Weißenohe
Gemeinderat

Fränkische Schweiz: Die Engstelle bleibt offen

Weißenohe verzichtet auf eine neue Straßenordnung. Eine Straße ohne Namen wird keine Einbahnstraße. Und auch bei der Milchtanktstelle im Lillachtal bleibt alles wie gehabt.
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Die Straße ohne Namen (links), die hier von der Gräfenberger Straße abzweigt, wird keine Einbahnstraße.  Foto: Petra Malbrich
Die Straße ohne Namen (links), die hier von der Gräfenberger Straße abzweigt, wird keine Einbahnstraße. Foto: Petra Malbrich

Die "Straße ohne Namen" solle zur Einbahnstraße werden, war eine Anregung in der Mai-Sitzung des Weißenoher Gemeinderats. Gemeint ist damit ein schmaler und kurzer Weg zwischen Gräfenberger Straße und Sollenberger Straße. Nun fand wegen der vorgeschlagenenen Einbahnstraßenregelung eine Verkehrsschau mit der Polizeiinspektion Ebermannstadt statt.

Dabei wurde eine Einbahnstraßenregelung durchaus als sinnvoll erachtet. Dem Gemeinderat jedoch sagte diese Einbahnstraßenregelung nicht zu. "Für viele Leute - von Gräfenberg kommend - fällt dann der Nutzen weg. Das Verkehrsaufkommen war in den Zeiten der Umleitung wegen der Neugestaltung des Plärrers kritisch, doch die jahrelange Beobachtung sagt, dass es dort nicht als lästig empfunden wird, außer für die beiden Anwohner", meinte Hans Hackl (WGA).

Für alle anderen Bürger wäre die Einbahnstraße seltsam und eine Einschränkung. Vielmehr müssten die Autofahrer dann die wenige Meter unterhalb laufende Straße (Schnittpunkt Gräfenberger/Sollenberger Straße) nehmen.

"Das ist der kritische Punkt. Die Gefährdung wäre so größer", stimmte Norbert Sulzbacher (WGA) zu. Die untere Straße sei zudem wesentlich unübersichtlicher. Bürgermeister Rudolf Braun (WGA) stimmte als Einziger für die Einbahnstraßenregelung.

Ein Schild "Zufahrt zur Milchtankstelle frei" möchte der Landwirt, der in Dorfhaus Richtung Lillachtal seine Milchtankstelle hat. Der Weg dorthin ist ein Feldweg, der auf den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr beschränkt ist. Dieses Schild durch das Zeichen Sackgasse zu ergänzen und neben der Milchtankstelle zusätzlich ein Schild "Verbot für Kfz" anzubringen, wäre ein Vorschlag der Polizei gewesen.

Die Gemeinderäte jedoch konnten den Antrag des Inhabers nicht nachvollziehen. "Die Leute fahren ohnehin zur Milchtankstelle. Es hat noch keiner weiter vorne gehalten und ist dorthin gelaufen", meinte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA). Ob das Zusatzschild hier sinnvoll sei oder eher das Gegenteil bewirke, warf Braun in den Raum.

Auch die anderen Gemeinderäte sahen das Schild kritisch. Wer dort hinfahre, habe die Berechtigung dazu, meinte Johann Elitzer (UWG). Auch Norbert Weber (Grüne) merkte an, dass die Leute, die Milch holen würden, Anlieger seien.

Im Gegenteil: Wenn ein Schild dort stehe, würden die Leute sagen, sie hätten Milch geholt, obwohl sie zwei Stunden durch die Gegend spaziert sind, war daraufhin Grundtenor des allgemeinen Gemurmels. Alle lehnten deshalb den Antrag ab.

Überquerungshilfe wird verlegt

Die Überquerungshilfe an der Brücke kurz nach der Abzweigung von der B 2 aus Igensdorf kommend nach Weißenohe hinein soll verschoben werden. Der derzeitige Standort an der Brücke ist aufgrund der Kurve zu uneinsichtig und die Schulkinder wechseln die Straßenseite ohnehin schon früher. Im Bereich des früheren Gemischtwarenladens, bei der Firma Fischer, soll nun die Überquerungshilfe angebracht werden.

Der "Plärrer" wird bepflanzt

Bodendeckerrosen, Lavendel, Rhododendren und Hortensien standen neben anderen Pflanzen und Blumen auf der Liste für die Bepflanzung des Rondells beim Plärrer in Weißenohe. Diese Liste lag dem Gemeinderat vor, um sein Einverständnis zu erhalten.

Allerdings meldete Norbert Weber (Grüne) Bedenken an. "Es sind 20 Pflanzen drauf, die extrem viel Wasser brauchen", meinte Weber und bat, das zu überprüfen. Denn ursprünglich war an Pflanzen gedacht, die angesichts der häufigeren Trockenperioden mit wenig Wasser auskommen. Ob die Hortensie - in der prallen Sonne gepflanzt - so sinnvoll sei, gab Michaela Gruber (FWG) zu bedenken.

Doch Bürgermeister Rudolf Braun (WGA) hat diese "stachelige" Bepflanzung aus gutem Grund gewählt. "Wir wollen so Verunreinigungen aus dem Platz halten", erklärte Braun. Bei der Gelegenheit sollten auch Hundebeutel aufgestellt werden, ebenfalls an der Linde, regte Carmen Stumpf (FWG) an.

Breitbandausbau

Für den Breitbandausbau gibt es ein neues Programm, um auch die Rathäuser mit Glasfaser zu erschließen. Jede Gemeinde sollte dem Bayernnetzwerk angeschlossen sein, meinte Carmen Stumpf. Da die VG Gräfenberg diesem Netzwerk angehört, ist auch Weißenohe dabei. Über den Gräfenberger Router ins Netz zu kommen, sei kein Problem. Die geschätzten Kosten für die Erschließung wurden mit 26 000 Euro beziffert. Alles, was über 20 000 Euro liegt, muss die Gemeinde selbst bezahlen.

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