Muggendorf
Glauben

Gedenken und Hoffnung am Fuße des "Dorisfelsens"

Viele Gläubige kamen zum Gottesdienst im "Hain des Ostens" anlässlich des Muggendorfer Heimattages.
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Der Gottesdienst im Hain Foto: Paul Pöhlmann
Der Gottesdienst im Hain Foto: Paul Pöhlmann
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Ein herrlicher Sonntagmorgen trug dazu bei, dass sich viele Gläubige zum Gottesdienst im "Hain des Ostens" anlässlich des Muggendorfer Heimattages einfanden.

Anfang der 50er Jahre wurde die Anlage unter heute mächtigen Buchen am Fuße des "Dorisfelsen" von den Heimatvertriebenen und der einheimischen Bevölkerung errichtet. Es sollte eine Gedenkstätte als Erinnerung an die verlorene Heimat werden.

"Gedenke der Lande im Deutschen Osten" ist in eine Marmortafel eingemeißelt. Die Wappen Schlesiens, Pommerns, Ostpreußens und des Sudetenlandes grüßen von der Felswand hinter dem Kreuz.

Es war auch heuer wieder ein ökumenischer Gottesdienst, darum wurde die Feier von der Gemeindereferentin Gudrun Zimmerer aus Gößweinstein eröffnet. "Heimat ist da, wo die Menschen miteinander glücklich leben. Dazu gehört auch, im Glauben beheimatet zu sein", waren ihre Worte. Für Dekan Günther Werner ist die Gedenkstätte - nach Krieg und Vertreibung entstanden - ein Zeichen der Hoffnung auf neue Perspektiven, für ein Leben in einer neuen Heimat. "Wir müssen erkennen, dass Gott auch heute da ist und etwas tut", sagte Werner. So sei der "Hain des Ostens" auch ein Berg der Verklärung geworden, "der uns an die Gegenwart Gottes erinnert".

Die christliche Morgenfeier begleiteten die Fahnenabordnungen der Muggendorfer Vereine. Seit Jahrzehnten dabei ist auch die schlesische Landsmannschaft aus Ebermannstadt. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Muggendorfer Posaunenchor und dem Gesangverein "Harmonie" umrahmt.
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