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Heroldsbach
Bürgermeister-Stichwahl

Graf Bentzel setzt sich klar durch

Der CSU-Kandidat holt 56,99 Prozent der Wählerstimmen und sichert sich in Heroldsbach das Bürgermeisteramt deutlich vor seinem Mitbewerber Peter Münch von den Freien Wählern.
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Wahlsieger Benedikt Graf von Bentzel mit seiner Frau Hana. Foto: Michaela Hofmann
Wahlsieger Benedikt Graf von Bentzel mit seiner Frau Hana. Foto: Michaela Hofmann

"Ich freue mich massiv auf die Arbeit, die nun vor mir liegt. Auf die Möglichkeit, die Gemeinde zu gestalten - auch in Zeiten von Corona - gemeinsam mit der Verwaltung, mit den Fraktionen und mit unserer Nachbargemeinde Hausen" erklärte Benedikt Graf von Bentzel, CSU, der die Stichwahl um den Bürgermeistertitel in Heroldsbach gewonnen hat.

Die Freude war deutlich hörbar in seiner Stimme, ebenso wie die Erleichterung, mit rund 500 Stimmen Vorsprung aus dem Rennen gegangen zu sein. Wichtig sei ihm allen voran Offenheit in der Kommunikation, um die richtigen Entscheidungen für die Großgemeinde treffen zu können. "Kurzfristig prüfen möchte ich viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, die ich aus dem "Haustürwahlkampf" mitgenommen habe. Unter anderem das Stichwort Geschwindigkeit innerorts wurde häufig erwähnt," informierte er. Darüber hinaus seien ihm die Themen "Grünes Band für Heroldsbach" wichtig, aber auch Aufenthaltsorte für Jugendliche, Ferienbetreuung und die Schaffung von Kindergartenplätzen. "Ich habe viele Gedanken in meinem Kopf, aber jetzt wird erst mal mit der Familie bei einem Gläschen Sekt gefeiert."

Sein Herausforderer Peter Münch, FW, nahm das Ergebnis gefasst auf: "Das muss man akzeptieren, das ist Demokratie." Sein Dank gelte seinen Unterstützern, die gemeinsam mit ihm die Kampagne mutig und positiv geführt haben. "Als ich angetreten bin gegen einen schier übermächtigen Gegner, prognostizierte man mir ein Wahlergebnis von 20 zu 80 Prozent. Dass Name und Geld scheinbar mehr zählen als Fachkompetenz ist hart. Mein Ergebnis beurteile ich als sehr respektabel. Alles andere werden die nächsten sechs Jahre zeigen." Auch wenn er sein persönliches Ziel, Bürgermeister zu werden, verfehlt habe, werde er als Gemeinde- und Kreisrat seiner Verpflichtung weiterhin mit dem gewohnten Einsatz nachkommen. "Ich setze mich für meine Werte und Überzeugungen ein. Auch in der Opposition." Durch seine Kandidatur habe er die Großgemeinde Heroldsbach von einer neuen Seite kennen gelernt: Er wisse nun, wer ehrlich sei, wem er vertrauen und auf wen er bauen könne. "Das hilft mir auch für meine weitere politische Tätigkeit."