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Pretzfeld
Marktgemeinderat

Fränkische Schweiz: heftiger Streit um ein Stück Radweg

Einen heftigen Disput gab es im Gemeinderat Pretzfeld wegen eines noch nicht gebauten Radwegstückes. Die stark attackierte Bürgermeisterin wehrte sich.
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Kurz vor Wannbach endet der Radweg. Foto: Carmen Schwind
Kurz vor Wannbach endet der Radweg. Foto: Carmen Schwind

Eine heftige Diskussion entstand in der Sitzung des Marktgemeinderates Pretzfeld, als Marktgemeinderat Gerhard Mühlhäußer (CSU/BB) von der Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökol.) wissen wollte, wann denn endlich das kleine Stück Radweg vor der Kirche in Wannbach gebaut werde. "Wir haben schon lange eine große Summe für den Radweg eingestellt und alle Ämter haben versprochen, uns zu helfen. Deshalb bitte ich Sie eindringlich, etwas zu tun", trug Mühlhäußer vor. Er zählte auf, dass der entsprechende Grund der Gemeinde gehöre, der frühere Landrat Reinhard Glauber (FW) bereits Unterstützung versprochen habe und der Grund innerorts liege. "Das Problem ist, Sie wollen das nicht", warf Mühlhäußer der Bürgermeisterin vor.

Diese entgegnete, dass es kein Förderprogramm gebe. Da legte Mühlhäußer nach und entgegnete, dass das nichts mit Förderprogrammen zu tun habe. Jeder spreche von Radwegen und deren Nutzen und Wichtigkeit, jeder wolle investieren. "Erst heißt es, wir bekommen einen, dann geht nichts voran, weil Ihnen persönlich der Radweg nicht gefällt", warf er Rose Stark vor, die laut entgegnete: "Das sind Unterstellungen; dagegen verwehre ich mich."

Radwegenetz geplant

Weiter erklärte sie, dass die Region dabei sei, ein Radwegenetz zu planen, für das sie sich einsetze, und dass die Aussage des Marktgemeinderates eine Unverschämtheit sei. Sie sei nicht dafür, dass die Gemeinde die Kosten alleine tragen müsse. Der Landkreis Forchheim werde keine Kosten für innerorts übernehmen. Steffen Lipfert (FW) gab zu bedenken, dass es auch andere Fördermöglichkeiten gebe.

Mühlhäußer wies darauf hin, dass das Ortsschild von Wannbach nicht der eigentlichen Grenze entspreche, da der Gemeindegrenzstein an anderer Stelle liege. Er forderte die Bürgermeisterin erneut auf, sich darum zu kümmern, dass das Projekt endlich umgesetzt wird. Rose Stark antwortete, dass es keinen Plan gebe, dass aber ein Radwegenetz entstehe. Darauf meinte Mühlhäußer, dass das nichts miteinander zu tun habe und dass die Bürgermeisterin den Bau des Radweges wieder aufgreifen solle. Der Radweg von Pretzfeld über Lützelsdorf endet aktuell gegenüber dem Friedhof. Von hier sollen einige Hundert Meter bis zur Kirche ausgebaut werden. Der neue Radweg könnte dann auch von Fußgängern von der Kirche zum Friedhof genutzt werden.