Pinzberg
Kommunalwahl

In Pinzberg gibt es viele Aufregerthemen vor der Wahl

Die Einwohner stehen vor ernsthaften Problemen wie Verkehr und Hochwasser. Diese Themen bestimmen auch den Wahlkampf zwischen Alfons Eger und Reinhard Seeber.
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Von Wiesenthau aus wirkt Pinzberg sehr beschaulich. Doch die Bewohner drücken einige Sorgen. Foto: Josef Hofbauer
Von Wiesenthau aus wirkt Pinzberg sehr beschaulich. Doch die Bewohner drücken einige Sorgen. Foto: Josef Hofbauer
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Windräder drohen sich direkt vor der Nase aufzutürmen, Verkehrslärm liegt ohnehin ständig im Ohr und in einem gefühlten Zwei-Jahres-Rhythmus schwappt den Einwohnern auch noch Hochwasser um die Beine: Kaum eine Gemeinde im Landkreis Forchheim hat es in den vergangenen Jahren mit so vielen gravierenden und unterschiedlichen Themen in die Schlagzeilen geschafft wie Pinzberg mit seinem Ortsteil Gosberg. Dabei kann der örtliche Gemeinderat nur bedingt auf diese Themen Einfluss nehmen.

Aber sie sorgen für viele Proteste der Bürger und beschweren dem amtierenden Gemeindechef Reinhard Seeber (CSU/Bürgerblock) einen Herausforderer, der sich fern der bekannten Parteienlandschaft positioniert: Alfons Eger. Er wurde von der neuen Gruppierung "Die Chance" nominiert, die vor allem auf die anfangs genannten Themen Einfluss nehmen möchte.
Und - das wurde bei ihrer Nominierungsversammlung deutlich - sie will vermeiden, dass im Gemeinderat jeder Beschluss ohne Gegenstimme durchgewunken werde. Genau das befürchten nämlich Eger und Co., wenn jetzt mit den Aktiven Bürgern die aus ihrer Sicht letzte "wahre Opposition" die Kommunalvertretung verlässt.

Ostspange ist das Thema Nr. 1

In der Sachpolitik ist die Ostspange der Südumgehung von Forchheim das wichtigste Thema für Alfons Eger. "Der geplante Neubau der Bundesstraße B470 muss aus dem Bundesverkehrswegeplan heraus, während sanfte Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sofort umgesetzt werden müssen", fordert der 55-jährige Gosberger und plädiert für Pendlerparkplätze und Werbung für Fahrgemeinschaften.

Zum Thema "Hochwasserschutz und Kanalausbau" merkt er an: "Der zu gering dimensionierte Abwasserkanal staut nach starkem Regen in Häuser zurück, die nie zuvor von Überschwemmungen betroffen waren." Die zunehmenden Flächenversiegelungen bachaufwärts und die fehlenden Wasserrückhalteanlagen würde die Situation verschärfen. Deshalb betont er: "Wir benötigen ein Gesamtkonzept." Außerdem möchte er, dass bei der aktuellen Dorfsanierung in Gosberg die Bürger stärker in die Entscheidungen einbezogen und gleichzeitig ihre finanzielle Belastung minimiert werden.

Seebers Ziel: Breite Akzeptanz

Seeber hat die gleichen Themen auf der Agenda, äußert sich allerdings nicht so konkret. Die Versprechen des 62-Jährigen lauten: "Ich werde zusammen mit den Bürgern städtebauliche Maßnahmen in Gosberg planen und auch umsetzen. Bei der Umgehung Gosberg werde ich versuchen mit den Behörden, den Befürwortern als auch den Gegnern Gespräche zu führen, um eine Lösung zu finden, die eine breite Akzeptanz findet. Auch möchte ich den Hochwasserschutz weiter verbessern."

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