Kleinsendelbach
Gemeinderat

Genervte Steinbacher bekommen eine Verkehrsinsel

Von Frohnhof kommend donnern Autos und Lastwagen in den Ort Steinbach hinein. Die Bewohner wollen das nicht mehr hinnehmen.
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Eine Verkehrsinsel soll hier in Steinbach dafür sorgen, dass Geschwindigkeit und Lärm der Fahrzeuge reduziert wird. Foto: Petra Malbrich
Eine Verkehrsinsel soll hier in Steinbach dafür sorgen, dass Geschwindigkeit und Lärm der Fahrzeuge reduziert wird. Foto: Petra Malbrich
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Den Anwohnern am östlichen Ortseingang von Steinbach reicht es. Autos und Lastwagen fahren zu schnell ins Dorf. Diese Geschwindigkeiten und vor allem den dadurch entstehenden Lärm wollen sich die Anwohner nicht mehr länger gefallen lassen. Ein Anwohner hat deshalb Unterschriften gesammelt und dem Gemeinderat Kleinsendelbach überreicht.

Der Bürger regte in seinem Schreiben an, von Frohnhof kommend eine Verkehrsinsel einzubauen. So sollen künftig der Lärm und die Geschwindigkeiten reduziert werden. Im Gremium stieß er mit diesem Antrag auf offene Ohren.

Einstimmig wurde Unterstützung beschlossen, weshalb die Gemeinde diesen Antrag bei dem Staatlichen Straßenbauamt einreichen will. Damit nicht genug: In der konstruktiven Diskussion kam auch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h bei der Kreuzung nach Brand (Kreis Erlangen-Höchstadt) ins Gespräch. Warum diese Geschwindigkeitsbegrenzung nicht bis ins nahe Steinbach ausdehnen?

Somit wurde auch diese Anregung für den Antrag aufgenommen und zu guter Letzt ebenfalls die Idee, die Geschwindigkeit für 3, 5-Tonnen-Lastwagen auf 30 km/h zu reduzieren, wie es in Effeltrich bereits gültig ist.


Neue Straße in Schellenberg?

Um eine noch nicht vorhandene Straße ging es in dem anderen Tagesordnungspunkt. Im südöstlichen Teil von Schellenberg liegt ein etwa 6000 Quadratmeter großes Grundstück, das im Flächennutzungsplan bereits als Bauerwartungsland ausgewiesen ist. Wasseranschlüsse und Kanal sind bereits vorhanden und teils wurden dafür in den Jahren 1978 bis 1980 schon Anschlusskosten erhoben und bezahlt. Um das Grundstück als Bauland mit mehreren Parzellen auszuweisen, muss auch eine Straße geplant werden.

Zudem befindet sich auf dem Grundstück noch eine Hochspannungsleitung. Ob diese für die Bauplätze mit einbezogen werden kann, muss mit dem Energieversorger Bayernwerk geklärt werden. Auf jeden Fall wurde nun ein Planungsbüro beauftragt, das sich um die Klärung der Fragen kümmert und Vorschläge für das mögliche Baugebiet bringt.


Der Skaterplatz

Der Skaterplatz am Sportplatz Kleinsendelbach befindet sich in einem schlechten Zustand und muss renoviert werden. 5000 Euro stellte die Gemeinde dafür in den Haushalt ein. Die Vorberatungen für den Vermögenshaushalt dienten dazu, nichts zu vergessen. Neben der Renovierung für den Skaterplatz sind 70.000 Euro als Restzahlung für das Kinderhaus vorgesehen. Das Kinderhaus wurde auf den neuesten brandschutztechnischen Stand gebracht und auch behindertengerecht ausgebaut.

Sanierungsbedürftig ist auch die Überspannung der Brücke im Brander Weg. 105.000 Euro sind dafür eingeplant und mit 100.000 Euro fast genau so viel für Straße nach Großenbuch.

Die energetische Sanierung des Rathauses ist voll im Gange. Das Dach wurde bereits neu gedeckt und auch die Fenster erneuert. Nun kommt eine Betonbodenplatte ins Rathaus, das ebenfalls behindertengerecht ausgebaut wird. 260.000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen.

In der Nähe befindet sich die Mehrzweckhalle der Gemeinde. Dort treten bei den Veranstaltungen häufig auch Musikgruppen oder Chöre auf wie zuletzt bei der Sängergruppe Oberland. Doch die Sänger und Musiker sind nicht gut zu sehen, da eine Bühne fehlt. Das soll sich ändern. Hat man sich bisher immer eine Bühne ausgeliehen, will sich die Gemeinde nun selbst eine Bühne anschaffen. Eine, die leicht aufzubauen ist, wurde bereits gefunden. 5000 Euro sind dafür vorgesehen.


Wasserversorgung

Nicht sicher ist sich der Rat, was den Bau eines zweiten Löschwasserbehälters betrifft. In Schellenberg ist die Wasserversorgung nicht sichergestellt. Der vorhandene Löschwasserbehälter reicht nicht aus. Ob allerdings die Gemeinde für den Bau eines zweiten Behälters zuständig ist oder ob dies in die Verantwortung des Abwasserverbands fällt, für den die Gemeinde Investitionsumlage in Höhe von 100.000 Euro bezahlt, muss noch geklärt werden. Vorsichtshalber stellte die Gemeinde dafür 80.000 Euro in den Haushalt ein.
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