Igensdorf
Obstmarkt

Fränkische Schweiz: Rotes Gold auf der "Kirschenmeile" in aller Munde

Rotes Gold wird die fränkische Kirsche genannt. Auf der "Kirschenmeile" in Igensdorf erklärte der Geschäftsführer die Arbeiten in der Obstmarkhalle.
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Rotes Gold Foto: Petra Malbrich
Rotes Gold Foto: Petra Malbrich
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"Ob als Schnaps, Likör oder frisch vom Baum: Unserer Kirsche ist immer ein Traum", dichtete die Kirschkönigin Rebecca I. bei der Eröffnung der Kirschenmarktmeile in Igensdorf. Während sie von der Kirschenernte erzählte, hielt sie ein Körbchen des roten Goldes, wie sie die Kirschen bezeichnete, in der Hand. Nicht nur sie, auch die vielen Gäste freuten sich auf die Kirschenvielfalt, die es an den Marktständen zu probieren und zu erwerben gab: rotes Gold in flüssiger Form als Obstbrand, mit etwas mehr Konsistenz als Marmelade , gebacken im Kuchen, mit Streuseln bedeckt oder naturbelassen zum sofortigen Genuss. "Wer viel Kirschen isst, kann gut schlafen", behauptete Markus Zeiß, Vorsitzender der Obstverwertungsgenossenschaft Igensdorf. Eine gute Alternative zum Lavendelkissen sei die Kirsche, die außerdem äußerst schmackhaft sei, informierte Zeiß über die positiven Inhaltsstoffe der roten Frucht während der Eröffnung der siebten "Kirschenmeile". Dazu konnte er den Forchheimer Landtagsabgeordneten Sebastian Körber (FDP) begrüßen, Zweiten Bürgermeister Johann Engelhard (IU), die Gemeinderäte Edeltraud Rösner und Edmund Ulm (beide CSU) sowie Manuel Rauch von der Pretzfelder Genossenschaft. Zeiß ging auf die derzeit schwierige politische Situation für die Obstbauern ein und bat um gute Vertretung im Landtag. Auch Ronny Trägner, den neuen Geschäftsführer der Franken-Obst-GmbH, bestehend aus den drei Genossenschaften im Landkreis Forchheim und Geschäftsführer der Obstverwertungsgenossenschaft Igensdorf, stellte Zeiß vor. "Unser neuer Mann an der Spitze hat die Fruchtbranche von der Pike auf gelernt", betonte Zeiß.

Rattern in der Halle

Währenddessen war permanent ein Klappern und Rattern durch die Wände der Obsthallen zu hören. "Wir sind mitten in der Saison. Das ist ein guter Zeitpunkt für den Tag der offenen Tür, aber das bedeutet auch Arbeit. Denn die Supermärkte wollen heute Abend beliefert werden, damit morgen die Theken mit Kirschen gefüllt sind", erklärte Zeiß vor der Obstmarkthalle, dem Zentrum des Süßkirschengebietes. 1500 bis 2000 Tonnen Kirschen werden hier verarbeitet. "Die Kirsche ist das beliebteste Saisonobst", sagte Zeiß. Davon und wie es von der Anlieferung durch die Landwirte, frisch gewaschen, sortiert und verpackt für die Weiterlieferung an die Supermärkte vorbereitet wird, konnten sich die zahlreichen Besucher bei dem Rundgang durch die Obsthallen informieren. Ronny Träger erläuterte jeden Arbeitsschritt, zeigte die von den Supermärkten gewünschten unterschiedlichen Verpackungen auf, in der das rote Gold dann für den Transport bereitlag. Oder die Kirschen wurden in Körbchen auf den Marktständen verkauft. Dort wartete schon der feste Besucherstamm auf die Kirschenvielfalt in jeglicher Variante.

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