Wiesenthau
Gemeinderat

Fränkische Schweiz: Mosaik an Grundschule wird verschwinden

Das Kunstwerk an der Grundschule Wiesenthau wird von der Wärmedämmung überdeckt werden. Der Künstler schlug eine Lösung vor.
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Die Fassade der Grundschule Wiesenthau ist eingerüstet. Das Mosaik wird an der Außenseite verschwinden, weil er von der Isolierung verdeckt werden wird. Foto: Franz Galster
Die Fassade der Grundschule Wiesenthau ist eingerüstet. Das Mosaik wird an der Außenseite verschwinden, weil er von der Isolierung verdeckt werden wird. Foto: Franz Galster

Das Baugebiet Binzig in Wiesenthau macht Fortschritte. Bürgermeister Bernd Drummer (BGW) hatte Max Brust vom Ingenieurbüro Weyrauther eingeladen, um im Gemeinderat einen aktuellen Überblick zu geben.

Kanal und Wasser liegen im Plan. Das Regenrückhaltebecken mit 270 Kubikmetern ist fertiggestellt. Die Kosten waren mit 295.000 Euro berechnet worden: das erste Angebot lag bei 555.000 Euro, die Vergabe erfolgte bei 445.000 Euro und wird eingehalten.

Der Kanalbau ist ebenfalls fertig. Insgesamt sind 420 Meter Wasserleitung verlegt mit 21 Hausanschlüssen, eine Ringleitung kommt noch hinzu zu mehr Versorgungssicherheit. Die Kosten waren mit 175.000 Euro berechnet und werden mit 140.000 Euro abgerechnet. Die Verbundleitung ist eine separate Angelegenheit.

Der Straßenbau beginnt Ende Oktober, dann folgen die Kabelarbeiten. Am 30. April 2020 muss die Straße spätestens komplett fertiggestellt sein. Die Kosten für den Straßenbau sind auf 690.000 Euro geschätzt, werden aber günstiger ausfallen.

Die Eidechsen

Gute Nachricht für die Naturfreunde: Die Eidechsen aus dem Neubaugebiet sind in ihr neues Domizil umgesiedelt worden. Jetzt bleibt die Hoffnung, dass ihnen das neue Zuhause auch gefällt.

Gelohnt hat sich auch die Diskussion um das Mosaik am der Grundschule der Grundschule Wiesenthau. Zumachen oder erhalten war die Frage für das Kunstwerk. Es stand zunächst einer energetischen Sanierung, sprich Außenisolierung, im Wege.

Architekt Amtmann hatte die Verkleidung empfohlen. Das gefiel den Gemeinderäten nicht. Sie wollten das Kunstwerk erhalten. Zwischenzeitlich machte Gemeinderat Christian Weisel (JB) den damaligen Künstler ausfindig. Dieser plädierte dafür, eine Art Fotografie, etwa zwei Meter mal 1,20 Meter, von dem Mosaik anzufertigen, dazu vielleicht einen Text kreieren und in der Schule aufzuhängen. Damit wäre das Kunstwerk dokumentiert, die Kinder könnten sich vielleicht sogar gestalterisch einbringen.

Die Fassade, komplett verkleidet, mag dann etwas langweilig aussehen. Gemeinderat Otto Roppelt (BGW) schlug eine farbliche Variante vor. "Alles, was die Dämmung nicht berührt, ist möglich", meinte Bernd Drummer. Alle stimmten einheitlich der neuen Variante zu, die dem ersten Gedanken von Architekt Amtmann nahekommt.

Rathaus in Schlaifhausen

Lange Diskussionen gab es zum weiteren Vorgehen bei der Sanierung des alten Rathauses in Schlaifhausen. Die Gemeinde bewarb sich im Rahmen eines Förderprogramms für entsprechende Mittel. 164.000 Euro sind daher vom Landkreis Forchheim aus einem Regierungstopf der Gemeinde in Aussicht gestellt. Das Gesamtprojekt wird aber auf um die 700.000 Euro geschätzt. Für den Gemeinderat stellte sich die Frage: So viel Geld ausgeben, um diese Förderung zu erhalten? Das Gebäude aus dem Jahre 1953 ist nur zu 36 Prozent öffentlich gewidmet. Dazu kommen drei nicht förderfähige Mietwohnungen. Jetzt soll Architekt Amtmann nochmals die Zahlen aktualisieren und jeder Gemeinderat in sich gehen.

Zisternen

Unter Wünsche und Anträge kam die Möglichkeit der Förderung von Zisternen im neuen Baugebiet zur Sprache. Damit könnte die Wasserversorgung entlastet werden. Sie könnte symbolischen Charakter haben, wobei auch Nebenwirkungen bedacht werden müssen. Das Thema wird weiterverfolgt.

Bürgermeister Drummer ging nochmals kurz auf die vor wenigen Tagen erfolgte Eröffnung des neuen Spielplatzes am Kindergarten ein. Die Abschlussrechnung liegt vor und beträgt 146.000 Euro. Drummer bedankte sich beim Kita-Team, dem Elternbeirat und dem Bauhof für die Ausrichtung des Festes zur Eröffnung.

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