Hallerndorf
Gemeinderat

Gemeinde lehnt Sand- und Kiesabbau bei Willersdorf erneut ab

Einen Antrag zur Sand- und Kiesgewinnung in der Gemarkung Willersdorf hatte der Gemeinderat Hallerndorf zu behandeln. Der Beschluss erfolgte einstimmig.
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Der Gemeinderat Hallerndorf lehnte Sand- und Kiesabbau bei Willersdorf erneut ab. Symbolfoto: FT
Der Gemeinderat Hallerndorf lehnte Sand- und Kiesabbau bei Willersdorf erneut ab. Symbolfoto: FT

Einen Versuch war es wert, mochte sich die Firma Barthelme-Erdbau gedacht haben, als sie erneut einen Antrag zur Sand- und Kiesgewinnung in der Gemarkung Willersdorf einreichte. Schon 2007 wurde der erste diesbezügliche Antrag vom Landratamt Forchheim und dem Wasserwirtschaftsamt Kronach abgelehnt. 2008 empfahl das Landratsamt dem Antragsteller, seinen Antrag zurückzuziehen. 2017 wurde im Gemeinderat ein erneuter Antrag zum Sandausbau gestellt. Der aktuelle Antrag bezog sich immer noch auf dasselbe Grundstück, wurde jedoch von einem neuen Antragsteller gestellt. Da sich hinsichtlich der Ablehnung von Landrats- und Wasserwirtschaftsamt nichts geändert hatte, weder ein landschaftspflegerischer Begleitplan noch eine artenschutzrechtliche Prüfung und Abschätzung der FFH-Verträglichkeit (europäisches Schutzgebiet nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) vorliegt, lehnten die Gemeinderäte diesen Antrag einstimmig ab. Zudem hatten sie sich bei einem Ortstermin selbst ein Bild von dem künftigen Abbaugebiet gemacht und dabei festgestellt, dass die vorhandenen Wege für eine Frequentierung durch Lkw-Verkehr nicht geeignet seien. Das Gleiche gilt für die Wege, die durch den Hallerndorfer Ortsteil Haid führen.

Zuschuss für Kirchenstiftung Schnaid

Die Kirchenstiftung in Schnaid bat um einen Zuschuss zur Erneuerung des Ziffernblattes an der Kirchturmuhr. Der Gemeinderat beschloss, sich mit der Hälfte der Kosten, gedeckelt auf maximal 1500 Euro, daran zu beteiligen. Die andere Hälfte der Kosten wird der Markt Hirschaid tragen.

Felix Schubert von der Naturstrom-AG informierte die Gemeindevertreter über den geplanten dritten Bauabschnitt des Nahwärmenetzes Hallerndorf. Der Gemeinderat erteilte dem Unternehmen die Erlaubnis, die Nahwärmeleitungen unter den gemeindlichen Verkehrsflächen im Bereich "Thoräcker" zu legen. Gleichzeitig sollen Leerrohre in den Boden und bis zu den Grenzen der einzelnen Grundstücke gelegt werden. Die dafür nötigen rund 30.000 Euro an Material- und Verlegekosten übernimmt die Gemeinde, beschlossen die Gemeinderäte.

Entwicklungskonzept für drei Orte

Das Büro Arcgrün/Landschaftsarchitekten/Stadtplaner aus Kitzingen wurde von den Gemeinderäten einstimmig mit der Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) zunächst für die drei Ortsteile Willersdorf, Trailsdorf und Hallerndorf beauftragt. Eine Jury, bestehend aus den drei Hallerndorfer Bürgermeistern, der Verwaltung und dem Allianzmanager, hatte sich die Präsentationen der Konzeptvorschläge von vier Büros angehört und den Gemeinderäten das Büro vorgeschlagen.



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