Dormitz
Germany's Next Topmodel

GNTM 2018: Brüste zeigen für den großen Traum

Die 13. Staffel von "Germany's Next Topmodel" beginnt mit Tränen und viel nackter Haut. In der ersten Folge ist auch die ehemalige Miss Nürnberg zu sehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Julia Prokopy aus Dormitz ist unter den Top 50 bei GNTM. In der ersten Folge war die Oberfränkin zu sehen. Foto: privat
Julia Prokopy aus Dormitz ist unter den Top 50 bei GNTM. In der ersten Folge war die Oberfränkin zu sehen. Foto: privat
Bereits zum 13. Mal sucht Heide Klum nach "Germany's Next Topmodel". An ihrer Seite sitzen ihre beiden männlichen Kollegen Thomas Hayo und Michael Michalsky. In der ersten Folge der ProSieben-Sendung war auch Julia aus Dormitz mit dabei und musste sich den ersten Aufgaben stellen. Die 22-jährige Fränkin suchte bereits beim "Bachelor" nach der großen Liebe, jetzt versucht sie ihr Glück vor der GNTM-Jury. Während die 13. Staffel der Sendung in ihrer Kandidatinnenwahl zunächst toleranter erscheint, wird im Laufe der ersten Folge sehr schnell deutlich, dass GNTM auch 2018 reichlich Material liefert, um die Sexismus-Debatte anzufeuern.


"In diesem Jahr wird alles anders", das versprach Heidi Klum zu Beginn der ersten Folge der 13. Staffel. Bei einem offenen Casting in München haben Hunderte von Mädchen versucht Heidi Klum und ihre Jurymitglieder Thomas Hayo und Michael Michalsky von sich zu überzeugen. Darunter auch die Dormitzerin Julia Prokopy.

In kleinen Gruppen laufen die Kandidatinnen einen Catwalk entlang und werden von Thomas und Michael kritisch gemustert. Die Juroren picken sich dann die in ihren Augen schönsten Mädchen heraus, um sie in ihr Team aufzunehmen.


GNTM: Weitere Fränkin unter Top 50

Die erste Fränkin die sich vor der Jury präsentiert war aber nicht die Forchheimerin, sondern Selma. Die 24-Jährige kommt aus Nürnberg und ist Objektleiterin einer Reinigungsfirma. "Jetzt oder nie", hat sie sich gedacht und an dem Casting teilgenommen. "Ich find' dich extrem cool", sagt Thomas. Auch Michael ist von der Nürnbergerin begeistert. Die Entscheidung, in welches Team Selma gehen möchte liegt nun bei ihr. Relativ schnell entscheidet sie sich für Team Michael.


Erster Auftritt erst nach 100 Minuten

Besonders oft zu sehen war die 22-Jährigen aus Dormitz nicht. Erst nach Minuten knapp 100 Minuten kommt Julia das erste Mal zu Wort. Von ihrem Auftritt beim Casting war in der Folge nichts zu sehen. "Die Stimmung ist ziemlich angespannt, weil wir jetzt zum ersten Mal Heidi treffen werden", sagt sie im Interview. In der Karibik treffen die Top 50 auf die Chef-Jurorin, die bereits in der ersten Folge gnadenlos aussortiert.

"Die Hälfte von unseren Mädels muss wieder zurück nach Deutschland fliegen. Jetzt ist man natürlich wahnsinnig aufgeregt" erzählt Julia im Interview. Jedes Mädchen soll in einem 60-Sekunden-Shooting Heidi von sich überzeugen.


Sexismus und kurvige Models


Total untypisch für die Sendung schaffen es in diesem Jahr auch Frauen, die nicht die typischen Modelmaße von 90-60-90 haben, in die nächste Runde und somit unter die Top 50. Im Allgemeinen könnten die Kandidatinnen nicht unterschiedlicher sein - egal ob Ärztin, Punkerin oder Mutter.

Auf der einen Seite versucht sich die Sendung weltoffen und tolerant zu zeigen und so dem aktuellen "Body positivity"-Trend gerecht zu werden. Auf der anderen Seite weht dem Format reichlich Kritik für ihr gewohnt sexistische Darstellung von Heidis "Mädels" entgegen. "Wer ist bereit, für den großen Traum seine Grenzen zu überschreiten?", fragt Klum die Nachwuchsmodels in der ersten Folge der 13. Staffel, als wären entblößte Brüste und weinende Frauen heutzutage die einzige Möglichkeit den Fernsehzuschauer zufrieden zu stellen. "Ich glaube, ich kann das nicht", beanstandet eine der jungen Kandidatinnen und tut es dann doch: Über ihre Grenzen gehen. Eine der ersten Aufgaben für die Kandidatinnen ist ein Oben-Ohne-Shooting.

Zu Zeiten in denen Deutschland über Themen wie #MeeToo und Geschlechterrollen diskutiert, scheint ProSieben sich aus Trotz in die genau entgegengesetzte Richtung zu bewegen und "Germany's Next Topmodel" noch das Sexismus-Sahnehäubchen zu verpassen.


Kaum Sendezeit für Julia P.

Die Minuten vergehen und ein Mädchen nach dem Anderen muss zum Shooting. Aber auch das Fotoshooting von Julia war nicht zu sehen. Still, leise und ohne großen Auftritt der Oberfränkin endete die erste Folge von Germanys Next Topmodel. In die nächste Runde scheint es Julia Prokopy nicht geschafft zu haben. Die Nürnbergerin Selma hingegen darf unter Vorbehalt eine Runde weiter.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren