Unterleinleiter

Fränkische Schweiz: Langjähriger Feuerwehrkommandant erhält Bürgerwappen

In der Jahresabschlusssitzung im Gemeinderat Unterleinleiter sprach der Bürgermeister viele anstehende Projekte an. Der langjährige Dürrbrunner Feuerwehrkommandant erhielt das Bürgerwappen.
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Bürgermeister Gerhard Riediger (l.) verleiht das Bürgerwappen an  Matthias Dorsch. Foto: Thomas  Weichert
Bürgermeister Gerhard Riediger (l.) verleiht das Bürgerwappen an Matthias Dorsch. Foto: Thomas Weichert

Mit einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Altbürgermeister Fritz Wunder begann die Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats Unterleinleiter im Sportheim und endete mit der Verleihung des Bürgerwappens an den langjährigen Dürrbrunner Feuerwehrkommandanten Matthias Dorsch. Dazwischen hielt Bürgermeister Gerhard Riediger (NWG) Rückblick und gab Ausschau auf das kommende Jahr, in dem vor allem das "Sorgenkind" Wasserversorgung gelöst werden muss. "Wir alle müssen uns wieder ganzheitlich und intensiv dem Gemeinwohl unserer Gemeinde zuwenden", forderte Riediger alle Bürger der 1233-Seelen-Gemeinde auf, für die Zukunftsfähigkeit der Dörfer selbst zu sorgen. Vor allen die soziale Infrastruktur der Dörfer werde zum bestimmenden Standortfaktor. Dazu zählen Kindergarten, Schule, Kinderbetreuung, die Kirchen, die Vereine, und eine Einkaufsmöglichkeit zur Grundversorgung im "Laadarer Dorfladen", der rote Zahlen schreibt. Riediger forderte dazu auf, mehr im Dorfladen einzukaufen. Wünschenswert wäre auch wieder eine Dorfwirtschaft in Unterleinleiter. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik verschiebt sich auf nächstes Jahr, weil es einen höheren Zuschuss von 20.000 Euro zu den Gesamtkosten in Höhe von 81.000 Euro gibt, die sich in acht Jahren amortisiert haben. Für die Kirchenstraße kündigte der Bürgermeister eine kleine Dorferneuerung an. Außerdem muss 2020 eine neue Globalberechnung für die Entwässerungseinrichtung erstellt werden. Für den Ersatzneubau des Kindergartens wurden die Zuwendungsunterlagen bei der Bezirksregierung Oberfranken eingereicht.

Bauplätze schaffen

Außerdem muss der Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden, um Bauplätze schaffen zu können. Es gibt zwar genügend Bauplätze, doch die sind alle in privater Hand, und keiner will sie verkaufen. Zum Problem werden auch die vielen Leerstände in Unterleinleiter. Auch dafür müssen Lösungen gefunden werden. Was jedoch am meisten Sorgen bereitet, ist die Wasserversorgung. Dazu hat der Gemeinderat eine Probebohrung für einen neuen Tiefbrunnen in Auftrag gegeben. In der Hauptstraße muss nächstes Jahr die Wasserleitung für 105.000 Euro erneuert werden. Weiterhin steht die Sanierung des Hochbehälters Unterleinleiter an. Am Störnhofer Berg muss ein neuer Hochbehälter gebaut werden. Ganz dringend ist auch die Erneuerung der Druckerhöhungsanlage geboten. Riediger schätzt die Generalsanierung der Wasserversorgung auf rund 2,5 Millionen Euro.

Sanierung der Mehrzweckhalle

Im nächsten Jahr steht außerdem die Sanierung der Mehrzweckhalle an. Die energetische Sanierung der Grundschule ist abgeschlossen. Erfreulich sei, dass der Einkommensteueranteil, den die Kommune vom Freistaat bekommt, gestiegen ist. Zum einen führt Riediger dies auf Zuzüge zurück, zum anderen auch darauf, dass die Bürger gut verdienen. Allerdings muss Unterleinleiter wegen der gestiegenen Steuerkraft nächstes Jahr trotz Absenkung der Kreisumlage von einem Prozentpunkt 30.000 Euro mehr an den Landkreis Forchheim berappen. Von der Anfang des Jahres geschätzten Gewerbesteuereinnahme in Höhe von 75.000 Euro kamen nur rund 8000 Euro herein. Dennoch kann der Haushalt ausgeglichen werden. Für den Zweiten Bürgermeister Peter Schmitt (NWG) war sein anschließendes Grußwort mit Dank auch an den Bürgermeister gleichzeitig seine Abschiedsrede aus dem Gemeinderat. Anschließend verleih Riediger das Bürgerwappen an Matthias Dorsch und würdigte dessen langjährige Verdienste für die Feuerwehr und das Gemeinwohl. Dorsch war zehn Jahre Zweiter und 13 Jahre Kommandant und gleichzeitig neun Jahre Jugendwart der Feuerwehr Dürrbrunn. Dies sei ein beispielhaftes Engagement für die Feuerwehr, lobte der Rathauschef.

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