Obertrubach

Fränkische Schweiz: Kindertagesstätte wurde erweitert

Der Erweiterungsbau des Kindergartens in Obertrubach ist eingeweiht worden. 80 Kinder insgesamt werden in der Kita betreut.
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Der Erweiterungsbau der Kita in Obertrubach Foto: Franz Galster
Der Erweiterungsbau der Kita in Obertrubach Foto: Franz Galster
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Zu einem großen Fest der gesamten Gemeinde entwickelte sich die Einweihung der Erweiterung des kirchlichen Kindergartens St. Marien in Obertrubach. Zeltaufbauten hatten auch den unsicheren Wetterverhältnissen Rechnung getragen. Gott hätte aber ein Einsehen gehabt, wie es Pfarrer Werner Wolf in seiner Begrüßung formulierte, so dass auf dem großen Kindergartenareal neben dem Gebäude ausgiebig gefeiert werden konnte. Die Feier begann mit einem Gottesdienst. Der Pfarrer begrüßte besonders den Architekten Markus Gebbert, die Vertreter der politischen Gemeinde und viele weitere Gäste. Dabei wusste Wolf vielen zu danken, den Handwerkern für die gute Arbeit und dass es keine Unfälle gab, dem Kindergartenteam, dass es so geduldig die Belastungen der Baustelle ertragen habe. Er erinnerte an die vielen Gönner und Spender und den Elternbeirat für die Unterstützung. Architekt Gebbert warf einen Blick zurück auf die vergangenen Monate. Von Dezember 2018 bis August wurde das Projekt in Holzständerbauweise termingerecht ausgeführt. "Projekte wie diese, für die junge Generation Zukunft gestalten, machen Spaß. Was gibt es Schöneres, als wache, strahlende Kinderaugen?", sagte er.

Steigende Geburtenrate

Die Kindertagesstätte wurde aufgrund der steigenden Geburtenrate um einen Gruppenraum mit zweiter Ebene erweitert. Dazu kamen ein Intensivraum, Waschräume für Erwachsene und Kinder sowie eine Behindertentoilette. Der Mehrzweckraum, der provisorisch für eine Gruppe genutzt wurde, steht jetzt wieder allen Kindern zur Verfügung. Pfarrer Wolf dankte in diesem Zusammenhang dem Landratsamt Forchheim für die Erlaubnis der vorübergehenden provisorischen Nutzung. "Lasset die Kinder zu mir kommen", das Evangelium mit diesem Ausspruch Jesu spricht Werner Wolf beim Gottesdienst. Es hat etwas Symbolisches an sich, ist dies doch auch die Herzensangelegenheit des Pfarrers. Spontan bittet er Markus Habermann beim Gottesdienst zu sich vor die Gemeinde. Dieser nimmt seit Bestehen des neuen Kindergartens, also seit 25 Jahren, mit viel Herzblut und ehrenamtlich die gesamten Verwaltungsaufgaben des Kindergartens wahr. Wolfs Wunsch wäre es, wenn Habermann an seiner Stelle nach seinem Weggang auch die Gesamtleitung übernehmen würde. "Eine Gemeinde stirbt ohne Kinder aus, freuen wir uns über den Nachwuchs", sagte Bürgermeister Markus Grüner (CSU) in seinem Grußwort. Dabei verwies er auf den gängigen Ausspruch von Pfarrer Wolf, der stets zu Kindern ermutigte. Dankbar äußerte sich Markus Grüner, dass die Kirche die Trägerschaft übernehme. Mit Pfarrer Wolf war sich Grüner einig, dass das Projekt nur deshalb so zügig gelingen konnte, weil in Obertrubach eben alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Dazu gingen Kirchenstiftung und politische Gemeinde pragmatisch und in großem gegenseitigen Verständnis das Projekt an. 500.000 Euro kostet die Erweiterung, davon übernehmen 350.000 Euro der Staat und 130.000 die politische Gemeinde. Den Rest muss die Kirchengemeinde stemmen.

Kosten der Außenanlagen

Noch nicht eingeschlossen sind die Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen, die im Frühjahr 2020 vorgesehen ist. Die Leiterinnen Alexandra Kraft und Sandra Schmitt mit ihren neun Mitarbeiterinnen dürfen sich über die moderne, lichtdurchflutete Einrichtung freuen. 80 Kinder, darunter zwölf in der Krippe, werden hier betreut. Nach dem Festakt ging Pfarrer Wolf, gefolgt von vielen Besuchern, durch die neuen Räume, um sie zu segnen.

Abschied vom Pfarrer

Die Zeichen stehen auf Abschied für Pfarrer Werner Wolf. Wehmut schwang bei allen mit, als er sagte, dass es sein letzter Gottesdienst gewesen sei, den er hier im Kindergarten feierte. Am 13. Oktober wird er feierlich beim sonntäglichen Gottesdienst um 10 Uhr in seiner Pfarrkirche St. Laurentius verabschiedet. Pfarradministrator Florian Stark wird sich um die weiteren Dienste in Obertrubach kümmern, die unverändert für den Rest des Jahres so bestehen bleiben sollen.

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