Pretzfeld
Marktgemeinderat

Gerhard Kraft hat "Burglind" hautnah miterlebt

Am Rande der Pretzfelder Gemeinderatssitzung berichtete der Dritte Bürgermeister von den Schäden durch das Sturmtief und den Zusammenhalt in Lützelsdorf.
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Sturmschäden in Lützelsdorf Foto: Franz Galster
Sturmschäden in Lützelsdorf Foto: Franz Galster
In der Sitzung des Marktgemeinderates Pretzfeld gratulierte Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökol.) dem Dritten Bürgermeister Gerhard Kraft (FW) nachträglich zu seinem Geburtstag am 3. Januar, an dem das Sturmtief "Burglind" über Lützelsdorf hinweggefegt war. Die Bürgermeisterin meinte, dass Kollege Kraft an diesem Tag wohl mit anderen Dingen beschäftigt war, da sein Traktor und seine Scheune in Mitleidenschaft gezogen worden waren.

"Da war früh gegen 9 Uhr plötzlich der Strom weg", erzählte der Lützelsdorfer Gerhard Kraft nach der Sitzung. Kurz darauf fiel ihm auf, dass ständig Autos in seinem Hof wendeten. Als er nachschaute, sah er, dass auf der Straße in beide Richtungen viele Bäume lagen. "Ich hab‘ mich gar nicht erst umgezogen, sondern hab‘ mich spontan auf meinen Traktor gesetzt und bin rausgefahren und hab‘ Bäume weggeräumt", berichtete Kraft.

Fast das ganze Dorf sei in kürzester Zeit unterwegs gewesen. Die Feuerwehrleute kümmerten sich um die Straßen, Privatpersonen um die Schäden an den Gebäuden; vorwiegend an den Dächern. "Das mit meinem Scheunentor war nicht so tragisch. Da hatten die anderen viel schlimmere Schäden", meinte der Marktgemeinderat und bestätigte, dass der Sturm eine Schneise der Verwüstung hinterlassen habe.


Bei Reparatur abgestürzt

"Da hat sich unsere Dorfgemeinschaft gegenseitig geholfen. Das ist bei uns normal", sagte Kraft und berichtete weiter, dass am Tag danach ein Dorfbewohner bei der Reparatur seines Daches abgestürzt sei und sich schlimm verletzt habe.


Thema Haushalt

Zudem informierte Bürgermeisterin Rose Stark in der Sitzung, dass das Landratsamt Forchheim die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für 2017 zur Kenntnis genommen habe.


Denkmal zum Reformations-Jubiläum

Danach beschloss das Gremium, der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde die Errichtung eines religiösen Denkmals anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation zu genehmigen. Es soll am "Kreuzäcker" ein Feldkreuz angebracht und ein Apfelbaum gepflanzt werden.

Zudem will die Gemeinde mit der Polizei besprechen, ob man eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Straße zur Schule auf 15 km/h einrichten könnte. Einer Verlängerung des Zebrastreifens in der Trattstraße wollte das Gremium nicht zustimmen, da im Rahmen künftiger Entwicklungskonzepte eventuell bauliche Maßnahmen dort durchgeführt werden.

Danach beschlossen die Räte, 500 Wegweisertäfelchen für 862 Euro anzuschaffen, die der Wegewart anbringen kann, wenn diese entlang des Kirschenwegs mutwillig entfernt werden.

Rose Stark informierte die Marktgemeinderäte, dass sich die Kosten für die Gebäudereinigung erhöht haben. Außerdem beschloss das Gremium, den Restbetrag eines Darlehens, das im März ausläuft, zu tilgen. Es handelt sich um einen Darlehnsrestbetrag in Höhe von 101.000 Euro.


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