Forchheim
Volksfest

Freibier, Fahrgeschäfte, Festgelände - Das erwartet die Besucher auf dem Annafest 2019

Zur 179. Auflage des Forchheimer Annafestes werden erneut mehr als eine halbe Million Besucher erwartet. Sicherheit wird auf diesem Familienfest groß geschrieben.
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Die Biervielfalt ist für Bürgermeister Franz Streit (CSU) das Alleinstellungsmerkmal des Forchheimer Annafestesschlechthin. Und es sind allesamt fränkische Biere. Neben dem Gerstensaft der vier Forchheimer Brauereien wird nur Bier aus der Region ausgeschenkt. "Das ist schon etwas Besonderes", so Streit, der die Gastlichkeit des Festes unterstreicht.

Übrigens: Das Festbier beim traditionellen Bieranstich am Freitagabend (17 Uhr) kommt heuer von der Brauerei Eichhorn. Hier wechseln sich die Forchheimer Brauereien ab. 150 Liter werden an die durstigen Festgäste gratis verteilt.

Zur Seele des Festes gehören natürlich auch die rund 80 Schausteller. "Um einen Standplatz auf dem Annafest bewerben sich jedes Jahr etwa 300 Fieranten" erklärt der Leiter des Ordnungsamtes, Klaus Backer. Für ihn ein untrügliches Zeichen, dass dieses Fest auch bei den Schaustellern heißt begehrt ist.

Die Mischung macht's auf dem Annafest 2019

"Das Riesenrad, der Autoscooter und die Schiffschaukel gehören zu jeder fränkischen Kerwa", betont Bürgermeister Franz Streit. Darüber hinaus bemühe sich die Verwaltung, mit Fahrgeschäften für Groß und Klein sowie Glücksspiel-Ständen für Abwechslung zu sorgen. "Die Mischung macht's", findet Schausteller Alexander Störzer, der das Annafest als "größten und schönsten Biergarten Europas" lobt. Dagegen sei das Oktoberfest in München, "die Wiesn" zu einer Art Ballermann verkommen, auf der Familien mit Kinderwagen mittlerweile keinen Zutritt mehr bekämen.

9 Euro kostet die Maß Bier

Eine Maß Bier kostet heuer 9 Euro auf dem Annafest in Forchheim. "Das ist es auch wert", findet Franz Streit. Beim Thema Biergarten - auf dem Annafest gibt es immerhin 30 000 Sitzplätze unter den schattigen Bäumen - zollen Bürgermeister Streit und Klaus Backer den Gastronomen ein dickles Lob. Sie seien Garanten für ausgezeichnete Speisen und Getränke. Zu unvergleichlich günstigen Preisen, denn einen Festaufschlag gibt es hier nicht. Das Schäuferle, den Braten, die Bratwürste und das Schnitzel sowie die Schlachtplatte am Donnerstag vor dem offiziellen Festbeginn gibt es zum gleichen Preis wie außerhalb des Annafestes.

Hier wirbt Franz Streit bei den Wirten um Verständnis. Gab es vor Jahrzehnten weitgehend nur Brotzeiten, habe sich das kulinarische Angebot deutlich gewandelt. Das habe aber auch höhere Anforderungen an die Lebensmittelhygiene mit sich gebracht. "Nicht einfach für die Gastronomen, die sich dieser Herausforderung stellen", betont der "Annafest-Bürgermeister".

Sicherheit ist oberstes Gebot

Groß geschrieben wird auf dem Annafest auch die Sicherheit. 40 Mitarbeiter eines Security-Unternehmens tragen dazu bei, dass bei dem elftägigen Fest die 500 bis 600 000 Besucher das fest wirklich genießen können.

Stolz ist Klaus Backer, der seitens der Stadt Forchheim für die Sicherheit des Gäste verantwortlich zeichnet, auf ein Kompliment eines Sicherheitsexperten. Als er das Konzept überarbeitete, versicherte er dem Leiter des Ordnungsamtes: "Euer Fest ist so schön, dass wir diesmal das Konzept dem Fest anpassen und nicht umgekehrt."

Dazu gehören als Neuerung Absperrbügel. Sie sollen dafür sorgen, dass die Besucher vor den Musikpodien feiern können und trotzdem ein Durchgang für jene Gäste frei bleibt, die hier nur passieren wollen. "Ein Versuch", so Backer, der hofft, dass diese Lösung genauso akzeptiert wird, wie die Taschenkontrollen, an die sich die Annafestbesucher mittlerweile gewöhnt hätten.

Für Hunde ist das Festgelände genauso tabu, wie für Fahrräder. Auch Pedelecs und Elektrofahrräder wurden vom Annafest verbannt. "Das geht einfach nicht", wirbt Backer um Verständnis. Auch an die Raucher hat der Leiter des Ordnungsamtes eine große Bitte. Wegen der großen Dürre und der erhöhten Waldbrandgefahr werden die Raucher gebeten, ihre Zigaretten nur auf den Schankflächen und auf den asphaltierten Wegen zu genießen.

Apropos Genuss: Ausgeschenkt wird bis 23.30 Uhr. Eine Stunde später muss der Kellerwald geräumt sein.

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