Forchheim
Schule

Hainbrunnenschule in Forchheim feiert 50. Geburtstag

Die Hainbrunnenschule feiert ihren 50. Geburtstag. Gefeiert wird vor allem mit denen, für die die Schule damals gegründet wurde: den Kindern.
Artikel drucken Artikel einbetten
Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme Niklas Schmitt
Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme Niklas Schmitt

Die Freude war den Beschenkten anzusehen. Doch Grund zur Freude gab es auf beiden Seiten. Denn vor 50 Jahren wurde die Hainbrunnenschule unter Trägerschaft der Lebenshilfe Forchheim gegründet. Das Jubiläum nahm die Schulleitung zum Anlass, den Kindern ein Geschenk zu machen: Das Duo "Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme" spielte am Dienstagmorgen für die Schüler.

"Geburtstag hat mit Geschenken zu tun, alle sollen Spaß haben", sagt Schulleiterin Susanne Opel und ist froh über die Spende von Lebenshilfe und Schulelternbeirat, die das Konzert erst ermöglicht hat.

Frühlingskonzert und Sommerfest

Schließlich geht es in der Schule darum, sich ganz auf die Wünsche der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf einzulassen und sich nach deren individueller Entwicklung zu richten. So betont Opel auch, dass die Sonderschullehrer, Erzieher, Pädagogen oder Kinderpflegerinnen die Freude der Kinder zurückbekämen.

Das heißt aber nun nicht, dass die Erwachsenen den Geburtstag nicht feiern können. Beim traditionellen Frühlingskonzert am 29. Mai werden die Darbietungen auf das Jubiläum abgestimmt werden, so Opel.

Außerdem wird es am 20. Juli ebenso noch das Sommerfest der Lebenshilfe mit einer Kunstaustellung geben. "Wir machen selber was für uns", beschreibt die Schulleiterin diese Bescheidenheit.

Dabei gibt es keinen Grund dafür, das Licht der Hainbrunnenschule unter den Scheffel zu stellen. Etwa 90 Schüler sind momentan auf der Schule. Dazu kommen noch 25 in der Schulvorbereitenden Einrichtung. Die Hainbrunnenschule unterrichtet Schüler, die Förderbedarf in ihrer Entwicklung haben. Der Unterschied zu einer "normalen" Schule fasst Opel schnell zusammen: "Das Besondere ist, dass unsere Kinder gerne kommen." Die Klassen sind mit maximal zwölf Kindern sehr klein.

Schüler für sich selbst fördern

Das ermöglicht die notwendige individuelle Betreuung für jedes einzelne. Denn: "Jedes Kind muss angeschaut werden." Und der Pflegebedarf sei bei den vielen unterschiedlichen Schülern sehr hoch. Da sei es wichtig, vom Kind auszugehen. Denn auf der Hainbrunnenschule gebe es keine Lehrpläne, sondern nur die Ziele, die sich die Schüler selbst setzten. "Wir versuchen, die Schüler für sich selbst zu fördern", sagt Opel.

Das sei in integrativen Klassen, wie sie manche Schulen bereits anbieten, nicht immer möglich. Allerdings will Opel das nicht als Kritik verstehen, im Gegenteil betont sie die mittlerweile andere Einstellung auf dem Gebiet der Pädagogik. Das führt dazu, dass Eltern nun frei entscheiden können, was sie am besten für ihr Kind halten.

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren