Eggolsheim

Geht's in Eggolsheim weiter mit Schwarzmann?

Seit 1996 hat der Agraringenieur aus Neuses das Sagen in Eggolsheim. Er möchte nur zu gerne noch mal sechs Jahre dranhängen. Georg Eismann will das verhindern.
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Das neue Gemeindezentrum, in das historische Gebäude integriert sind, ist ein echtes Schmuckstück. Wer ist hier künftig der Chef? Foto: Josef Hofbauer
Das neue Gemeindezentrum, in das historische Gebäude integriert sind, ist ein echtes Schmuckstück. Wer ist hier künftig der Chef? Foto: Josef Hofbauer
Im Sport würde man sofort von einem Spitzenduell sprechen: Erster Bürgermeister gegen Zweiter Bürgermeister - Schwarzmann gegen Eismann. Steht am 16. März die Wachablösung in Eggolsheim bevor?

Georg Eismann möchte sie auf jeden Fall erzwingen. Der CSU-Mann wirft sich ins Zeug, um Claus Schwarzmann (BB, OEB, AS) nach 18 Jahren den Chefsessel im Rathaus abzujagen. Da Eismann erst seit 2008 in der Kommunalpolitik engagiert ist, spitzt sich der Wahlkampf auf eine Frage zu. Nämlich nach welchem Motto es weitergehen soll: Es geht nichts über langjährige Erfahrung oder neue Besen kehren besser?

Anerkennung und Kritik
In dieser Frage steckt bei Eggolsheim sehr viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint, ist Schwarzmann doch durchaus ein Politiker, der polarisiert.
In seinen Amtsjahren hat er viele Projekte in der Marktgemeinde umgesetzt und sich dafür sowohl Anerkennung (z. B. Realisierung des neuen Gemeindezentrums) als auch heftige Kritik eingehandelt (z. B. Verkauf von Grundstücken am Naturschutzgebiet Büg für Gewerbeansiedlungen). Zuletzt haben sich die heftigen Diskussionen im Gemeinderat etwas gelegt, was den Amtsinhaber für den 16. März zuversichtlich stimmen dürfte.

Was die Sachpolitik betrifft, so stimmen Schwarzmann und Eismann überein, dass "die Gestaltung und Belebung unserer Ortschaften" im Vordergrund stehen müsse. "Dazu sind die Instrumente der Dorferneuerung und Städtebauförderung zu nutzen und die örtlichen Gemeinschaften einzubinden", erklärt Schwarzmann.

Wichtig sei aus seiner Sicht auch die Schaffung von Wohnraum mit den vielfältigsten Wohnformen vom Eigenheim über den Mietwohnungsbau bis hin zum senioren- und behindertengerechten Wohnen. Eismann betont bei der Gestaltung der Ortszentren die "Wünsche der Bürger", die er ernster nehmen will. Er verspricht: "Ich werde mir im vorherigen Dialog mit den Bürgern der jeweiligen Ortschaften genügend Zeit nehmen."

Mit Vollgas zu DSL und VDSL
Ansonsten setzen die Kandidaten andere Schwerpunkte. Für Eismann genießt das schnelle Internet Priorität. "Ich werde, mit Vollgas, die Versorgung nicht nur mit DSL sondern mit VDSL angehen, dazu werde ich auch unsere überörtlichen Mandatsträger, sprich Bundestags- und Landtagsabgeordnete, fordern." Auch die Finanzen will er im Auge behalten. "Maß halten in der Ausgabenpolitik", lautet hier Eismanns Ziel.

Für eine aktive Ansiedlungspolitik bei der wirtschaftlichen Entwicklung plädiert Schwarzmann: "Hier dürfen wir nicht nachlassen." Das Wichtigste sei jedoch für ihn, dass der Markt Eggolsheim einen kreativen und konstruktiven neuen Marktgemeinderat brauche, in dem gemeinsam für eine gute Zukunft gearbeitet wird.

 

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