Dormitz
Gemeinderat

Grundschule in Dormitz muss dringend saniert werden

Der Gemeinderat Dormitz hat den Haushalt beschlossen. Ein großes künftiges Projekt wird die Sanierung der Schule sein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Grundschule Dormitz  muss saniert werden. Die Schulkinder machen zum Teil schon auf den Gängen ihre Hausaufgaben.  Foto: Karl Heinz Wirth
Die Grundschule Dormitz muss saniert werden. Die Schulkinder machen zum Teil schon auf den Gängen ihre Hausaufgaben. Foto: Karl Heinz Wirth

Seinen Haushalt für 2019 mit einem Gesamtvolumen von 5.547.600 Euro hat der Gemeinderat Dormitz einstimmig beschlossen. Bürgermeister Holger Bezold (FW) erklärte, "dass trotz einer Erhöhung des Haushaltsvolumens um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr es ein realistischer Haushalt ist". Bezold erinnerte in seiner Haushaltsrede daran, dass bei seinem ersten Haushalt 2015 der Stand der Schulden bei 639.768 Euro lag. Zum 31. Dezember 2018 habe die Kommune nach Abzug der Tilgungsleistungen nur noch 380.069 Euro Schulden.

Gewerbegebiet "Langenau"

Darin enthalten ist eine Darlehenssumme für das Gewerbegebiet "Langenau", die aktuell 315.000 Euro beträgt. Mit einer Sondertilgung von 45.000 Euro sinkt das Darlehen auf 270.000 Euro. Seit der Kreditaufnahme hat die Gemeinde Dormitz für das Gewerbegebiet "Langenau" 147.000 Euro an Zinsen bezahlt, was zahlreiche Gemeinderäte veranlasste, dies kritisch zu hinterfragen. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 180,73 Euro. Der Landesdurchschnitt liegt bei 606. Der Haushalt wurde von Kämmerin Ursula Lauterbach sehr konservativ geplant. Als größte Einnahmequelle im Verwaltungshaushalt ist der Einkommensteueranteil mit 1.813.000 Euro zu erwarten (plus 100.000). Bei der Gewerbesteuer wurden 170.000 Euro festgesetzt. Beträchtliche Ausgaben sind die Kreisumlage mit 894.800 Euro, die Verwaltungsumlage der VG Dormitz mit 394.700 Euro und die Betriebskostenumlage des Abwasserverbandes mit 145.600 Euro. Die im Verwaltungshaushalt erwirtschafteten Gelder in Höhe von 184.100 Euro werden dem Vermögenshaushalt zugeführt. Hier wurden 1.537.800 Euro in den Einnahmen und Ausgaben veranschlagt. Für die Spielplätze "Gründeläckerstraße" und "An der Schule" wurden für Spielgeräte 13.000 Euro bereitgestellt. Die Zimmerausstattungen im Kindergarten müssen nach 25 Jahren erneuert werden. Hierfür genehmigten die Räte pro Jahr und Gruppenraum 10.000 Euro. Zusätzlich müssen zwei Räume mit einem neuen Bodenbelag ausgestattet werden, wofür 9000 Euro bereitgestellt werden.

Neubau des Kindergartens

An Investitionskosten für den Neubau eines zusätzlichen zweigruppigen Kindergartens wurden im Haushalt 2019 und im Finanzplanungszeitraum 2020 und 2021 Baukosten in Höhe von 835.000 Euro veranschlagt. Im Baugebiet "Gründeläcker II" wurde die fehlende Asphaltdecke aufgebracht. Hier wird mit Erschließungsbeiträgen von 70.000 Euro gerechnet. Die Sanierung der Wege im alten Friedhof wurde mit 30.000 Euro eingeplant. Zusammenfassend bezeichnete die Kämmerin die finanzielle Situation der Gemeinde als positiv.

Bürgerentscheid

Bürgermeister Bezold informierte über das amtliche Endergebnis des Bürgerentscheids. Somit bleibt der Bürgermeister ab der Wahlperiode 2020 ehrenamtlich. Die Grundschule bedarf nach 50 Jahren einer dringenden Sanierung. Hierzu stellte das Ingenieurbüro Baptistella eine Bestandsaufnahme unter den Gesichtspunkten Modernisierung, Sanierung und Erweiterbarkeit vor. Grundsätzlich, so der Planer, sei die Bausubstanz in Ordnung. Er plädierte für ein Sanierungskonzept. Nach längerer Diskussion konnten sich die Räte nicht zu einem Konsens durchringen. Ebenfalls größeren Diskussionsbedarf hatten die Räte beim Tagesordnungspunkt Straßenzustandserfassung und Vergabe. Um den Straßenzustand und den Sanierungsaufwand festlegen und darstellen zu können, ist es notwendig, den Zustand der circa zwölf Kilometer Gemeindestraßen in einer Datenbank zu erfassen, um in einer Prioritätenliste festzulegen, wo dringender Sanierungsbedarf ist. Die Räte stellten den Tagesordnungspunkt zurück.

Der Haushalt in Zahlen

Gesamthaushalt 5.547.600 Euro Verwaltungshaushalt 4.009.800 Euro Wichtige Ausgaben: Vermögenshaushalt 1.537.800 Euro, Kreisumlage 894.800 Euro, Zuführungsbetrag 184.100 Euro, Verwaltungsumlage 394.700 Euro, Personalausgaben 1.388.600 Euro Wichtige Einnahmen : Einkommensteueranteil 1.813.000 Euro, Gewerbesteuer 170.000 Euro Wichtige Investitionen: Absauganlage Feuerwehr 32.000 Euro, Schlüsselzuweisung 440.000 Euro, Investition Abwasserverband 130.000 Euro, Brückensanierung 350.000 Euro, LED-Beleuchtung 25.000 Euro

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren