Hausen
Gemeinderat

Ingenieurbüro gesucht für Ausschreibung für Feuerwehrautos

Pünktlich zum 150. Geburtstag soll die Feuerwehr Hausen im Jahr 2019 zwei neue Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge bekommen.
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Die Grundlage für diese Beschaffungen bietet der Feuerwehrbedarfsplan, der im letzten Jahr vom Gemeinderat Hausen beschlossen worden ist.

Das wird Timo Sokol, den Leiter des Fachbereiches Ausbildung in der Hausener Feuerwehr, freuen. Sokol hatte gemeinsam mit seinen Helfern im letzten und im vorletzten Jahr jede Menge ehrenamtliche Arbeit in die Ausarbeitung des gemeindlichen Feuerwehrbedarfsplan investiert.

Es ist vorgeschrieben, dass die neuen Einsatzfahrzeuge vergaberechtskonform ausgeschrieben werden sollen, wobei je Fahrzeug eine Ausschreibung mit rund 150 Seiten zu erstellen ist. "Das überfordert die Verwaltung", sagte der neue Kämmerer Peter Greiner-Fuchs in der Gemeinderatssitzung. Deswegen wolle man den Auftrag für die Ausschreibung an ein externes Ingenieurbüro vergeben. Rund 2250 Euro will die Gemeinde dafür ausgeben. Für Greiner-Fuchs ist das gut investiertes Geld. Denn macht man Fehler bei der Ausschreibung, kann dies schnell dazu führen, dass die zugesagten Fördergelder - in Hausen wären es mindestens 90.000 Euro - zurückgezahlt werden müssten.


Einkaufsrabatt

Der Gemeinderat hatte nun darüber zu beschließen, ob man die rund 2300 Euro investieren will. Doch die Diskussion lief erst einmal in eine ganz andere Richtung. Um Einkaufsrabatte zu erzielen, will man gemeinsam mit der Gemeinde Hallerndorf bestellen. Im Finanzplan für das Jahr 2019 ist eine Summe von 250.000 Euro für die Anschaffung der Fahrzeuge vorgesehen. Will man bereits dieses Jahr anschaffen, müsste man das Budget quasi im Haushaltsplan 2018 vorsehen, darauf wies wies Greiner-Fuchs hin.

Die Gemeinderätin Gerlinde Krauß (SPD) konnte die Bedenken des Kämmerers nicht nachvollziehen. "Wir haben in den letzten Jahren pro Jahr jeweils 50.000 Euro an Rücklagen für eine solche Anschaffung angesammelt, die sich inzwischen auf 150.000 Euro angehäuft haben", erklärte Krauß. Würden die Fahrzeuge also - was zwar unwahrscheinlich ist, weil ein es durchaus zwischen acht und zwölf Monate dauern kann, bis so ein Fahrzeug gebaut ist - trotzdem 2018 noch kommen, müsse man eben 100.000 Euro noch beschließen.

Roland Garcon (UWG) zeigte sich erstaunt darüber, dass man für die Ausschreibung eines solchen Fahrzeuges tatsächlich ein Ingenieurbüro brauche. Johannes Stadter (JB) konnte die Diskussion nicht so richtig verstehen. "Wir brauchen keine Angst zu haben, dass wir die Fahrzeuge noch in diesem Jahr bekommen, bei einer Lieferzeit von teilweise bis zu einem Jahr", meinte Stadter. Außerdem gehe es in der Beschlussvorlage nur um die Beauftragung eines Ingenieurbüros für rund 2300 Euro, führte Stadter aus. "Wir debattieren 30 Minuten über Dinge, die überhaupt nicht zum Beschluss anstehen", machte Stadter deutlich.

Franz-Josef Ismaier (CSU) brachte es mit trockenem Humor auf den Punkt. "Bis wir über die Vergabe der Ausschreibung an ein Ingenieurbüro beschließen, steht wahrscheinlich das Feuerwehrauto schon längt bei uns im Hof", scherzte der CSU-Mann.

Beschlossen wurde schließlich, noch Angebote von zwei weiteren Ingenieurbüros abzufragen und dann den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben.
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