Pretzfeld

Fränkische Schweiz: Schwachstellen und Notfälle beim Trinkwasser

Die Stadtwerke Forchheim wollen ein Strukturkonzept für die Trinkwasserversorgung im Landkreis Forchheim erstellen. Es gehe um Notfälle, nicht um den Kauf oder Verkauf von Wasser.
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Symbolfoto: Oliver Berg, dpa
Symbolfoto: Oliver Berg, dpa

Im August hatte die Marktgemeinde Pretzfeld von den Stadtwerken Forchheim ein Schreiben erhalten, in dem vorgeschlagen wurde, ein Strukturkonzept zu klimatischen Veränderungen und dessen Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung im Landkreis Forchheim erstellen und zu 70 Prozent vom Freistaat fördern zu lassen. Bis Ende des Jahres sollten die Trinkwasserversorger mitteilen, ob sie Interesse haben, an einem solchen Konzept teilzunehmen. Um mehr Informationen zu erhalten, hatte der Pretzfelder Marktgemeinderat von den Stadtwerken Christian Sponsel eingeladen, um weitere Informationen zu erhalten. Sponsel präsentierte die 2014 erstellte Wasserversorgungsbilanz Oberfranken. "Viele Gemeinden unternehmen ja schon was", meinte er. Nach seiner Anfrage in den Gemeinden waren besorgte Anrufe gekommen, ob Forchheim das Wasser aus dem Umland kaufen wolle. Sponsel erklärte, dass dem nicht so sei und dass auch keine Leitung rund ums Walberla entstehen solle. Auch wolle er kein Wasser verkaufen. Im Strukturkonzept solle die Wasserversorgung der einzelnen Gemeinden für die nächsten fünf bis zehn Jahre aufgezeigt werden. Sponsel erklärte, dass das Konzept eine einmalige Förderung von 20 Euro pro angeschlossenem Einwohner, maximal 70 Prozent der Ausgaben und hier maximal 50.000 Euro Förderung erhalten könne. Später könne eine interkommunale Arbeitsgemeinschaft entstehen. Im Konzept sollen beispielsweise Schwachstellen, Notfallkonzepte, Aufbauorganisationen oder Wasserrechtsbescheide aufgenommen werden.

Christian Sponsel hatte 33 Trinkwasserversorger angeschrieben und hat bisher 19 Rückmeldungen und drei Absagen erhalten. Nach der Kommunalwahl will er Kontakt zu allen aufnehmen und plant dann ein Treffen bei der Bürgermeister-Herbstbesprechung. Renate Hofmann (WIR) wollte wissen, was sich der Referent unter einem Notfall vorstelle: "Der Ausfall einer Pumpe kann das ja wohl nicht sein." Sponsel entgegnete, dass es Wasserversorger mit nur einer Quelle und einer Pumpe gebe. Da handele es sich beim Ausfall dieser einen Pumpe durchaus um einen Notfall. Zweiter Bürgermeister Walther Metzner (WPA) informierte Sponsel, dass das Thema Wasserversorgung und die Sanierung der Tiefbrunnen in Pretzfeld in Planung seien: "Ich denke, dass wir da auf einem guten Weg sind." Christian Sponsel will nun prüfen, ob ein Konzept auch gefördert wird, wenn vorhandene Konzepte einfließen. Bis Herbst haben die Räte Zeit zu überlegen, ob sie am Konzept teilnehmen wollen.

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