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Wohnungsbau

Hornschuchpark stellt sich dem Wettbewerb

Mehrere Architekten suchen die optimale "städtebauliche Variante" für die Bebauung des Hornschuchparks. Das Projekt soll auch den öffentlich geförderten Wohnungsbau in Forchheim voranbringen.
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Das Haus im Hornschuchpark wird noch in diesem Jahr abgerissen. Ab 2016 wird hier neu gebaut. Foto: Hofbauer
Das Haus im Hornschuchpark wird noch in diesem Jahr abgerissen. Ab 2016 wird hier neu gebaut. Foto: Hofbauer
Der Engpass auf dem Forchheimer Wohnungsmarkt beschäftigt die Lokalpolitik seit Jahren. Der Hornschuchpark gilt als Projekt, das dazu beitragen kann, diesen Engpass vor allem im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu überwinden.
Der Hornschuchpark, das ist jene 5800 Quadratmeter große Fläche, die sich von der Bayreuther Straße bis zur Mayer-Franken-Straße erstreckt. Stadtplaner Alexander Dworschak (der zugleich Chef der städtischen Wohnungsbaugenossenschaft GWS ist) sucht derzeit "die beste städtebauliche Variante" für den Hornschuchpark. Wie Dworschak den Stadträten im Planungsausschuss erläuterte, soll eine sogenannte "Mehrfachbeauftragung" bei dieser Suche helfen.
Das sei kein klassischer Architektenwettbewerb; vielmehr würden fünf ausgewählte Architekten beauftragt.
Dieses Verfahren habe sich bereits bei der Bebauung des innerstädtischen Brauhaus-Geländes bewährt.
Veranstaltet wird dieser Wettbewerb erneut von der Firma Drees & Sommer, einem international tätigen Bau-Beratungsunternehmen. Frank Pickel aus der Nürnberger Niederlassung von Drees & Sommer sagte: Bei dieser Mehrfachbeauftragung gehe es vorrangig um die Frage "Wer legt aus der Perspektive der Städtebauplanung das beste Konzept für die Fläche vor?"

2400 Quadratmeter bebaubar

Holger Lehnard (CSU) war überzeugt von der Vorgehensweise: Denn rund 2400 Quadratmeter des Areals seien für Wohnungen gedacht und davon wiederum etwa ein Drittel (800 Quadratmeter) für den öffentlich geförderten Wohnungsbau. "Das gefällt mir", stellte Lehnard zufrieden fest.
Edith Fießer (FGL) konnte diese Zufriedenheit nicht ganz teilen. Gewiss sei die Idee gut, Wohnungen zu bauen. Aber: "Ich sorge mich um die Alt-Bäume." Die FGL-Rätin erinnerte daran, dass die GWS der Hornschuch-Klaus-Stiftung zugesagt habe, "die etwa zehn als wertvoll erfassten Bäume nach Möglichkeit zu erhalten".

Dworschak: "Völlig frei"

Welche Bäume des Hornschuchparkes am Ende der Bebauung weichen müssen, ist aber noch völlig unklar. Alexander Dworschak betonte, dass die Stadt "völlig frei" in die Planung geht. Daher soll in dem kleinen Wettbewerb auch keine Vorgabe gemacht werden, was etwa die Anzahl der Stockwerke betrifft. Egal, was die Mehrfachbeauftragung der Architekten hervorbringt, es liege komplett im Belieben der Stadt "was sie davon umsetzt", betonte Frank Pickel.

Zeitplan bis 2016

Der Zeitplan sieht so aus: Der Abbruch des Hauses im Park, die Fällung der Bäume und die Naturschutzmaßnahmen (Versetzung der Fledermäuse, etc.) - all das soll noch in diesem Jahr passieren, sagte Alexander Dworschak: "Baubeginn ist dann 2016."

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