Gößweinstein
Kirche

Fränkische Schweiz: Neuer Pfarrer will alles zusammenhalten

Pater Ludwig Mazur wurde als Pfarradministrator von St. Erhard Wichsenstein und der Heiligsten Dreifaltigkeit Gößweinstein in sein Amt eingeführt.
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Beim Einführungsgottesdienst in Gößweinstein (v. l.): Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis Stania, Leitender Pfarrer Florian Stark, Pfarradministrator Pater Ludwig Mazur, Dekan Martin Emge und Kaplan Pater January Sliwa Foto: Thomas Weichert
Beim Einführungsgottesdienst in Gößweinstein (v. l.): Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis Stania, Leitender Pfarrer Florian Stark, Pfarradministrator Pater Ludwig Mazur, Dekan Martin Emge und Kaplan Pater January Sliwa Foto: Thomas Weichert

"Ja, mit Gottes Hilfe bin ich dazu bereit", versprach Franziskanerpater Ludwig Mazur. Der Geistliche hat das Amt des Pfarrers für die Gemeinden in Gößweinstein und Wichsenstein übernommen und will mit seiner ganzen Kraft und allen seinen Fähigkeiten dienen.

Im Auftrag des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick freute sich der zuständige Dekan Martin Emge, den neuen Pfarrer einführen zu dürfen. Hierzu verlas er auch das Ernennungsschreiben des Erzbischofs. In seiner Begrüßung verdeutlichte Dekan Emge, dass dieser Wechsel in einer Zeit des Umbruchs in der Kirche stattfinde.

Die vollzogene Strukturreform im Erzbistum Bamberg habe niemand herbeigesehnt. "Aber wenn wir diese ungebetene Chance bevorstehender Veränderungen aktiv nutzen, können wir die Kirche der Zukunft mitgestalten", zeigte sich Dekan Emge optimistisch. "Es wird mehr eine Kirche des Volkes Gottes sein, in dem viele Kräfte eigenverantwortlich mitwirken und entscheiden, in dem nicht nur das Bestehende verwaltet wird, sondern gefragt wird, was die Menschen brauchen und was Gott durch die Zeichen der Zeit spricht", zeichnete er ein Bild der Kirche der Zukunft.

Pater Ludwig Mazur gab sich zuversichtlich. "Gerade in einer Zeit, in der kein Stein auf dem anderen zu bleiben scheint", tue die Vergewisserung gut: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Diese Worte Jesu galten nicht nur seinen Jüngern damals, sondern sie gelten für immer.

Bezug zum Evangelium

Mit Bezug zum vorgetragenen Evangelium vom "guten Hirten" legte Pater Ludwig in seiner Predigt aus, dass es nicht mehrere "Schafherden" seien, wenn er nun die Leitung der beiden Pfarreien in Gößweinstein und Wichsenstein übernehme. Durch die Taufe seien alle miteinander verbunden. Daher sei auch der eigentliche Hirte nicht der Pfarrer, sondern Jesus Christus selbst. Seine Angst, dass alles gutgehe, dass er sich nicht übernehme und die Gemeinden zusammenhalte, werde dadurch behoben, dass es letztlich Gott selbst sei, der alles zusammenhalte.

Herzliche Willkommensgrüße mit einem kleinen Geschenk überbrachte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Kathrin Heckel für den Seelsorgebereich Fränkische Schweiz und die Pfarreien St. Erhard Wichsenstein und Heiligste Dreifaltigkeit Gößweinstein.

Dekan Günther Werner freute sich für die evangelisch-lutherische Gemeinde, dass keine lange Vakanz eingetreten ist. Gemeinsam mit dem örtlichen Pfarrer Peter Zeh freue er sich auf eine gute ökumenische Zusammenarbeit. Zur Begrüßung überreichte er ein Kreuz aus Tansania, worin auch die gemeinsame Missionsarbeit gesehen werden kann, und ein Büchlein über die Reformationszeit in Oberfranken.

In Konzelebration des Dekans des Dekanats Forchheim, Martin Emge, des neuen Leitenden Pfarrers des Seelsorgebereichs Fränkische Schweiz, Florian Stark, des Gößweinsteiner Wallfahrtsseelsorgers Pater Witalis Stania und des Kaplans Pater January Sliwa zelebrierte Pater Ludwig die Messe. Markus Redel trug als Lektor die Lesung und die Fürbitten vor. Der Basilikachor unter Leitung von Georg Schäffner war Garant für die würdige musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.

Pater Ludwig bedankte sich am Ende des Gottesdienstes bei allen, die zum feierlichen Gelingen beigetragen hätten. Hierzu zählen auch die Vertreter aus Politik, Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäten sowie der Fahnenabordnungen der Feuerwehren und Vereine. Im Anschluss an den Gottesdienst lud Pater Ludwig noch zu einem kleinen Umtrunk ein.

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