Hetzelsdorf
Glauben

Hubertusmesse in Hetzelsdorf: an gemeinsamen Schöpfungsauftrag erinnert

Der "Juradom" in Hetzelsdorf wurde bei der Hubertusmesse zu einem ökumenischen Gotteshaus.
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Die beiden Pfarrer mit den Effeltricher Jagdhornbläsern Foto: Franz Galster
Die beiden Pfarrer mit den Effeltricher Jagdhornbläsern Foto: Franz Galster
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Die ökumenische Hubertusmesse in der St.-Matthäus-Kirche von Hetzelsdorf bildete den zentralen Mittelpunkt der Hubertusfeier des Kreisverbandes Forchheim im Landesjagdverband Bayern. Ausrichter war die Jagdgenossenschaft Hetzelsdorf. Ihr Jagdpächter Anton Hostalka erwies sich als umsichtiger Organisator. Der "Juradom", wie die architektonisch wertvolle Kirche auch bezeichnet wird, war vollbelegt. Entsprechend intensiv war der Eindruck, wenn die Effeltricher Jagdhornbläser unter Leitung von Hornmeister Dietmar Kohl musikalische Stücke wie den Jägerchoral intonierten.

Weicher Klang

Feierlich ist eine Orgel, nicht weniger bewegend erwies sich für die musikalische Gestaltung der weiche Klang der Jagdhörner. Es fühlte sich an wie das Atmen der Natur. Es gibt viele Instrumente, um Gott zu ehren, meinte denn auch Pfarrer Matthias Haag, der sich über eine volle Kirche freute. Er begrüßte die Gäste in seinem evangelischen "ökumenischen Gotteshaus", wo an diesem Abend mit den Weidmännern deutlich mehr Männer als Frauen anwesend waren, um zu feiern mit den Jägern, die die Schöpfung bewahren, wie Haag sagte. "Die Schöpfung seufzt, sind die Jäger der Grund in der Natur?", fragte Pfarrer Florian Stark, sein katholischer Kollege aus dem benachbarten Pretzfeld, mit dem er gemeinsam die Hubertusmesse feierte. So einfach sei das nicht, meinte Stark und erinnerte an die wertvolle Hege und Pflege der Jäger, an den gemeinsamen Schöpfungsauftrag, die Ruhezonen für jedes Geschöpf oder auch die Pflege des Waldes. "Jäger sein heißt nicht, die Natur ausnutzen, sondern sie mit Ehrfurcht zu behandeln. Feiern wir Erntedank im Jagdbereich als ökumenisch verbundene Gemeinde", sagte Stark in seiner Predigt.

Ökumene angesprochen

"Auch wenn wir heute nicht Brot und Wein reichen, so geben wir uns ein sichtbares Zeichen des Friedens", sprach auch Matthias Haag die Ökumene an. "Und fröhlich pocht mein Herz aus der ökumenischen Tiefe, ich freue mich über den guten Besuch", meinte Hans-Jürgen Dittmann, Vorsitzender des Kreisgruppe Forchheim des Bayerischen Jagdverbandes am Ende der Hubertusmesse. "Wir hören auf die Naturgesetze und Gottes Schöpfung. Dazu gehören auch Waldverjüngung, Artenschutz und Naturschutz", betonte Dittmann. Letztlich seien Jäger keine Wilderer, sondern sollten Hubertus-Jünger sein. Er wollte vielen danken. Den beiden Pfarrern für die anschauliche Messe und die Erweiterung des Horizonts, Anton Hostalka für die Organisation, den Jagdhornbläsern für die feine musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Die Besucher quittierten seine Ausführungen mit lange anhaltendem Beifall.

Das Hubertus-Zeichen

Zentral vor dem Altar aufgebaut war das Hubertus-Zeichen, zwei prächtige Geweihstangen mit einem Kreuz in der Mitte in Anlehnung an die Legende. Demnach stellte Hubertus vor seiner Bekehrung einem Hirsch nach, der nach langer Pirsch ohne Regung vor ihm stehen blieb. Als Hubertus zum Bogenschuss ansetzte, erblickte er plötzlich zwischen den Geweihstangen ein leuchtend goldenes Kreuz. Im Anschluss an die Hubertusmesse sollte die Gemütlichkeit bei der Hubertusfeier in der Gaststätte Prütting-Brendel nicht zu kurz kommen. Hans-Jürgen Dittmann nutzte zusammen mit seinem Stellvertretern Erich Fiedler, gleichzeitig Fachberater im Landkreis Forchheim, und Udo Burkard die Gelegenheit, treue Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband zu ehren. Ausgezeichnet wurden für 25 Treue: Anton Eckert, Roland Hetzel, Reinhard Kupfer, Ute Kupfer, Günter Münch, Peter Neuner und Peter Wagner; 40 Jahre: Gerhard Kaul und Hans Polster; 50 Jahre: Willibald Ohlwärter, Anton Ringel und Johann Seitz. Für Seitz, Weidmann aus Thuisbrunn, war es ein besonderes Geschenk, feierte er doch an diesem Tag bei bester Gesundheit seinen 89. Geburtstag.

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