Ebermannstadt
Erfolg

Fränkische-Schweiz-Marathon: Schwestern überqueren gemeinsam die Ziellinie

Die sportlichen Schwestern Babinja Wirth und Christina Schönfeld starteten beim Fränkische-Schweiz-Marathon über die 16 Kilometer Distanz gemeinsam und liefen auch gemeinsam ins Ziel.
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Christina (links) hat die 16 Kilometer Distanz bereits mehrfach gewonnen. Jetzt siegte sie zusammen mit ihrer Schwester Babinja (rechts).  Foto: Hoch
Christina (links) hat die 16 Kilometer Distanz bereits mehrfach gewonnen. Jetzt siegte sie zusammen mit ihrer Schwester Babinja (rechts). Foto: Hoch
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Die Schwestern Babinja Wirth (19) und Christina Schönfeld (25) haben vieles gemeinsam. Nur der Nachname der Schwestern ist nicht mehr gleich, seit Christina geheiratet hat. Die sportlichen Schwestern aus Betzenstein, die für den TSV Ebermannstadt starten, sind heuer beim Fränkische-Schweiz-Marathon nicht nur gemeinsam an den Start gegangen, sie haben auch Seite an Seite zeitgleich die Ziellinie überschritten und teilten sich den Sieg in der 16-Kilometer-Distanz.

Lachend bekennt Babinja kurz nach der Ankunft im Ziel: "Für uns ist das ein Spaß-Lauf." Da hatten die beiden noch gar nicht mitbekommen, dass sie tatsächlich gewonnen hatten. Überraschend ist das aber nicht. Christina hat beim Fränkische-Schweiz-Marathon schon zweimal hintereinander - 2009 und 2010 - den 16-Kilometer-Lauf der Damen gewonnen.
Babinja hat heuer bei den deutschen Jugendmeisterschaften im 2000-Meter-Hindernis-Lauf den neunten Platz belegt - mit Schwester Christina als Trainerin.

"16 Kilometer sind da schon etwas anderes", gibt die junge Hindernisläuferin zu. "Aber das ist der Vorteil, wenn man gemeinsam läuft, man kann sich gegenseitig Mut machen." Christina als erfahrene 16-Kilometer-Läuferin hat ihre Schwester schon im Training unterstützt. "Wir haben uns gegenseitig bei Laune gehalten", erzählt Christina. Auch die Zuschauer am Streckenrand haben mit ihren Anfeuerungs-Rufen die Schwestern zu ihrer Spitzenleistung animiert. "Es war eine echt coole Erfahrung", findet Babinja, die nächstes Jahr erneut antreten will.


Mit Kuhglocke und Ratsche

Was manchem Autofahrer beim Fränkische-Schweiz-Marathon sauer aufstößt, ist die Gelegenheit für die Zuschauer nach dem Event die Straße selbst für eine Radtour zu nutzen. So wie Familie Fey-Uschbamok aus Kirchehrenbach. Sie nutzt die Vollsperrung der B470 für einen Familienausflug auf dem Rad. "Einmal im Jahr kann man die Strecke schon sperren", meint Mutter Maria. Auch Sohn Raphael (6 Jahre) findet den Marathon "super" und jubelt den Teilnehmern zu.

Michael Dütsch jubelt nicht nur, er läutet für die Sportler seine Kuhglocken. "Die habe ich aus dem Zillertal mitgebracht", verrät der Ebermannstadter, der am Marathon zusätzlich als Feuerwehrmann im Einsatz ist. Wenn er Zeit hat, stellt er sich neben die Ziellinie und lässt die Glocken erschallen.

Erich Kopp ist Fahrlehrer in Nürnberg und ist in die Fränkische Schweiz gefahren, um seine Freundin, die die 16 Kilometer läuft, auf Höhe von Kirchehrenbach anzufeuern. "Ich habe sie gerade gesehen", sagt der Mann mit schickem Hut begeistert, der mit dem Auto von einem Wegpunkt zum anderen fährt. "Am Ziel erwarte ich sie mit Getränken", verspricht Erich.

Reinhold Trautner fährt normalerweise im Besenwagen den Marathon-Teilnehmern hinterher. Heuer hat er diese Aufgabe anderen überlassen und ist selbst als Inline-Skater gestartet. Danach hat er die Zielläufer angefeuert. Mit einer Ratsche.

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