternehmen Telekom die Errichtung eines Sendemastes in Dietzhof geplant. Dazu gab es vor wenigen Tagen eine Infoveranstaltung im Sportheim von Leutenbach. Die Bürger zeigten sich mit dem Standort unzufrieden. Jetzt will die Gemeinde Leutenbach auf Bitten der Telekom weitere Standorte vorschlagen, deren technische und wirtschaftliche Machbarkeit dann zu prüfen ist.

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