Seine tiefe Verbundenheit zu Dobenreuth bewegte Pater Gerhard Löffler zum Wunsch, mit den Gläubigen seinen Festgottesdienst anlässlich seines 50. Priesterjubiläums zu feiern. Unter großer Anteilnahme der Dorfbevölkerung wirkten bei der Konzelebration in der Filialkirche Heilige Familie Pfarrer Michael Gehret seitens der Pfarrei Pinzberg und Kaplan Tobias Fehn aus Herzogenaurach mit. Die Singgemeinschaft Pinzberg-Dobenreuth umrahmte den Gottesdienst gesanglich unter Leitung von Aleksander Ezhelev. An der Orgel begleitete Maria Roth die Gläubigen im Gesang. Pfarrer Gehret erinnerte in der Festpredigt an seine eigene Weihe zum Diakon und den Ausspruch seines Weihbischofs, der gesagt habe: "Mit dieser Weihe als Diakon beginnt euer Weg nach unten." Das sei eine Karriere anderer Art. Diakon kommt aus dem Griechischen und bedeutet Helfer, Diener. Menschen helfen und Vorbild sein, sei die Aufgabe. Pater Löffler entzündete eine Weihekerze am Altar und segnete drei mitgebrachte Rosenkränze. Die Spende der Feier überreichte Peter Kamp im Namen der Filialkirche am Ende des Gottesdienstes an den Jubilar. Pater Gerhard Löffler blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Die Freundschaft zu Dobenreuth ist begründet durch seine Eltern. Seine Mutter war hier einst als Pfarrköchin, sein Vater spielte die Orgel und leitete den Kirchenchor in dem kleinen Ort. Schließlich führte ihr Weg nach Pressig nördlich von Kronach, wo Pater Löffler aufwuchs.

Zum Noviziat war Pater Löffler im Kloster Maria Engelport (Kreis Cochem-Zell). 1968 wurde er am 22. Dezember vom Bamberger Erzbischof Josef Schneider zum Priester geweiht. Über weitere Stationen wie das Oblatenkonvikt Dillingen und Kulmbach gelangte der Jubilar 1978 in das Kloster St. Klara im Wallfahrtsort Maria Vesperbild (Kreis Günzburg).

Die Freundschaft, speziell zur Familie Mirsberger, dem heutigen Haus Kreller in Dobenreuth, hält seitdem in der dritten Generation. Pater Löffler feierte hier in der Filialkirche seine Primiz und verbrachte über die vielen Jahre hinweg seinen Urlaub in Dobenreuth, nahm die Vertretung im Kirchendienst wahr. Längst ist sein Name in der weiteren Umgebung bekannt. Deshalb pilgern die Dobenreuther sowie Gläubige aus Effeltrich und Poxdorf seit vielen Jahren in den beliebten Wallfahrtsort Maria Vesperbild.