Hetzles
Neujahrsempfang

Hetzles ehrt Mediziner, Naturschützer und Kommunalpolitiker

Auf dem Neujahrsempfang in Hetzles wurden drei Männer geehrt - für Verdienste in unterschiedlichsten Bereichen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ehrung auf dem Neujahrsempfang in Hetzles (von links): Elmar Gräßel, Franz Schmidtlein, Leonhard  Anwander und Franz Braun Foto: Karl Heinz Wirth
Ehrung auf dem Neujahrsempfang in Hetzles (von links): Elmar Gräßel, Franz Schmidtlein, Leonhard Anwander und Franz Braun Foto: Karl Heinz Wirth

Den Neujahrsempfang im Feuerwehrhaus nahm der Hetzleser Bürgermeister Franz Schmidtlein (BHH) zum Anlass, Bürgern für ihr engagiertes ehrenamtliches Wirken sowie für hervorragende Leistungen auszuzeichnen. Elmar Gräßel war bereits für seine Verdienste um die "Wissenschaft auf dem Gebiet der Altersmedizin" mit dem Theo-und-Friedl-Schöller-Preis 2018 ausgezeichnet worden, dem höchstdotierten Preis, den Wissenschaftler auf dem Gebiet der Altersmedizin bekommen. "Wir ehren heute einen Mitbürger", sagte Schmidtlein, "der in der Gemeinde nicht in der Öffentlichkeit steht, den man eher auf dem Weg zur Arbeit bemerkt, wenn er täglich, begleitet von seiner Frau Eva-Maria, bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad nach Erlangen fährt." Elmar Gräßel studierte Medizin und promovierte 1990 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, erhielt 1998 die Lehrbefugnis für Medizinische Psychologie, 2003 für Medizinische Soziologie und wurde 2006 zum Professor ernannt. Seit 2005 leitet Elmar Gräßel das Projekt "Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin" und seit April 2008 als Studienleiter das Projekt "Multimodale Aktivierungstherapie bei Demenzkranken im Pflegeheim" im Rahmen der Leuchtturm-Demenz-Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit. "Von Ihren Forschungen", trug Schmidtlein vor, "werden viele profitieren, vielen kann im Alter geholfen werden, denn jeder Zehnte der über 65-Jährigen leidet an Alzheimer- und Demenzerkrankung."

Im Landschaftspflegeverband Forchheim

Leonhard Anwander, aufgewachsen in Stöckach, wohnt seit 2014 in Hetzles. Sein Interesse für Natur und Tiere wurde durch die Eltern und seine Großmutter geweckt. Nach dem Studium der Geografie, Geologie und Botanik in Erlangen war sein Ziel, dieses Wissen weiterzugeben und konkrete Maßnahmen mit den Menschen vor Ort umzusetzen. Über das Projekt "Kultur- und Naturlandschaft Kopfeichen am Hetzleser Berg", das er seit 2010 begleitet, begann auch seine Tätigkeit beim Landschaftspflegeverband Forchheim. Wichtig für ihn ist nicht nur die Arbeit in der Gemeinde Hetzles, sondern auch in den am Projekt beteiligten Gemeinden Neunkirchen am Brand, Effeltrich und Kunreuth, wenngleich die meisten Maßnahmen in Hetzles durchgeführt werden, da es dort die meisten Kopfeichen und die besten Streuobstwiesen gibt. Anwander blickt auf eine große Erfolgsliste zurück. So werden mittlerweile fast 600 Kopfeichen und 500 Hochstämme (Streuobst) gepflegt. 300 Obstbäume wurden neu gepflanzt, der Steinbruch entbuscht sowie der zwölf Kilometer lange Kulturerlebnisweg "Kopfeichenland" mit 18 Lehrtafeln ausgestattet. Für all diese Projekte erhielt Anwander 2018 den UN-Dekaden-Preis "Biologische Vielfalt". Dies sei allerdings nur durch die Mitarbeit der fast 100 Eigentümer, beteiligten Gemeinden und der Landwirte möglich gewesen, betonte Anwander. "Als Dritten ehren wir einen Menschen", sagte Schmidtlein, "dem im Dezember 2018 die Dankesurkunde für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung vom bayerischen Staatsminister des Innern Joachim Herrmann verliehen wurde." Franz Braun wurde 1996 in den Gemeinderat gewählt, seit dieser Zeit war er Verwaltungsrat in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Dormitz und war von 2002 bis 2008 Zweiter Bürgermeister. In den verschiedensten Ausschüssen setzte er sich für die Belange seiner Heimatgemeinde ein und unterstützte Bürgermeister Schmidtlein von Beginn seiner Amtszeit an. Das gemeindliche Leben bereicherte er durch seine langjährige Tätigkeit als Leiter des Bibelkreises in Hetzles. Anschließend trugen sich die drei Geehrten ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Die Kindertanzgruppe "Die Glann" unterhielt die Gäste mit Tanz und Gesang, Susanna Braun und Hanna Braun mit einem Musikstück.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren