Obertrubach
Gemeinderat

Fränkische Schweiz: Das Trubachtal wird aufgewertet

Im Rahmen des Naturparkprogramms peilt Obertrubach Verbesserungen am Aussichtspunkt Burggraf, in Haselstauden, am Trubachweg und am Altarstein an.
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Am Altarstein hoch über Obertrubach soll eine Informationstafel angebracht werden. Der Gemeinderat Obertrubach hat weitere Maßnahmen für das Naturparkprogramm beantragt. Foto: infranken.de/rm
Am Altarstein hoch über Obertrubach soll eine Informationstafel angebracht werden. Der Gemeinderat Obertrubach hat weitere Maßnahmen für das Naturparkprogramm beantragt. Foto: infranken.de/rm

Das seit langer Zeit größte Projekt der Gemeinde Obertrubach, die umfangreiche Dorferneuerung von Wolfsberg, geht allmählich seiner Fertigstellung entgegen. Wie Bürgermeister Markus Grüner (CSU) in der Gemeinderatssitzung mitteilte, ist vom 16. bis 18. Oktober die Tragschicht der Ortsdurchfahrtsstraße aufgebracht worden. Jetzt soll am 12. und 13. November die Feinschicht folgen.

Danach kann die monatelange Totalsperrung der Staatsstraße wieder aufgehoben werden. Die ursprünglich für 11. November geplante Bürgerversammlung in Wolfsberg wurde auf 19. November verschoben, um dann einen aktuellen Bericht geben zu können. Restarbeiten, so an Gehwegen oder Bankett, stehen dann zwar noch an. Aber den wichtigsten Meilenstein bedeutet die Fertigstellung der Straße.

Drehleiterfahrzeug besiegelt

Am 14. Oktober unterzeichnete Obertrubach mit fünf weiteren Gemeinden des Oberlandes, federführend die Stadt Gräfenberg, die kommunale Anschaffung eines Drehleiterfahrzeuges für die Feuerwehr. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 750.000 Euro. Die Anschaffung wird von Staatsregierung und Landkreis Forchheim gefördert. So verbleibt für die Gemeinde Obertrubach ein Eigenanteil von rund 30.000 Euro. Realisiert werden soll jetzt auch die Vorbereitung des Glasfaseranschlusses für die Grundschule in Bärnfels. Dafür wurden 29.500 Euro an Kosten veranschlagt. Da aber die Strecke kürzer sein wird, ist noch eine Reduzierung denkbar. Der Staat fördert die Maßnahme mit 90 Prozent, so dass für Obertrubach ohnehin ein überschaubarer Betrag von rund 3000 Euro verbleibt.

Fortgeschrieben wird auch der Jahresantrag für das Städtebauförderungsprogramm. So soll die Neugestaltung der Trubachtalstraße, Bauabschnitt IV, abgeschlossen werden. Weitere Maßnahmen sind die Vorbereitung der Formulierung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) sowie die Neugestaltung der Teichstraße und die Aufwertung des Bachlaufes zwischen Trubachtalstraße und der Teichstraße. Die Vorhaben segnete der Gemeinderat einstimmig ab. Gleiches gilt für die Meldung zum Naturparkprogramm. So werden beim Naturparkverein Fränkische Schweiz/Frankenjura diverse Maßnahmen für das Naturparkprogramm beantragt, unter anderem Austausch und Absturzsicherung am Aussichtspunkt Burggraf sowie Aufwertung des Wanderparkplatzes Haselstauden, Ertüchtigung einer Teilstrecke des Trubachweges durch Wolfsberg, Gestaltung und Anbringung einer Informationstafel am Altarstein.

Eine längere Diskussion lösten verwaltungstechnische Punkte der Tagesordnung aus. Die örtliche Prüfung des Jahresrechnung 2018 durch den Rechnungsprüfungsausschuss der Gemeinde ergab Verbesserungsvorschläge, aber keine gravierenden Mängel. Umfangreich hat die staatliche Prüfungsstelle im Landratsamt Forchheim von 2000 bis 2017 eine Kassen- und Rechnungsprüfung in der Verwaltung von Obertrubach durchgeführt. Es geht um Plausibilität und Rechnungsabschlüsse, die Bewegung der Konten, wie Ulrich Meierhöfer schilderte. 40 000 Euro an Kosten hat die Gemeinde für diese verpflichtenden Prüfungen zu übernehmen. Der 28-seitige Prüfungsbericht liegt jetzt auf dem Tisch.

Personelle Lage in der Gemeinde

Das Amt regt außerdem die Anstellung eines Azubis an. Dieses Thema gewinnt umso mehr an Brisanz, als die örtliche Verwaltung über die nächsten fünf Jahre größere personelle Veränderungen erwarten lässt. Die Situation ist zudem schon jetzt angespannt. Diese Diskussion entsprang dem Prüfungsbericht und überlagerte ihn.

"Wir müssen in die Zukunft denken, wenn manche ausscheiden", betonte Bürgermeister Grüner und regte die Einstellung eines Azubis an. "Wir machten in der Vergangenheit damit keine guten Erfahrungen, ein fertiger Mitarbeiter wäre vielleicht sinnvoller", gab Gemeinderat Erich Fiedler (BU) zu bedenken. Gemeinderat Roland Wölfel (BW-GO) sieht da wenig Chancen auf dem Markt. Ein Azubi könne vielleicht überfordert sein. Wölfel rät zu einer separaten Aussprache in aller Ruhe. Ähnlich sah es Bernd Reichel (BU). Man wisse zudem, dass ein Azubi zu zwei Dritteln für die Arbeit nicht verfügbar sei.

In einer sachlichen Abwägung waren die Meinungen sehr differenziert. Geschäftsführer Meierhöfer soll im Mai 2020 einen zweiwöchigen Ausbilderlehrgang machen. Mit 8:6 Stimmen beschloss der Gemeinderat, die Stelle für einen Auszubildenden in der Verwaltung zum 1. September 2020 auszuschreiben.

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