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Wiesenthau
Fassade

Grüne Zukunft für die Kinder in der Kita Wiesenthau

Das vorgelegte Farbkonzept für die Kita in Wiesenthau überzeugte die Gemeinderäte. Sie wollen es grün.
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Für den Anbau des Kindergartens und der Kinderkrippe mit Bistro hatte das Architekturbüro Amtmann vier Vorschläge für das Farbkonzept der Fassade erstellt. Die präsentierte Bürgermeister Bernd Drummer (BGW) im Gemeinderat.

Die Räte waren sich gleich einig, dass sie keine "fade" Farbe haben wollten, sondern "eine gute Mischung". Besonders das grüne Konzept gefiel ihnen: Sie beschlossen es schnell und einstimmig. Drummer meinte, dass die geplanten Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro eingehalten werden dürften.

"Bei der Innenausstattung wollen wir uns eventuell ein wenig mehr genehmigen", meinte der Bürgermeister und schlug vor, dass man vielleicht auch gleich beim Altbau Hand anlegen könne, denn dieser sei ja auch bereits über 30 Jahre alt: "Wir müssen da irgendwann zwangsläufig was machen, wie zum Beispiel neue Fenster einbauen."

Er schlug vor, den Altbestand für geschätzte 20 000 Euro streichen zu lassen. "Bei einer Sicherheitsbegehung wurde festgestellt, dass die Fenster einen bestimmten Stempel nicht haben", erläuterte der Bürgermeister und empfahl, diese auszutauschen. Er rechnet mit Kosten in Höhe von 55 000 Euro.

In den Sanitäranlagen sind Fliesen gesprungen, auch Waschbecken und Spiegel seien in schlechtem Zustand. Drummer schlug vor, sie für schätzungsweise 54 000 Euro zu erneuern.

Die nicht mehr zeitgemäßen Lampen sollten ebenfalls für etwa 10 000 Euro ausgetauscht werden. "Mit etwa 150 000 bis 170 000 Euro könnten wir den Altbestand gleich herrichten", fasste Bürgermeister Drummer zusammen. Das sahen die Ratsmitglieder ebenso. Der Bürgermeister soll sich des Themas annehmen.

Außerdem beauftragte das Gremium Drummer, sich um ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 für die Feuerwehr Schlaifhausen zu kümmern. In der Dezembersitzung war den Gemeinderäten der Feuerwehrbedarfsplan vorgestellt worden. Dabei war unter anderem festgestellt worden, dass das Fahrzeug in Schlaifhausen über 30 Jahre alt ist.

LF 10 kostet 350 000 Euro

Die Feuerwehr hatte deshalb einen Antrag auf ein neues Fahrzeug gestellt und Informationen über Kosten eingeholt. Das Fahrgestell des LF 10 kostet vermutlich 85 000 Euro, der Aufbau 210 000 Euro und die Ausstattung 60 000 Euro. Die Gemeinderäte diskutierten, ob man nicht erst den Bedarfsplan umsetzen solle. Sie kamen jedoch zur Ansicht, dass das zu lang dauern könnte.

Auch der Neubau eines Feuerwehrgebäudes kam zur Sprache, doch dabei gibt es Probleme mit dem Grundstückserwerb. Das Gremium war der Ansicht, dass das Fahrzeug wichtig für die Sicherheit der Bürger ist, deshalb beschloss der Gemeinderat, dass ein LF 10 angeschafft werden solle.

Wohnbau, Gewerbeflächen und Kinderbetreuung stehen im Fokus Im Gemeinderat Wiesenthau stellte Bürgermeister Bernd Drummer (BGW) Zahlen für den Haushalt 2020 zur Vorberatung vor.

Zum Beispiel sind eine Million Euro für die Erschließung des Baugebiets geplant, 350 000 Euro für die Erschließung des Gewerbegebiets und 1,1 Millionen Euro für die Erweiterung der Kindertagesstätte. Für den Erwerb von Grundstücken hat Drummer 100 000 Euro eingeplant und für die energetische Sanierung der Schule 200 000 Euro. Er schlug dem Gremium vor, insgesamt 3,19 Millionen Euro an Ausgaben in den Haushalt 2020 einzustellen.

Konzeptkosten

Für ein Konzept zur Dorferneuerung plant der Bürgermeister je 50 000 Euro in diesem und im nächsten Jahr ein. An dieser Stelle stellte Gemeinderat Otto Roppelt (BGW) den Antrag zur Gründung einer "Initiative zur Schaffung und Erhaltung von attraktivem Wohn- und Gewerberaum". Er schlug vor, einen Fonds zu bilden, in den jedes Jahr 50 000 Euro eingestellt werden. Durch die Initiative soll der Ortskern belebt und das Ortsbild verschönert werden.

Damit soll der Ort für Bauwillige und Gewerbetreibende attraktiver werden. Auch soll vermieden werden, dass Flächen und Gebäude brachliegen oder leerstehen.

Für diese Initiative sollen zwei weitere Personen in den Bauausschuss aufgenommen werden, die dann dafür verantwortlich sein sollen. Sie sollen unter anderem mit Bürgern sprechen und Verhandlungen aufnehmen, um Leerstände zu vermeiden, Gebäude und Freiflächen zu kaufen und diese einer sinnvollen Wohn- oder Gewerbenutzung zuzuführen. Auch sollen sie Bürger auf Förderprogramme hinweisen und bei der Antragstellung helfen.

"Dafür braucht man aber ein Konzept. Und dafür braucht man ein Planungsbüro, das dieses erstellt. Und da kann rauskommen, dass in der Innenentwicklung etwas getan werden muss", gab Drummer zu bedenken. Für ein Konzept dafür seien in den nächsten beiden Jahren 100 000 Euro im Haushalt eingeplant.

Ein Gemeinderat schlug einen Rad- und Gehweg nahe der Schule vor, da er Sorge hat, dass Kinder hier verunglücken können. Für diese Straße ist jedoch der Landkreis verantwortlich. Trotzdem möchte das Gremium etwas tun und wollte 130 000 Euro dafür eingeplant wissen.

Auftrag erteilt

Kosten für die Sanierung des alten Rathauses können aktuell noch nicht geplant werden, da auch hier das Konzept zur Dorferneuerung fehlt. Die Räte beschlossen, dass dieses Konzept in Angriff genommen werden soll.

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