Gräfenberg

Hans Derbfuß ist Bürgermeisterkandidat der CSU

Hans Derbfuß wurde von der CSU Gräfenberg einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert.
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Die CSU präsentiert ihren Bürgermeisterkandidaten Hans Derbfuß (3. v. l.). Foto: Petra Malbrich
Die CSU präsentiert ihren Bürgermeisterkandidaten Hans Derbfuß (3. v. l.). Foto: Petra Malbrich

Das Ergebnis durfte der Neunkirchener CSU-Bürgermeisterkandidat Martin Walz in der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Brehmer in Gräfenberg verkünden.

Einen Rat hatte Walz für die Gräfenberger Listenkandidaten dabei: "Wir müssen Hans Derbfuß in den nächsten Monaten nicht nur unterstützen, sondern für ihn werben, dass er die Zukunft von Gräfenberg gestalten möchte." Das fand Anklang bei den Kandidaten.

Hans Derbfuß dankte für das Vertrauen und erinnerte an die vergangene Wahl. "Vor sechs Jahren sind wir mit einer jungen, ausgeglichenen, guten Mannschaft angetreten und haben vier Mann in den Stadtrat gebracht. Dort haben wir immer zum Wohle der Stadt agiert und Parteipolitik außen vorgelassen", betonte Derbfuß. Das sei an den oft einstimmigen Beschlüssen erkennbar. Allerdings habe die CSU auch klar benannt, was drückte und nicht passte. Bei den Vorstellungen der Grünen habe die CSU kein Blatt vor den Mund genommen. "Wenn wir dafür auch oft kritisiert wurden: Aber wir sind nicht dafür da, für ein ruhiges Leben für den Bürgermeister zu sorgen, sondern zu benennen, was los ist", meinte Derbfuß.

Weitermachen möchte Hans Derbfuß, weil es viele Dinge gebe, die man besser machen könne, wären doch etliche Entwicklungen vorhersehbar gewesen wie beim Kindergarten. Die CSU wollte, dass er in städtischer Hand bleibe. Nun sei die CSU zwar mit der Trägerschaft der Diakonie zufrieden, doch die Annahme der Befürworter der Diakonie, die Stadt müsse sich dann nicht mehr um den Kindergarten kümmern, sei falsch. "Die Gegner haben ihren Willen durchgeboxt. Jetzt fällt es uns doch wieder auf die Füße. Vergangene Woche haben wir ein Provisorium in Auftrag gegeben, das zwei Jahre bleibt. Letztendlich müssen wir doch einen neuen Kindergarten bauen", beschreibt Derbfuß die Entwicklung.

In der Schule fehlen Räume. Dass die Ganztagsschulen kommen, sei längst bekannt. Doch nun wurde umgebaut, um den Brandschutz zu gewährleisten. Weitere Räume gebe es nicht. "Warum zieht man das nicht auf einmal durch? Das wird in sämtlichen Schulen gemacht. Warum funktioniert es in Gräfenberg nicht?", warf Derbfuß in die Runde.

Das Scheunenviertel sei ein weiteres Beispiel. Dem Kauf der Scheunen habe auch die CSU zugestimmt. "Damit wir wenigstens die Grundstücke haben. Dass die Scheunen gesichert werden müssen, ist klar, denn es verlaufen Wanderwege dort. Aber inzwischen haben wir so viele Gutachten, dass wir die Verwandtschaftsverhältnisse der Holzwürmer kennen", kritisierte Derbfuß.

Die angesetzten Kosten für die Freibadsanierung würden längst nicht mehr stimmen. Trotzdem sei mit den alten Zahlen der Förderantrag abgegeben worden.

Bleibt der Haushalt. Die Zahlen würden schön aussehen. "Aber es ist nichts passiert", bemängelte Derbfuß. Zum Ziel der -neutralen Stadt fand der Bürgermeisterkandidat auch klare Worte. Die PV-Dächer der Kommunen seien bereits unter dem vorherigen Bürgermeister umgesetzt worden. Die Solarparkwiesen seien ein Verdienst der Landwirtschaft, "nicht des amtierenden Bürgermeisters. Man sollte den Ruhm denen lassen, denen er gebührt".

Das Ziel für neue Wahlperiode benannte Derbfuß mit "fünf plus": entweder mit fünf plus einem weiteren Stadtrat oder mit fünf Gemeinderäten und ihm als Bürgermeister.

Die Liste

Die CSU-Liste: Hans Derbfuß (Gräfenberg), Lars Laufer (Sollenberg), Thomas Müller (Gräfenberg), Roland Hofmann (Haidhof), Alexander Kral (Lillinger Höhe), Heidi Kellermann-Lomitschka (Gräfenbg.), Heiko Hofmann (Thuisbrunn), Günter Link (Kasberg), Christian Hübner (Gräfenberg), Sandra Lampret (Gräfenberg), Werner Lodes (Gräfenberg), Marcel Lampret (Walkersbrunn), Karin Seibold (Gräfenberg), Karl Otzmann (Lilling), Michael Heid (Walkersbrunn), Jonas Mirschberger (Sollenberg); Ersatz: Thomas Frank (Gräfenberg).

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