Hiltpoltstein
Marktgemeinderat

Hiltpoltstein braucht eine weitere Kinderkrippe

Die Kindertageseinrichtung in Hiltpoltstein platzt aus allen Nähten. 20 Plätze fehlen. Die Gemeinde möchte den Kindergarten nun aufstocken.
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Die Kindertagesstätte (r.) ist mit der Grundschule (l.) zusammengebaut. Die Turnhalle wird von Kita und Schule   benutzt.   Foto: Petra Malbrich
Die Kindertagesstätte (r.) ist mit der Grundschule (l.) zusammengebaut. Die Turnhalle wird von Kita und Schule benutzt. Foto: Petra Malbrich

"Wir haben absolut volles Haus in der Kita", klärte Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer (BfH) die Hiltpoltsteiner Marktgemeinderäte auf. Wenn das in den nächsten Jahren so bleibt, herrscht Handlungsbedarf. Um das zu erfahren, erklärte Martin Hempfling, der seit 20 Jahren bei der Jugendhilfeplanung im Landkreis Forchheim zuständig ist, die Bedarfsanalyse für die Gemeinde Hiltpoltstein. Im vergangenen Jahr startete das Landratsamt eine Elternbefragung. Insgesamt 6000 Fragebögen sind über die Gemeinden verschickt worden, 77 in der Gemeinde Hiltpoltstein. 47 schickten die Fragebögen zurück. "15 Prozent haben keinen Kitaplatz. Sieben davon wollen auch weiterhin keinen", erklärte Hempfling.

Für Kinder unter drei Jahren

Momentan gibt es zwölf Plätze für Kinder unter drei Jahren und 50 für Regelkinder. Belegt davon sind 37 mit Regelkindern im Kindergarten und 21 Plätze mit Kindern unter drei Jahren. Diese sind zum Teil im Kindergarten untergebracht. Ist jedoch ein Krippenkind im Kindergarten, werden pro Krippenkind zwei Kindergartenplätze berechnet. Nach dieser Rechnung verbrauchen die Kinder aufgrund der fehlenden Krippenplätze 18 Kindergartenplätze. Diese zu den 37 bestehenden Regelkindern addiert, ergibt 55 belegte Regelplätze. Werden diese Zahlen auf den künftigen Bedarf hochgerechnet, dann wäre die Kita mit 59 besetzten Plätzen deutlich überbelegt. Für Hiltpoltstein besteht somit dringender Handlungsbedarf. Was noch nicht in die Berechnung eingeflossen ist, sind andere Faktoren wie beispielsweise Kinder mit Behinderung. Diese werden mit dem Faktor 4,5 berechnet. Ein Puffer muss ebenfalls vorhanden sein, um unvorhersehbaren Bedarf decken zu können. Wegen der baulichen Umsetzung für die zu schaffenden 20 Plätze ist Bürgermeisterin Schulze-Bauer bereits aktiv geworden und hat mit dem Jugendamt am Landratsamt und einem Planungsbüro gesprochen. "Es wäre möglich, auf das Lager und die Waschräume aufzustocken", erklärte die Gemeindechefin, wie Platz für eine weitere Krippengruppe geschaffen werden könnte. Die Sachbearbeiterin vom Landratsamt betrachtet es jedoch als notwendig, den Krippenschlafraum mit einer Auskragung auf den Hang zu erweitern, um die notwendigen Schlafplätze zu schaffen. Auch die Ankleide für die Krippenkinder, die bislang unter der Treppe angebracht ist, wurde kritisiert. Insofern müsste ein weiterer kleiner Anbau geschaffen werden. Der Ruheraum wäre zu klein und vor allem müsste Platz für eine Garderobe vorhanden sein. Einen kleinen gläsernen Garderobenanbau erwägt Schulze-Bauer. An der Stelle bat Wolfgang Engel (CSU) gerade im Blick auf den Sommer aufzupassen, dass kein Glaspalast draus werde. "Wir brauchen keinen Brutkasten", sagte Engel, der anmerkte, dass es ohnehin schon schwierig sei, mit den im oberen Bereich untergebrachten Krippenkindern in den Garten zu gehen. Diese Kinder müssen getragen werden. Sebastian Heinze (BfH) hingegen würde gerne überprüft haben, ob die Räume für das Personal ausreichend seien. Hinter den Überlegungen der Räte stand die Frage: Anbau für eine Krippenplatzlösung oder eine ganz andere Lösung? Bezuschusst würde das Vorhaben aus Mitteln des Finanzausgleiches (FAG) und des Investitionsprogramms "Kinderbetreuungsfinanzierung" vom Bund. Zusammen ergibt dies Fördermittel in Höhe von 90 Prozent. Die Krippenplätze müssten bis Ende 2022 fertiggestellt werden. Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer wurde nun beauftragt, mögliche Lösungen mit dem Planungsbüro zu besprechen.

Kommandanten bestätigt

Die Hiltpoltsteiner Ortswehren haben neu gewählt. In der Feuerwehr Hiltpoltstein wurde Florian Heid als Kommandant, Stefan Windisch als dessen Stellvertreter gewählt. In Kappel wird Georg Körber Kommandant der Feuerwehr, Reinhard Igel dessen Stellvertreter. In Schossaritz wählten die Feuerwehrmitglieder Thomas Graßl zum Kommandanten. Marco März wird ihn vertreten.



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