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Gemeinderat

Hausen genehmigt neues Wohngebiet "Am Wöhrgarten"

Hausen wächst weiter: In seiner Sitzung fasste der Gemeinderat mehrheitlich den Beschluss, ein neues Baugebiet am östlichen Ortsrand auszuweisen.
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Der Gemeinderat Hausen ebnete den Weg für ein neues Baugebiet. Symbolfoto: Armin Weigel/dpa
Der Gemeinderat Hausen ebnete den Weg für ein neues Baugebiet. Symbolfoto: Armin Weigel/dpa
Der Gemeinderat bekräftigte seine Absichtserklärung mit der Fassung eines Aufstellungsbeschlusses.

Mehrere private Investorenfamilien lassen Hausen nun weiterwachsen. Als Vertreter der beteiligten Familien stellte Matthias Zeißner zusammen mit Jörg Meier vom Planungsbüro Höhnen und Partner aus Bamberg das Konzept vor. So beträgt die Größe des Baugebietes rund 3,1 Hektar.

Das beplante Gebiet grenzt östlich an die Industriestraße an und soll sich laut der Auffassung von Investoren und Planer optimal als Abrundung der bestehenden Bebauung in das Ortsbild einfügen. Vorgeschlagen wurde von den Investoren-Familien eine Bebauung mit Einfamilien-, Doppel-, sowie Mehrfamilienhäusern.


40 Prozent für Gemeinde

Vom Baugebiet würde die Gemeinde nicht unerheblich profitieren, denn die mehr als zehn verschiedenen Eigentümer erklären sich bereit, rund 40 Prozent der Flächen ersatzlos an die Gemeinde abzutreten. Immerhin kommt so die Gemeinde in den Genuss von über 8000 Quadratmetern Bauland - ohne finanzielle Vorausleistungen.

Im Gegenteil: Als größter Grundstückseigentümer würde ein Verkauf dieser Flächen wahrscheinlich weit über eine Million Euro in die Kasse der finanzschwachen Gemeinde spülen. Realisiert werden soll das Projekt im beschleunigten und vereinfachten Bebauungsplanverfahren.


Weitere Flächen einbeziehen?

Ganz reibungslos ging die Beschlussfassung aber nicht über die Bühne. Gemeinderätin Gerlinde Kraus (SPD) setzte sich hartnäckig dafür ein, dass in das Plangebiet auch weitere angrenzende Nachbarn einbezogen werden. Zwei angrenzende Eigentümer hatten dies zuvor bei der Gemeinde beantragt. Aufgrund der Größe der betreffenden Grundstücke äußerten die Planer und Investoren ihre Bedenken, da die Planfläche dann um 50 Prozent wachse. Die Planer befürchten, dass das neue Volumen nicht genehmigungsfähig sei. Allenfalls kleine Teilflächen könne man in die Planungen einbeziehen.

Die UWG stellte sich komplett gegen das Projekt und stimmte auch dagegen. Der Aufstellungsbeschluss über das Wohngebiet "Am Wöhrgarten" wurde mit 8:4 gefasst. Die drei anwesenden der vier UWG-Gemeinderäte waren komplett dagegen. Die vierte Gegenstimme kam von der SPD (Anmerkung: Im ursprünglichen Bericht hatte es fälschlicherweise geheißen, alle vier Gegenstimmen seien von der UWG gekommen.). Die UWG hätte gerne die Neuausweisung eines Plangebietes an anderer Stelle in Hausen gesehen.

Auf Wunsch mehrerer Gemeinderäte wurde das Planungsbüro schließlich von der Gemeinde beauftragt, zu prüfen, ob Teile der benachbarten Grundstücke noch sinnvoll in die bestehende Planung einbezogen werden können.


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