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Weißenohe
Kommunalwahl

FWG Weißenohe-Dorfhaus stockt auf 24 Kandidaten auf

Verwunderung über Bürgermeister Rudolf Brauns Aussage herrschte in der Aufstellungsversammlung der FWG Weißenohe.
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Die Kandidaten der FWG Weißenohe Foto: Petra Malbrich
Die Kandidaten der FWG Weißenohe Foto: Petra Malbrich

Die Freie Wahlgemeinschaft (FWG) Weißenohe-Dorfhaus zieht nach und stellte in einer zweiten Aufstellungsversammlung ebenfalls 24 statt der anfangs zwölf Gemeinderatskandidaten auf ihre Liste. Die Initiative kam von einer anderen Gruppierung. "Wir mussten handeln", erklärte Versammlungsleiter und Gemeinderat Daniel Trübenbach, der befürchtete, bei nur zwölf Kandidaten würde die FWG weniger Stimmen bekommen. Zeit war vorhanden und so wurden viele Gespräche mit Interessierten geführt. "Es waren gute Gespräche, wir haben nun eine gute Liste und werden deshalb unsere Chance wahrnehmen", meinte Carmen Stumpf. Vor allem wurde niemand mehr doppelt gelistet. Für Verwunderung sorgte in der Versammlung im kleinen Pfarrsaal in Weißenohe nicht nur bei den Listenbewerbern die Aussage des Bürgermeisters Rudolf Braun (WGA/FW), er werde erneut kandidieren, damit nichts "den Bach hinuntergeht". Die Kandidaten seien bereits in Nachbarorten darauf angesprochen worden, was in der Gemeinde los sei. "Ich bin seit vielen Jahren im Gemeinderat. Ich bin nicht der Meinung, dass sich in Weißenohe etwas zum Negativen verändert", meinte Stumpf. Im Gegenteil: Die Gemeinde habe sich sehr gut entwickelt. Den Schuldenabbau, die Sanierung des alten Rathauses und das Vereinsleben nannte sie als Beispiele. "Wo gibt es ein solches Agreement, dass einer ein Fest veranstaltet und die anderen helfen?", fragte Stumpf. Das Ehrenamt sei in Weißenohe eine Selbstverständlichkeit. Nie zuvor habe die Gemeinde so viel Geld in die Hand genommen. "Wir kennen das Potenzial der Bürger und des Ehrenamts, deshalb habe ich keine Sorge, dass etwas den Bach hinuntergeht", sagte die Fraktionsvorsitzende Carmen Stumpf. Das abgelehnte Baugebiet "Mönchsgarten" vermuteten einige Listenbewerber hinter Brauns Aussage. Abgelehnt wurde jedoch nicht das gesamte Baugebiet, sondern das beschleunigte Verfahren dafür. Warum die FWG nicht für das beschleunigte Verfahren stimmte, erklärte Daniel Trübenbach. Zum einen sei dort, was die Grundstücksbesitzverhältnisse betrifft, noch nicht alles in trockenen Tüchern, zudem ginge es zu schnell und bei dem Verfahren würde auf eine Umweltprüfung verzichtet werden. Das Baugebiet "Lillinger Weg" sei noch nicht ganz fertig und im Baugebiet "Weber" noch kein Grashalm bewegt, fügte Stumpf an. Zudem habe das Baugebiet "Mönchsgarten" doppelt so viele Bauplätze. Deshalb wollte man noch warten. Einen Bürgermeisterkandidaten werden die FWG Weißenohe-Dorfhaus nicht stellen. Daniel Trübenbach wäre grundsätzlich nicht abgeneigt gewesen. Doch seine Kanzlei und die beruflichen Verpflichtungen ließen dem Steuerberater dazu zu wenig Spielraum. Die Listenkandidaten wurden in der aufgestellten Reihenfolge einstimmig per Blockwahl gewählt. "Jeder bringt eine Menge Wissen mit, wir haben keine familiären Verbandelungen und jeder auf der Liste ist in der Lage, das Mandat zu übernehmen", betonte Stumpf.

Die Liste

Die FWG-Kandidaten: Daniel Trübenbach, Carmen Stumpf, Elke Prechtel, Rainer Hörmann, Manuela Meyer, Anja Weisenbach, Doris Bauer, Julian König, Inge Baumgärtner, Markus Meilinger, Martina Skulteti, Tobias Tomandl, Christoph Schiffer, Johannes Fischer, Erhard Böttcher, Doris Hörmann, Jens-Uwe Fuchs, Andrea Schmidtbauer, Alfred Meilinger, Dirk Weisenbach, Reinhold Singer, Klaus Forster, Barbara Mirsberger, Gerhard Schiffer; Ersatz: Tanja Trübenbach, Claudia Harwig.

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