Ebermannstadt

Historischer Markt in Ebermannstadt ist ein Volltreffer

Ein vielfältiges Angebot auf dem 22. historischen Markt in Ebermannstadt faszinierte die Besucher.
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Bogenschießübungen waren möglich. Foto: Andreas Hofbauer
Bogenschießübungen waren möglich. Foto: Andreas Hofbauer
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Bogenschießtraining, Fränkische Tracht, Drahtskulpturen und besondere Salz- und Pfeffermühlen sind nur ein kleiner Teil des vielfältigen Angebotes auf dem 22. historischen Markt im Scheunenviertel in Ebermannstadt. Die Besucher hatten von 10.30 bis 18 Uhr Zeit, die vielen Werke an den über 40 aufgebauten Ständen zu bestaunen.

Eine der Künstlerinnen ist die 54-jährige Gabi Volkert aus Weilersbach. Sie ist von ihrer anfänglichen Töpferkunst auf Skulpturen aus Draht umgestiegen. "Zuerst habe ich einen Draht. Der wird dann für jedes Glied einzeln umwickelt", erklärt sie. So schälen sich bei ihrer Gestaltung quasi aus dem Nichts ihre so genannten "Jura-Elfen". "Ich mache das jetzt seit etwas mehr als zwei Monaten", sagt sie. Sie ist fasziniert davon, wie viele Gestaltungsmöglichkeiten es für Skulpturen gibt.


Schützen aus Oberfellendorf

Wer etwas mehr Aufregung braucht, war am Stand der freien Bogenschützen aus Oberfellendorf gut aufgehoben: Schießen wie im Mittelalter inklusive einer Vorbereitung, wie man denn auch trifft. "Es geht uns um die Freude am Bogenschießen und die Verbreitung. Deswegen sind wie heute hier", erklärt Vorsitzender Harald Güthlein.

Wer nach der richtigen Kleidung suchte, wurde bei Dagmar Rosenbauer und Rosalie Postatny fündig. Sie bieten sowohl traditionell gearbeitete fränkische Tracht als auch eine mit wenigen Kniffen dem heutigen Zeitgeschmack angepasste Originaltracht an. Für beide Zielgruppen gibt es neben den passenden Stoffen, Borten und Bändern auch eine Beratung durch die mehr als 30 Jahre lange Erfahrung. Postatny kommt hierbei vor allem ihre Erfahrung als Schneidermeisterin zugute. Daher kommen sie auch jedes Jahr auf neue auf den Markt.

Genau wie Ursula Wolf aus Kulmain. Die Oberpfälzerin fertigt seit Jahren allerlei Filzgegenstände und freut sich immer, wenn sie in Ebermannstadt sein kann: "Es ist einfach eine tolle Lage hier in Ebermannstadt." Ihre Filzhüte, die gefilzten Taschen oder die Filzpantoffeln finden schnell Interessenten. "Die Geschäfte laufen gut", sagt sie und lacht.


Längere Anfahrt

Ebenfalls eine etwas längere Anfahrt hatten Gerlinde und Walther Meyer aus Neuendettelsau bei Ansbach. Sie stellten ihre Metallkunst aus. "Die Platten lasse ich mir von einem befreundeten Künstler zurechtschneiden mit einem Laser. Den Rest der Skulpturen und Deko-Objekte löte ich dann selbst zusammen in mühevoller Kleinstarbeit", schildert der Hobbykünstler die Herstellung, "die meisten Objekte muss ich natürlich vorher zurechtbiegen. Dafür habe ich eine spezielle Vorrichtung, mit der ich jede Verformung steuern kann."

Die Bandbreite war wieder mal immens. Von weiteren Töpferei- und Keramikarbeiten, Garten- und Naturdekoration, handgefertigtem Schmuck sowie Taschen und Hüten, handgefärbter Wolle und Filzarbeiten, Trachtenzubehör bis hin zu Ideen aus Holz, Drechselarbeiten, handgefertigten Gewürzmühlen und mehr war für jeden Geschmack etwas dabei.

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