Weingarts
Festival

J.B.O. lassen in Weingarts wieder die Sau raus

Den 30. Band-Geburtstag hat die Fun-Metall-Band ausgiebig gefeiert und dafür an zwei Tagen 13 musikalische Gratulanten auf die Bühne in Weingarts geholt.
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Die Geburtstagskinder von J.B.O auf der Bühne (von links): Veit "Vito C." Kutzer, Ralph Bach und Hannes "G. Laber" Holzmann. Am Schlagzeug: Wolfram Kellner. Fotos: Leo Hühnlein
Die Geburtstagskinder von J.B.O auf der Bühne (von links): Veit "Vito C." Kutzer, Ralph Bach und Hannes "G. Laber" Holzmann. Am Schlagzeug: Wolfram Kellner. Fotos: Leo Hühnlein
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Ein Fest - 30 Jahre Blödsinn! J.B.O., die Spaß-Metaller aus Erlangen, haben nicht zu viel versprochen und rockten mit ihren Gästen die Geburtstagsbühne in Weingarts. An den beiden Festivaltagen gratulierten 13 Bands und Künstler und brachten der Fun-Metal-Band musikalische Glückwünsche. Den Jubilaren blieb jeweils der letzte Auftritt beim zweitägigen Spektakel vorbehalten und über 3500 Fans feierten frenetisch.

Bereits am Freitag war das Gelände kurz nach dem Einlass gut gefüllt, doch der Besucherstrom schwoll bis zum frühen Abend noch deutlich an. Nach Hyrax, Justice, Kissin' Dynamite und den Mittelalter-Rockern von Feuerschwanz pushten die Rosa-Rocker die Besucher, die aus allen Teilen der Republik und darüber hinaus nach Weingarts gepilgert waren.

Ebenso bis zur Erschöpfung - und das ist durch die Hitzerekorde an den beiden Tagen sicherlich keine Übertreibung - spulten die unzähligen freiwilligen Helfer der DJK, die Ehrenamtlichen der Feuerwehr Weingarts sowie die Sanitäts- und Sicherheitsdienste ihr Pensum ab. Die Anhänger direkt vor der Bühne, die vor allem in den Nachmittagsstunden der prallen Sonne ausgeliefert waren, erfreuten sich am Wasserstrahl aus dem ansonsten zur Platzbewässerung genutzten Gartenschlauch.

Extra-Dollars fürs Festival

Katja Albrecht aus dem Veranstaltungsteam bekam viel positive Resonanz der Fans, die sich für die nahezu perfekte Organisation bedankten: "Ein Mann aus Baden-Württemberg, der kurz entschlossen mit seinem Sohn anreiste, meldete sich per Whatsapp. Er hatte bislang bei keinem anderen Festival zuvor eine solch friedliche Stimmung erlebt, obwohl es ja eine Veranstaltung von Metal-Rockern war. Außerdem zeigte er sich überrascht, dass er trotz der vielen Menschen nirgends anstehen musste." Die Organisatoren hatte von den Schlagzeilen bei "Rock im Park": Genügend mobile Toiletten und Getränkeoasen sorgten dafür, dass sich der Andrang verteilte. Genau wie der Schachzug, den "J.B.O-Festivals-Dollar" einzuführen, der als ausschließliches Zahlungsmittel galt. Er konnte bei den Eingangskassen erworben werden (nicht verbrauchte wurden zurückgenommen und ausbezahlt), was beim Bezahlen das Warten auf Wechselgeld verhinderte.

Furios und friedlich

So war denn auch der zweite Tag, den die Blaskapelle Weingarts standesgemäß eröffnete, ein Selbstläufer. Nach den Auftritten von Silverlane, den Lokalmatadoren Insert Coin, den Stimmungsmachern von King Kongs Deoroller, Atze Bauer, der skurrilen Wiener Spaß-Band Rammelhof, Götz Widmann, Freedom Call und Hämatom räumten J.B.O. nochmals ab. Zum Finale gegen Mitternacht kamen alle Künstler auf die Bühne und beendeten das Festival mit der neuen rosa Hymne: "Wer lässt die Sau raus?"

Dem DJK-Vorsitzenden Matthias Götz fiel ein hörbarer Stein vom Herzen, als das Gelände am Samstagabend quasi gefüllt war: "Natürlich hast du immer im Hinterkopf, es könnte noch was passieren. Letztendlich sind wir aus wirtschaftlicher Hinsicht sehr glücklich. Wir möchten uns aber auch bei den vielen Festival-Besuchern für ihr anständiges Benehmen und den gegenseitigen Respekt untereinander bedanken. Mit einem derartigen reibungslosen Verlauf haben wir nicht gerechnet."

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