Ebermannstadt
Kläranlage

Für ein paar Stunden wurde ungeklärtes Wasser in die Wiesent eingeleitet

Ungeklärte Abwässer sind in Ebermannstadt in die Wiesent geraten. Im Stadtrat gab es dazu einige Fragen.
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Die Wiesent in Ebermannstadt Foto: Josef Hofbauer
Die Wiesent in Ebermannstadt Foto: Josef Hofbauer

In der Sitzung des Stadtrates Ebermannstadt meldete sich Thomas Dorscht beim Punkt Bürgeranfragen zu Wort. Er sprach von Gerüchen, die von der Kläranlage stammen, und wollte wissen, ob diese nicht richtig funktioniere.

Weiter fragte er, ob die ungeklärten Abwässer in die Wiesent abgeleitet werden, und wollte wissen, was eine Reparatur koste. Die Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) antwortete, dass man vor zwei Wochen toxische Verunreinigungen in der Kläranlage festgestellt habe.

Wasserwirtschaftsamt

Das Wasserwirtschaftsamt, das Landratsamt und die Wasserschutzpolizei seien sofort informiert worden. Darauf fragte Dorscht: "Toxisch? Was heißt das genau?" Die Bürgermeisterin antwortete, dass das schwer festzustellen sei: "Man erkennt das an der Substanz der Biologie." Christian Sponsel (WGO) fragte: "Wenn ermittelt wird, muss doch der Verursacher zahlen, oder?" Das bestätigte Christiane Meyer und erklärte, dass neuer Klärschlamm zugeführt wurde. Später berichtete Herbert Bloß, Leiter des Bauamts, dass heiße Lauge einleitet worden war. Die Kläranlage sei bereits vorher an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit geraten, da ein Unternehmen immer wieder Fette eingeführt habe. Wegen der Fette werde mit dem Betrieb ein Konzept entwickelt. Wegen der heißen Lauge werde ermittelt. "Die Anlage läuft wieder; wohl nicht top, aber sie läuft", sagte Bloß.

Nikolaus Neuner (CSU) wollte wissen, ob belastetes Wasser in die Wiesent geleitet worden war. "Für ein paar Stunden wurde ungeklärtes Wasser in die Wiesent eingeleitet", bestätigte Bloß. Man habe aber schnell reagiert, als das Problem erkannt worden war. Bernhard Hübschmann (NLE) fragte nach, ob bekannt sei, wer das Fett einleitet. Der Bauamtsleiter bestätigte das und erklärte, dass es auch die Idee gebe, auf dem Firmengelände eine kleine Kläranlage zu bauen. Die Bürgermeisterin ergänzte: "Die Kosten für die Verunreinigung sind nicht Sache der Allgemeinheit."

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