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Drügendorf
Fußball

In Drügendorf gibt es zwischen Spaß und Erfolg keinen Unterschied

Mit Geld kann und will die TSV Drügendorf/Tiefenstürmig nicht herumschmeißen. Stattdessen werden im Verein Teamgeist und Opferbereitschaft groß geschrieben.
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Auch in der Partie gegen Weigelshofen geben die Spieler der TSV Drügendorf/Tiefenstürmig (blaue Trikots) alles.  Foto: Archiv/herzopress
Auch in der Partie gegen Weigelshofen geben die Spieler der TSV Drügendorf/Tiefenstürmig (blaue Trikots) alles. Foto: Archiv/herzopress
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Die Mitglieder in der Turn- und Spielvereinigung (TSV) Drügendorf-Tiefenstürmig begreifen sich als eine große Familie. Und wie es in einer großen Familie nun einmal üblich ist, muss jeder auch einmal die Ärmel hochkrempeln. Deshalb kann es vorkommen, dass die Spieler anstatt auf Torejagd zu gehen manchmal auch nur den Rasen mähen. "Die Spieler machen die Platzpflege", bestätigt Werner Trescher.

Der Vorsitzende ist stolz auf die "überragende Gemeinschaft" im Verein. "Mich beeindruckt, wie in Drügendorf alle zusammenhalten. Egal ob es um den Arbeitsdienst geht oder um Festlichkeiten wie unserem Jubiläum."
Das 40. Jubiläum hat der Verein heuer im Juli bewusst in einem kleinen Rahmen gefeiert.

"Den Leuten hat es Spaß gemacht", berichtet Trescher zufrieden. 29 Sportler konnte der Verein zu diesem Anlass für deren 40-jährige Mitgliedschaft ehren.


Erich Weis war 26 Jahre lang Vorsitzender der TSV Drügendorf und ist ein Gründungsmitglied. "Es hat etwas im Ort gefehlt", erinnert er sich an die Zeit vor 40 Jahren. Gebiets- und Schulreform bedrohten die Dorfgemeinschaft. Darum hat Weis noch mit 30 Jahren mit dem Fußballspielen angefangen. Später wurde er auch noch Schiedsrichter.
Auch heute noch springt Weis als Unparteiischer ein, wenn Not am Mann ist.

Kein Cent für Spieler

Auf Freundschaften wird im Verein viel Wert gelegt. Sportlich wäre man zwar gerne noch etwas erfolgreicher, aber: "Solange es Spaß macht, kommt auch irgendwann der Erfolg", glaubt Trescher.

Für Spieler gibt die TSV keinen Cent aus. "Der Boomerang würde irgendwann zurückkommen", sagt der Vorsitzende. Sollte der Erfolg ausbleiben, würden automatisch auch die Spieler den Verein verlassen.

Außerdem sei der Zusammenhalt viel größer, wenn das Geld keine Rolle spiele.

Auch Auswärtige fühlen sich im Drügendorfer Team meist sehr schnell wohl. Trescher führt das zurück auf den generell guten Zusammenhalt, aber auch auf die Mischung zwischen Alt und Jung: "Es lockert doch die Stimmung auf, wenn man mit den Jungen zusammensitzt."

Auch die Frauen kicken

Seine unverändert guten Beziehungen zum Sportverein seines Heimatorts nutzt er noch heute. In den vergangenen Jahren hat die TSV Drügendorf drei Mal ein Trainingslager in Sambach abgehalten.

Seit sieben Jahren nimmt in Drügendorf auch eine eigene Damenmannschaft am Spielbetrieb teil. Die hat sich in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreich entwickelt und erreicht nun in der Tabelle die vorderen Plätze. "Heute sind echte Granaten dabei, die noch vor sieben Jahren nicht einmal den Ball getroffen haben", macht Trescher den Spielerinnen ein Riesenkompliment.

Die kickenden Frauen, sagt Trescher, seien aus dem Verein schon längst nicht mehr wegzudenken.
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