Gößweinstein
Reaktivierung

Freunde der Basilika Gößweinstein sind aus Dornröschenschlaf erwacht

Der Förderverein Freunde der Basilika Gößweinstein nimmt den Betrieb wieder auf. Georg Schäffner wurde zum Vereinschef gewählt.
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Der neue Vorstand (v. l.): Birgit Vogler, Roland Müller, Kunigunde Backer, Georg Lang, Heiner Plank, Heiner Betz, Georg Schäffner, Thomas Thiem, Harald Bogner, Kathrin Heckel und Pfarrer Pater Flavian Michali Foto: Thomas Weichert
Der neue Vorstand (v. l.): Birgit Vogler, Roland Müller, Kunigunde Backer, Georg Lang, Heiner Plank, Heiner Betz, Georg Schäffner, Thomas Thiem, Harald Bogner, Kathrin Heckel und Pfarrer Pater Flavian Michali Foto: Thomas Weichert

Vor 22 Jahren wurde auf Initiative des früheren Gößweinsteiner Bürgermeisters Hans Backer der Förderverein "Freunde der Basilika" gegründet und Backer zum Gründungsvorsitzenden gewählt. Dies blieb er bis zu seinem Tod vor sechs Jahren. Dann schlief die Aktivität des Vereins ziemlich ein. Auf Initiative von Harald Bogner, der Vorsitzender des Trägervereins Wallfahrtsmuseum Gößweinstein ist, wurde der Förderverein "Freunde der Basilika" im Pfarrzentrum von 33 Mitgliedern wieder zum Leben erweckt.

Der frühere Regionalkantor Georg Schäffner wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Kraft seines Amtes als Pfarrer von Gößweinstein führte Pater Flavian Michali den Verein nach dem Tod von Backer bis jetzt auf dem Papier weiter.

Der Verein schrumpfte inzwischen auf rund 160 Mitglieder, von denen jährlich rund 2700 Euro an Mitgliedsbeiträgen eingingen, die jedoch für Projekte und für die Beitragszahlungen an den Trägerverein Wallfahrtsmuseum Gößweinstein verwendet wurden. Wegen Inaktivität war das Spendenaufkommen ebenfalls deutlich zurückgegangen.

Aktuell hat der Verein laut Kassenverwalter Thomas Thiem rund 1400 Euro auf zwei Girokonten. Seit Bestehen hat der Verein jedoch segensreich gewirkt und rund 180 000 Euro beigetragen, um zum Beispiel die Basilika zu sanieren, neue Glocken zu installieren oder das Wallfahrtsmuseum zu errichten. Dies sei der unnachahmlichen Art von Hans Backer zu verdanken, der sich frühzeitig Gedanken zur Innensanierung der Basilika gemacht und dies dann auch mit Begeisterung vorangetrieben hätte, sagte Schäffner. Ihm sei bewusst, dass er in große Fußstapfen trete. "Ohne Hans Backer wäre die Kirche nicht saniert worden und das Wallfahrtsmuseum nicht entstanden. Hans Backer hat sich um unsere Kirche sehr verdient gemacht", betonte Schäffner.

Einig waren sich die Anwesenden während der Versammlung, dass der Verein mit neuem Leben erfüllt werden soll. Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) trat während der Versammlung in den Verein ein und konnte somit den neuen Vorstand mitwählen.

Nicht gewählt werden mussten laut Satzung die drei stellvertretenden Vereinsvorsitzenden, die kraft ihres Amtes automatisch der Vereinsführung angehören. Diese sind Pfarrer Michali, Kirchenpfleger Georg Lang und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Kathrin Heckel. Zum Kassenverwalter wurde Thomas Thiem, zur Schriftführerin Birgit Vogler und zu Beisitzern Harald Bogner, Roland Müller und Kunigunde Backer gewählt. Kassenrevisoren sind Heiner Plank und Heiner Betz.

Einstimmig beschloss die Versammlung, dass der Mindestmitgliedsbeitrag von bisher 16 Euro jährlich bei der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr moderat erhöht werden soll. Eine sofortige Erhöhung war nicht möglich, da diesbezüglich zunächst die Satzung geändert werden muss. Thiem hatte vorgeschlagen den Beitrag auf 20 Euro zu erhöhen. Aus der Versammlung kamen Vorschläge mit 24 und 25 Euro.

Der neue Vereinschef Georg Schäffner nannte Projekte, die in nächster Zeit dringend anstehen. Priorität habe dabei das Absaugen von Staub und Schmutz im Inneren der Basilika. Weiterhin steht die Innensanierung der Klosterkirche an, die Restaurierung des verrosteten schmiedeeisernen "Auge Gottes" am Aufsatz des Mittelschiffs der Basilika, die Erneuerung des Bodenbelags rund um die Basilika und die Sanierung der Brüstungsmauer am Basilikavorplatz sowie Arbeiten an den Eisenbeschlägen der Turmhaube.

Denkbar für den Verein sei auch eine finanzielle Unterstützung der Sanierung des Pfarrhauses, in das das Rathaus eingegliedert werden soll. Laut Schäffner sei man in Bamberg (Bistum) "massiv dafür", dass das Rathaus ins Pfarrhaus kommt. Denn ohne eine Nutzung werde es nicht saniert.

Schäffner rief die Mitglieder dazu auf, zusammenzustehen, um mit den dringend nötigen Projekten voranzukommen. Auch die Mitgliederwerbung wird eine Hauptaufgabe des neuen Vorstandsteams werden.

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