Obertrubach

Fränkische Schweiz: drei Varianten für Nutzung des "Regina"-Areals

Der Hundsdorfer Weg in Obertrubach soll ein neues Gesicht bekommen. Der Gemeinderat befasst sich mit der Planung der nächsten städtebaulichen Maßnahme.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Engstelle im Hundsdorfer Weg in Obertrubach Foto: Gemeinde Obertrubach
Die Engstelle im Hundsdorfer Weg in Obertrubach Foto: Gemeinde Obertrubach

Im Mittelpunkt der Sitzung des Obertrubacher Gemeinderates stand die für das nächste Jahr geplante Sanierung des Hundsdorfer Weges in Obertrubach. Nachdem die Gemeinde vor wenigen Jahren das Areal des ehemaligen Gasthauses "Regina" erwerben konnte und zwischenzeitlich die beiden Gebäude - das Gasthaus und das Bettenhaus - abgerissen hat, soll nun die Frage nach der künftigen Nutzung des Areals geklärt werden. Bürgermeister Markus Grüner (CSU) erinnerte den Rat sowohl an die Notwendigkeit, den Kanal und die Wasserleitungen im Hundsdorfer Weg zu erneuern, als auch an die Wünsche der Anwohner, die Parksituation im Bereich des "Regina"-Areals durch die Schaffung von Park- und Abstellmöglichkeiten zu entspannen. Zudem soll eine ordentliche Zufahrt zum Ottoberg geschaffen werden. Ralph Stadter vom seit vielen Jahren für die Gemeinde tätigen Stadtplanungs- und Architekturbüro RSP aus Bayreuth präsentierte dem Gemeinderat und den anwesenden interessierten Bürgern zunächst drei grundsätzliche Optionen: Die erste Variante sieht neben der Schaffung von Parkplätzen die Bebauung des Areals mit Mietshäusern vor. Die zweite Variante beinhaltet Garagen, einen Wanderparkplatz und eine Aussichtsplattform in Richtung Kohlberg, während die dritte Variante neben Stellplätzen den Zuschlag nicht anderweitig benötigter Flächen an die Nachbarn ausweist. Der Gemeinderat diskutierte die Varianten und äußerte den Wunsch, einen durchgehenden Gehweg zu schaffen. Die Entscheidung, welche Variante gewählt wird, soll in einer der nächsten Sitzungen getroffen werden.

Im Anschluss stellte Stadter die Potenziale und die Chancen eines sogenannten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) vor. Solche Konzepte, in denen Kommunen ihre städtebaulichen Vorstellungen formulieren, seien nach Ausführung von Stadter für die Gemeinden vor allem aus zwei Gründen interessant: einerseits als Leitbild für die zukünftige Entwicklung und andererseits als künftige Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln. Die Erstellung eines Isek war bereits Teil des Jahresantrags 2020 zur Städtebauförderung. Nun soll der Gemeinderat in seinen nächsten Sitzungen in die Vorbereitungen zur Einleitung des Isek-Prozesses eintreten.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren