Heiligenstadt
Marktgemeinderat

Fränkische Schweiz: Breitband kommt in fünf Abschnitten

Die Gründung der Gesellschaft "Breitband Markt Heiligenstadt i. Ofr. GmbH" ist erfolgt. Sie wird die Erschließung der 24 Ortsteile mit zukunftssicheren Telekommunikationsdiensten durchführen. Baubeginn ist im Oktober.
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Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel verlegt werden.  Symbolfoto:  Patrick Pleul, dpa
Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel verlegt werden. Symbolfoto: Patrick Pleul, dpa

Der Geschäftsführer der Gesellschaft "Breitband Markt Heiligenstadt i. Ofr. GmbH" ist Rüdiger Schmidt. Über den Vollzug der Gründung informierte in der Sitzung des Marktgemeinderates Heiligenstadt Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit).

"Der Auftrag über den Bau einer Breitbandinfrastruktur, also die Tiefbauleistungen und Glasfaserarbeiten, wurden nach einer europaweiten Ausschreibung an die Firma Aytac-Bau vergeben", sagte er weiter. Das war für Heiligenstadt die dritte europaweite Ausschreibung. So fand die Kommune auch einen Planer, die Firma LAN-Consult, und einen Pächter, die Firma Bisping und Bisping, für dieses Projekt.

Die nötigen Unterschriften für die Gründung wurden am 28. August beim Notar geleistet. Das Geschäftskonto wurde bei der örtlichen Raiffeisenbank eröffnet und das nötige Stammkapital in Höhe von 50 000 Euro wurde vom Markt Heiligenstadt auf das Konto der Breitbandgesellschaft Markt Heiligenstadt eingezahlt. "Die Gesellschaft wird die Aufgabe der Breitbanderschließung eigenverantwortlich wahrnehmen und die Erschließung für 24 Gemeindeteile mit zukunftssicheren Telekommunikationsdiensten durchführen", fasste Krämer zusammen.

Rüdiger Schmidt, Geschäftsleiter der Verwaltung Heiligenstadt, hatte sich schon von Beginn des Projektes an um alle Themen gekümmert und viel Zeit für die Ausschreibungen, Vorbereitungen und die Umsetzung investiert. Er ist gut vernetzt und bei allen Beteiligten anerkannt. Deshalb lag es nahe, ihn auch als Geschäftsführer der GmbH einzusetzen.

Als Nächstes musste ein Aufsichtsrat benannt werden. "Der Markt Heiligenstadt hat durch den Aufsichtsrat wesentlichen Einfluss auf die unternehmerischen und strategischen Entscheidungen der GmbH, da diese unter der 100-prozentigen Kontrolle des Marktes steht", erklärte Schmidt. Er hatte im Vorfeld die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben, wer aus der Fraktion Mitglied des neuen Aufsichtsrates werden soll. Die Fraktionsvorsitzenden entschlossen sich, selbst Mitglied des Aufsichtsrates zu werden, so dass sich dieser aus folgenden Marktgemeinderäten zusammensetzt: Monika von Stauffenberg (CSU), Hans Göller (SPD), Bernd Büttner (BN) und Peter Landendörfer (WG). Aufsichtsratsvorsitzender ist Helmut Krämer.

"Vorteile der GmbH sind, dass die Breitbanderschließung zügig durchgeführt werden kann, die Bundes- und Landesmittel optimal genutzt werden können und während der Bauphase schneller Entscheidungen getroffen werden können", erklärte der neue Geschäftsführer.

Ein kleines Problem gab es allerdings, da die vorläufigen Zuwendungsbescheide dem Markt Heiligenstadt erteilt worden waren. Jetzt müssen von der Gesellschaft die endgültigen Förderbescheide beantragt werden, damit diese die Fördergelder erhält.

Da erst nach dem Vorliegen des endgültigen Bescheides mit dem Breitbandausbau begonnen werden darf, sah es kurzfristig nicht gut für einen Baubeginn in diesem Jahr aus. Hierzu reichte Schmidt einen Dringlichkeitsantrag ein, der auch anerkannt wurde. So darf im ersten Abschnitt ab dem 1. Oktober bereits mit dem Bau begonnen werden.

Wenn die Breitbandgesellschaft den finalen Förderbescheid erhält, können im nächsten Jahr weitere Baumaßnahmen in Angriff genommen werden. Im ersten Abschnitt werden Veilbronn, Leidingshof und Siegritz ausgebaut, im zweiten Abschnitt Geisdorf, Herzogenreuth, Lindach, Tiefenpölz, Herzogenreuth, Oberleinleiter, Burggrub, Zoggendorf, die Durchfahrt Heiligenstadt und Traindorf. Im dritten Abschnitt werden Teuchatz, Oberngrub, Kalteneggolsfeld und im vierten Hohenpölz, Brunn und Reckendorf ausgebaut; im fünften Abschnitt dann Neudorf, Stücht und Greifenstein.

Ein Bauzeitenplan liegt noch nicht vor. Fast 90 Prozent der Grundstückseigentümer haben bisher unterschrieben, dass sie Glasfaser direkt ans Haus gelegt haben wollen.

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